Das Duo Carrington-Brown zeigte sein Best-of

Britischer Humor trifft in der Klosterkirche auf das virtuose Cello Joe

Rebecca Carrington und Colin Brown brachten Comedy, Schauspiel und Musik unter einen Hut. Cello Joe unterstützte dabei. Foto: Roland Keusch
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Rebecca Carrington und Colin Brown brachten Comedy, Schauspiel und Musik unter einen Hut. Cello Joe unterstützte dabei.

Gäste singen am Ende Ed-Sheeran-Song.

Von Stephanie Arens-Licciardi

Remscheid. Was haben Briten und Deutsche gemeinsam? Gar nichts! Und doch, so ganz stimmt die These nicht, denn Johann Sebastian Bachs Musik ist auch Briten wohlbekannt und lässt sich hervorragend mit Hits und Evergreens von der Insel verbinden. Zum Best- of-Abend brachte das Duo Carrington-Brown ein gelungenes Programm aus Musik, Kabarett, Comedy und feinstem britischen Humor auf die Bühne der Klosterkirche.

Seit rund 14 Jahren leben, lieben und arbeiten Rebecca Carrington, Cellistin und Sängerin, sowie Schauspieler Colin Brown im Land von Bach, Goethe und Wörtern mit den Anfangsbuchstaben „Pf“. Doch wenn die rund 80 Zuschauerinnen und Zuschauer, denen das Duo noch nicht bekannt war, an schwärzesten Humor aus Großbritannien dachten, wurden sie angenehm überrascht. Denn Rebecca Carrington und Colin Brown wussten mit charmant-britischem Akzent Comedy, Schauspiel und Musik unter einen Hut zu bringen.

Besonders Carrington stach als virtuose Sängerin mit modular-wandelbarer Stimme hervor. Von Opernarien bis hin zu Pop- oder Folkliedern mit Gestik und Mimik, die an Lach- und Begeisterungspotenzial nichts zu wünschen übrig ließen – Carrington wusste ihr Publikum zu begeistern. Auch am Cello, das den liebevollen Namen Joe trägt, machte die Britin eine gute Figur.

Stimmenimitationen und obskure Verkleidungen sorgen für Lacher in der Klosterkirche

Und Joe scheint beinahe schon eine treue Seele des Duos zu sein: Ob Einsätze in Bollywood-Filmen, in den USA, wo Joe übrigens für ein antikes Möbelstück gehalten wird, der gute Joe ist immer mit von der Partie.

Für viele Lacher und Zwischenapplaus sorgte auch Colin Brown. Sein Markenzeichen ist sein Talent zur obskuren Verkleidung und Stimmenimitationen. Denn Brown gehörte in seiner Jugend, wie er selbst erzählte, den Pfadfindern an. Hier entschied er sich für das Dudelsackspiel. Gerne stimmte er den wichtigsten Musikimport der 60er Jahre, die Beatles, an. Aber auch die deutsche Nationalhymne, vorgetragen im schwarz-rot-goldenen Kilt, überzeugte. Das Publikum wusste den Best-of-Abend mit viel Schlussapplaus zu honorieren und stimmte gern in Ed Sheerans „Shape of you“ ein.

Nächster Termin in der Klosterkirche: Olaf Bossi: „Endlich Minimalist – aber wohin mit meinen Sachen? Die Ausmist-Comedy-Show“ am Freitag, 8. Oktober, 20 Uhr. Karten für 25 Euro, ermäßigt 20 Euro, im Vorverkauf: klosterkirche-lennep.de.

Die Klosterkirche war einer der sechs Orte für das Musikfestival Viertelklang.

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