KOD hat ein Auge auf den Bökerspark

Bökerspark soll neuen Pavillon erhalten

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Bezirksvertretung erkennt in der Grünzone keinen Brennpunkt und ruft zu Spenden auf.

Remscheid. Die Bezirksvertretung (BV) Remscheid möchte, dass der kleine Pavillon im Bökerspark instandgesetzt oder erneuert wird. Der zentrale Punkt könnte der Grünzone zwischen Bökervilla und dem Parkdeck einen neuen Anstrich verleihen. Seit Jahren gilt diese als Problemzone.

Einer Anfrage der CDU folgend, machte die BV jetzt eine Bestandsaufnahme, die nicht so dramatisch ausfiel, wie es die Antragsteller vermutet hatten.

Im Ergebnis erkennen die Ordnungskräfte zwar die Schwierigkeiten an, die es dort bisweilen mit den Besuchern gibt, sehen aber keinen sozialen Brennpunkt. BV-Vorsitzender Otto Mähler (SPD) hatte sich im Park umgeschaut und stellte nach Gesprächen mit den Stammbesuchern fest: „Diese Menschen wollen nur etwas trinken. Von denen geht keine Gefahr aus. Sie berichten, dass es im Park schon mal Jugendliche gäbe, die für Unruhe sorgten.“ Daniel Pfordt, Leiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD). pflichtete Mähler bei, dass es sich bei der Trinkerszene nicht um Unruhestifter handele.

Pfordt berichtete, dass der KOD ein Auge auf den Bökerspark habe, immer wieder nach dem Rechten schaue. Zwischen dem 9. Juli und 28. Oktober führte die Stadt 59 Kontrollen durch, sprach dabei 24 mündliche Verwarnungen, aber nur wenige Platzverweise aus. Auch Hauptkommissarin Nicola Kehl las in der Polizeistatistik nichts, woraus sich größerer Handlungsbedarf für den Park in der Innenstadt ableiten ließe.

Zwischen dem 1. Januar und 2. November gab es im Bökerspark 19 Einsätze

Zwischen dem 1. Januar und 2. November wurden die Beamten dort zu 19 Einsätzen gerufen, aber nur elf zogen Maßnahmen nach sich. Es handelte sich um kleinere Körperverletzungen und Ruhestörungen.

Beatrice Schlieper (Grüne) fände es schade, wenn die Betroffenen gebrandmarkt würden: „Diese Klientel gehört zu unserer Stadtgesellschaft dazu.“ Schlieper betonte, dass es sich bei denjenigen, die sich tagsüber dort aufhalten, nicht um Obdachlose handele. „Die haben alle eine Schlafstelle.“ Aber, so fand die Stadträtin, den Betroffenen täte es gut, wenn sie sich im Park im Trockenen hinsetzen könnten.

Es war ein allgemein geäußerter Wunsch in der BV-Sitzung, den Pavillon instandzusetzen. Momentan ist er nicht mehr als ein nackter, überdachter Unterstand aus Holz - ohne Fenster und ohne Bänke. Letztere wurden irgendwann wohl mutwillig rausgerissen. Beatrice Schließer könnte sich vorstellen, über die Bezirksvertretung zu einer Spendenaktion aufzurufen, um einen neuen Treffpunkt hinzustellen.

Norbert Schmitz (CDU) hatte beim Pavillon eine ergänzende Idee: „Lassen Sie uns doch die Justizvollzugsanstalt in Lüttringhausen ansprechen.“ Denn die Häftlinge stellen in der Gefängniswerkstatt auch aus Holz viele handwerkliche Sachen her, die hinterher auf dem Weihnachtsbasar der Öffentlichkeit zugänglich sind. Schmitz erklärte auch seine Bereitschaft, aus eigener Tasche etwas beizusteuern.

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