Blutspende-Marathon

Sie sind die guten Seelen der Blutspende

Sie sorgen dafür, dass der Marathon zum Erfolg wird: (v. l.) die Ehrenamtlerinnen Anika Müller, Evelyn Müller, Britta Fahrentrapp, Angelis Vega, Ute Sieper, Angelika Buchholz, Marlies Mohrhenn, Karin Kleinjunge. Foto: Roland Keusch
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Sie sorgen dafür, dass der Marathon zum Erfolg wird: (v. l.) die Ehrenamtlerinnen Anika Müller, Evelyn Müller, Britta Fahrentrapp, Angelis Vega, Ute Sieper, Angelika Buchholz, Marlies Mohrhenn, Karin Kleinjunge.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Sie packen Lunchpakete, melden Spender an und sorgen für einen reibungslosen Ablauf am 16. August in Lennep.

Remscheid. Der Startschuss für den 8. Remscheider Blutspende-Marathon von DRK, RGA, Stadt Remscheid und Radio RSG fällt bereits am Samstag, 14. August, in Evelyn Müllers Partykeller in Radevormwald. Denn dort rücken die ehrenamtlichen Helferinnen und ein Helfer an, um in geselliger Runde 550 Lunchpakete zu packen. „Den Freitag, den 13. wollten wir nicht nehmen, das bringt Unglück“, erzählt Evelyn Müller, die den ehrenamtlichen Einsatz koordiniert – und alle anderen Frauen lachen.

Weil es durch die Pandemie erneut keine belegten Brötchen, Waffeln und Kaffee beim Blutspende-Marathon in der Halle Hackenberg geben darf, erhalten die Blutspender nach ihrer guten Tat eine Stärkung to go. In das wiederverwendbare Gemüsenetz packen die guten Seelen 250 Gramm abgepacktes Schwarzbrot, Frischkäse einen Apfel, eine 0,5-Liter-Flasche Wasser sowie zwei Süßigkeiten. Welche, das entscheidet Müller je nach bergischer Wetterlage. Ein Fahrer des DRK holt die gepackten Netze am Morgen des Marathons – Montag, 16. August – ab und bringt sie zur Sporthalle Hackenberg.

Gerade nach der Hochwasserkatastrophe zählt jede Blutspende

Dort werden die elf ehrenamtlichen Helferinnen und ein Helfer um 12.15 Uhr aufschlagen. Zwischen 13 und 20 Uhr läuft der 8. Blutspende-Marathon. Spender sollten einen Termin vereinbaren, aber wer sich spontan zur Blutspende entscheidet, werde nicht abgewiesen. „Jede Spende ist wichtig, gerade jetzt nach der Hochwasserkatastrophe. Wir schieben Spontanspender einfach dazwischen“, sagt Müller. Wichtig: Personalausweis mitbringen. Spenden darf jeder Gesunde ab 18 und bis zum Tag vor dem 75. Geburtstag. Das Team hofft, die 500 Blutspenden zu knacken.

Beim Marathon dabei sind neben Evelyn Müller Anika Müller, mit 19 die jüngste der Truppe und Enkelin von Evelyn Müller, die „Dienstälteste“ Britta Fahrentrapp (78), Angelis Vega, Ute Sieper, Karin Kleinjunge, Angelika Buchholz, Marlies Mohrhenn, Brigitte und Roland Kotthaus sowie eine neue Helferin, Ursula Drewes. Zu den guten Seelen zählt zudem Renate Ufert, die bereits seit 35 Jahren dabei ist, aber aktuell nicht aktiv sein kann. Gemeinsam sorgt die Gruppe für einen reibungslosen Ablauf der DRK-Großveranstaltung – ohne diese freiwilligen Helfer gebe es keinen Marathon.

Denn sie kümmern sich um die Anmeldung am Computer, lotsen die Spender zu den vier bis fünf Ärzten, behalten von der Balustrade aus leere Spenderliegen im Blick, begleiten die Lebensretter auf ihrem Weg durch die Stationen und stellen sicher, dass die Hygieneregeln eingehalten werden. Zum Glück seien nun alle Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler geimpft. „Ich habe durchgesetzt, dass wir einen Raum bekommen, in dem wir mal mit einem Kaffee auftanken können“, sagt Evelyn Müller, die im 17. Jahr dabei ist.

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Für ihre Enkelin Anika ist es Ehrensache, dass sie ihrer Oma hilft – und das bereits seit dem ersten Marathon. „Das finde ich vorbildlich“, lobt Britta Fahrentrapp, die die Gemeinschaft schätzt. Und auch Angelika Buchholz findet es gut, über das Ehrenamt immer wieder neue Leute kennenzulernen. Da darf auch das eine oder andere Späßchen mit den Stammspendern nicht fehlen. „Es muss schon harmonieren in der Gruppe“, fügt Ute Sieper hinzu. „Von daher bin ich mit euch voll zufrieden“, sagt sie in die Runde – und alle lachen wieder. Man merkt: Die Frauen haben Spaß, in ihrer Freizeit gemeinsam für die gute Sache einzustehen.

Wenn der Tag gut gelaufen ist, hat man ein gutes Gefühl.

Britta Fahrentrapp

Am Marathon-Abend haben die guten Seelen dann um 21 Uhr Feierabend. „Dann trinken wir noch einen Schluck Sekt“, sagt Müller. Den haben sich die Ehrenamtlerinnen und der eine Ehrenamtler dann auch redlich verdient. „Wenn der Tag des Marathons gut gelaufen ist, hat man auch selbst ein gutes Gefühl“, sagt Fahrentrapp.

Mitmachen: Wer bei der ehrenamtlichen Blutspende-Gruppe mitmachen möchte, kann sich beim DRK-Kreisverband melden: Tel. 9 23 50.

Der Marathon

Der 8. Remscheider Blutspende-Marathon von RGA, DRK, Stadt Remscheid und Radio RSG steigt am Montag, 16. August. Zwischen 13 und 20 Uhr können Blutspender in der Halle Hackenberg in Lennep spenden. Terminbuchung: blutspendedienst-west.de/m/Sporthalle-Hackenberg

Spontane können auch ohne Termin kommen.

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