Sanierung

Bökervilla überrascht mit Wandverzierung

Projektassistentin Vivien Tacke (l.) und Geschäftsführerin Juliane Horn sind von den Wandverzierungen ganz begeistert. Foto: Doro Siewert
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Projektassistentin Vivien Tacke (l.) und Geschäftsführerin Juliane Horn sind von den Wandverzierungen ganz begeistert.

Die Firmengruppe Küpper hat mit Sanierungsarbeiten in der Bökervilla begonnen. Unter anderem in der Eingangshalle gab es dadurch spannende Entdeckungen.

Von Alexandra Dulinski

Remscheid. Historische Wandverzierungen, alte Bodenfliesen und Stuckarbeiten: Wahre Schmuckstücke sind in der Bökervilla an der Elberfelder Straße zutage gefördert worden. Im Februar hatte die Firmengruppe Küpper die Sanierungsarbeiten im Inneren der Villa aufgenommen. Bereits 2019 hat die Küpper Bros. Produkt- und Projektentwicklung GmbH & Co. KG das Gebäude für 280.000 Euro erworben, die Sanierung wurde – zum Teil coronabedingt – immer wieder verschoben.

Nun aber wurden Heizkörper und Toilettenanlagen, Kunststoffputz, Rau- und Glasfasertapeten sowie nachträglich verlegte Bodenbeläge entfernt. In der Eingangshalle wurden auf diese Weise alte Wandmalereien gefunden, mit denen Küpper-Geschäftsführerin Juliane Horn niemals gerechnet hätte.

Räume für Existenzgründer, sogenannte Co-Working-Spaces, sollen in dem denkmalgeschützten Gebäude am Bökerspark entstehen. Bislang liege nur die Abrissgenehmigung für das Innere der Villa vor, den Bauantrag hat die Firma am Mittwoch eingereicht.

Bei den Arbeiten in der Villa setzt die Firma Küpper auf den Erhalt von historischen Elementen. „Alles, was neu kommt, soll so unauffällig wie möglich sein“, sagt Horn. Die Eingangshalle und das Treppenhaus mit den Wandmalereien werden lediglich versiegelt. „Wir brauchen uns keine Gedanken über Farben zu machen, denn das hat schon jemand in grauer Vorzeit getan“, erklärt Horn mit Blick auf die Wandverzierungen. Verputzt und gestrichen werden müssen allerdings die mit Graffiti besprühten Wände. „Das Denkmalschutzamt will das Ambiente der früheren Zeit wiederherstellen“, sagt Projektassistentin Vivien Tacke.

Bökervilla: Handwerker legen alte Schätze frei

So sieht es zurzeit in der Bökervilla aus.
So sieht es zurzeit in der Bökervilla aus. © Alexandra Dulinski
So sieht es zurzeit in der Bökervilla aus.
So sieht es zurzeit in der Bökervilla aus. © Alexandra Dulinski
So sieht es zurzeit in der Bökervilla aus.
So sieht es zurzeit in der Bökervilla aus. © Alexandra Dulinski
So sieht es zurzeit in der Bökervilla aus.
So sieht es zurzeit in der Bökervilla aus. © Alexandra Dulinski
So sieht es zurzeit in der Bökervilla aus.
So sieht es zurzeit in der Bökervilla aus. © Alexandra Dulinski
So sieht es zurzeit in der Bökervilla aus.
So sieht es zurzeit in der Bökervilla aus. © Alexandra Dulinski

Die Holzböden der Villa versucht das Unternehmen, weitestgehend zu erhalten. Aber erst beim Aufarbeiten werden die Experten feststellen können, wie viel doch noch abgeschliffen werden muss. „Durch die Holzböden können wir akustisch keinem Neubau gleichen, dafür haben wir repräsentative Räumlichkeiten“, sagt Horn. Im Obergeschoss sollen Lichtkuppeln für mehr Lichteinfall sorgen, die Fenster will Küpper durch historische Holzfenster ersetzen.

Rund zwölf bis 18 Monate sind für die baulichen Veränderungen nach Genehmigung des Bauantrags für die Instandsetzung der Villa geplant. Zehn bis zwölf Räume sollen in der Zeit entstehen, die an Unternehmen und Start-ups vermietet werden sollen. Für die 20 bis 50 Quadratmeter großen Räume rechnet Juliane Horn mit Mietpreisen zwischen neun und elf Euro pro Quadratmeter. Besprechungsräume und Teeküchen sollen von den Mietern gemeinsam genutzt werden. So haben Horn und Tacke in einem der Räume, der zu einer Teeküche umfunktioniert werden soll, alte Fliesen entdeckt, die – lose verlegt – herausgenommen und umgesetzt werden können.

Bökervilla: Suche nach Gastronomen läuft weiter

Einen Gastronomen für den ebenfalls geplanten Glasanbau gibt es derweil noch immer nicht. „Wir hatten zwar Bewerber, aber das Konzept muss auch zur Villa passen“, erklärt Juliane Horn. Ein Imbiss passe nicht. Zumal die Erstellung des Glaspavillons nicht günstig werde, die Miete entsprechend hoch sei. Auf eine konkrete Summe kann sich Juliane Horn aber noch nicht festlegen. „Es ist momentan schwierig, Unternehmen zu finden, die adäquate Angebote machen. Die Baubranche boomt, viele Leute besinnen sich gerade auf ihr Heim und renovieren.“

Der Glasanbau soll ein paar Meter neben der Villa entstehen, erreichbar durch den Keller des alten Gebäudes, der sich als Veranstaltungsraum eigne. Ein gemütliches Weinkellerambiente solle dort entstehen, sagt Horn. Der Glasanbau sei der absolute Kontrast zur Villa, erklärt Vivien Tacke.

Hintergrund

Gebäude: Bis zum Jahr 2017 beherbergte die aus dem 19. Jahrhundert stammende und unter Denkmalschutz stehende Bökervilla die städtische Musik- und Kunstschule.

Instagram: Auf der Social-Media-Plattform Instagram nimmt die Firmengruppe Küpper regelmäßig ihre Follower mit auf ihre Baustellen. Interessierte können so einen Blick in die Bökervilla werfen. Hier geht es zum Instagram-Profil.

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