Pandemie

Blumen tun in Corona-Zeiten gut

Katja und Ralf Frings, Mitinhaber von Blumen Röttger am Hasten, können ihre Blumen wegen der eisigen Kälte nicht vor ihrem Geschäft präsentieren. Drinnen können auch Valentinstagssträuße bestaunt und gekauft werden. Foto: Roland Keusch
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Katja und Ralf Frings, Mitinhaber von Blumen Röttger am Hasten, können ihre Blumen wegen der eisigen Kälte nicht vor ihrem Geschäft präsentieren. Drinnen können auch Valentinstagssträuße bestaunt und gekauft werden.

Floristen profitieren von der Krise – Preise steigen um den Valentinstag

Von Katharina Birkenbeul

Remscheid. Momentan ist es aufgrund der Wetterlage zwar ruhiger bei den Floristen in der Stadt. Das Geschäft läuft aber trotz der anhaltenden Corona-Krise gut. „Blumen tun auch in diesen Zeiten der Seele gut“, sagt Ralf Frings, Geschäftsmitinhaber von Blumen Röttger am Hasten.

„Wir sind gut durch die Zeit gekommen, und wir profitieren von der Krise“, beschreibt Frings die Situation der Floristik-Fachgeschäfte. Kurz vor dem Valentinstag und bei solchem Wetter sei standardmäßig weniger los. Der Lieferservice hingegen werde deutlich mehr genutzt als vor der Corona-Krise.

„Die Leute können nicht raus, deshalb machen sie es sich mit Blumen zu Hause nett.“ 

Andrea Schulz-Strobl, Blumen Uellendahl

„Sogar deutschlandweit. Personen rufen bei uns von überall an und bestellen Blumen für Oma, Mama oder Freunde, die in Remscheid wohnen“, erklärt Frings. „Die Leute brauchen Blumen für sich selbst oder zum Bedanken. Geld, das sie überhaben, stecken sie dann in Pflanzen“, nennt der Mitinhaber des alten Familienunternehmens als Grund der immer noch hohen Nachfrage. Was fehlt, sind allerdings die Umsätze der Eventfloristik: Feiern wie Hochzeiten, Geburtstage oder auch Weihnachten konnten nur im kleinen Rahmen gefeiert werden.

Das vielfältige Angebot von Blumen Röttger habe in der Krise nicht abgenommen. Lieferschwierigkeiten der Blumen, von denen andere Floristen in dieser Zeit berichteten, gebe es keine. „Wir fahren selber nach Straelen am Niederrhein an der Grenze zu Holland oder ins niederländische Venlo, um unsere Blumen abzuholen. Dort bekommen wir alles, was wir anbieten.“

Dass die Preise in den vergangenen zwei oder drei Wochen gestiegen seien, hänge nicht mit Corona zusammen, sondern mit dem Valentinstag am 14. Februar. Dafür könnten die Händler Schnittblumen absichtlich zurückhalten und dann zu einem doppelten Einkaufspreis an die Blumenläden verkaufen.

Remscheid: Blumen müssen gegen die eisige Kälte geschützt werden

Dass immer noch viele Blumen gekauft werden, bestätigt auch Andrea Schulz-Strobl, Floristin bei Blumen Uellendahl in Lüttringhausen: „Die Leute können nicht raus, deshalb machen sie es sich mit Blumen zu Hause nett.“ Der Andrang sei gleich geblieben – sowohl im Geschäft als auch bei den Auslieferungen, die Uellendahl schon vor der Krise angeboten hat.

Ihr Angebot mussten sie allerdings reduzieren. Kerzen, Kissen und ähnliche Dinge dürfen nur an der Tür abgeholt oder geliefert, nicht jedoch im Geschäft gekauft werden. „Wir können uns nicht beklagen, wir dürfen öffnen“, ist sich Schulz-Strobl bewusst. Dafür hat Blumen Uellendahl ein Einbahnstraßensystem entwickelt. Die Eingangstür fungiert dabei als Eingang, Ausgang ist hingegen am ursprünglichen Lieferanteneingang. „Daran halten sich aber trotz Schilder nicht alle, das ist ärgerlich“, sagt die gelernte Floristin.

Damit die frischgekauften Schnitt- und Topfblumen bei den Minusgraden nicht erfrieren, werden sie bei Uellendahl mit Papier eingewickelt. „So ist es möglich, auch bei -7 Grad die Blumen mit nach draußen zu nehmen für kurze Zeit. Ansonsten behelfen wir uns mit mehreren Lagen Zeitungspapier.“

Frings berät die Kunden zu Frostschutz individuell. „Wir fragen, wann die Blumen übergeben werden und suchen dann eine Lösung gegen die Kälte.“ Draußen oder im Auto dürften die Pflanzen auf jeden Fall nicht lange sein. Beim Versuch, die Blumen vor Frost zu schützen, solle aber nicht vergessen werden, sie ausreichend mit Wasser zu versorgen.

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