„Remscheid brummt“ soll zur Pflicht werden

Anregung des Naturschutzbeirates

Von Sven Schlickowey

Remscheid soll noch insektenfreundlicher werden. Das fordert der Naturschutzbeirat und hat deswegen in seiner gestrigen Sitzung angeregt, dass der Stadtrat, der Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung sowie der Betriebsausschuss der Technischen Betriebe einen Beschluss fassen soll, Grünflächen immer im Sinne der Kampagne „Remscheid brummt“ zu gestalten. Bei der Abstimmung unterstützen die Mitglieder des Beirates dies einstimmig.

„Wann und wo immer eine Neu- oder Umgestaltung stadteigener Grünflächen ansteht, wird dies als Gelegenheit betrachtet, bei Auswahl und Arrangement der Pflanzen die Insektenfreundlichkeit im Sinne von ‘Remscheid brummt’ zu beachten“, heißt es in der Vorlage. Zudem empfiehlt der Beirat nach Abschluss der Arbeiten auf den jeweiligen Flächen ein gut sichtbares Logo der Kampagne anzubringen, um deren Popularität zu steigern und auf die Thematik hinzuweisen.

Grund für die Anregung seien die Umgestaltungspläne rund um das Lüttringhauser Rathaus gewesen, berichtete Gabriele Lipka, Vorsitzende des Naturschutzbeirates. Auf der Rückseite des Rathauses seien zwar von Beginn der Planungen an Pflanzungen vorgesehen gewesen, aber erst die zweimalige Intervention von Mitgliedern des Naturschutzbeirates hätten dazu geführt, dass der Aspekt einer insektenfreundlichen Pflanzenauswahl in die politischen Beschlüsse aufgenommen und damit für die Arbeit der Verwaltung bindend wurden.

„Wir haben gemerkt, wenn das nicht in der Politik verankert ist, passiert auch nichts“, so Lipka. Deswegen sollen nun die Beschlüsse der beiden Ausschüsse und des Rates das Thema fest in den politischen Abläufen etablieren: „Der angeregte Grundsatzbeschluss würde solche Interventionen der Naturschützer entbehrlich machen“, ist Gabriele Lipka überzeugt. Allerdings werden sich die Gremien voraussichtlich erst nach der Kommunalwahl damit beschäftigen.

Die Kampagne „Remscheid brummt“ geht auf einen Antrag der Grünen zurück. Anfang 2018 hatte der Stadtrat beschlossen, dass Remscheid sich verstärkt um das Wohl von Insekten kümmern soll, vor allem indem Nahrung und Nistplätze zur Verfügung gestellt werden.

Koordiniert wird die Kampagne durch das Bildungsbüro der Stadt im Rahmen des Handlungsfeldes Bildung für nachhaltige Entwicklung. Beteiligt sind neben Dienststellen der Verwaltung unter anderem die Natur-Schule Grund und die Biologische Station Mittlere Wupper. Sowie die Technischen Betriebe Remscheid (TBR), die inzwischen schon seit fast fünf Jahren auf vielen Mittelstreifen und Verkehrsinseln im Stadtgebiet Wildblumenwiesen sprießen lassen.

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