Wahrzeichen im Südbezirk

„Blauer Mond“: Montage am Freitag

Martin Gerhardts sorgt für das blaue Leuchten.
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Martin Gerhardts sorgt für das blaue Leuchten.

Weil das Zelt noch nicht wie geplant abgebaut werden kann, soll der Kopf des „Blauen Mondes“ auf dem Aldi-Parkplatz Burger Straße nun bis Freitag aufgerichtet werden.

Remscheid. Das teilt Martin Gerhardts mit. Der Beleuchtungsexperte will dann auch am Freitag mit der LED-Montage am „MW“ starten. Die Inbetriebnahme ist für 24. Juli geplant. -mw-

+++ Update, 20. Juni +++

„Blauer Mond“: Bald startet die LED-Montage

Kostenexplosion und Lieferengpässe machen auch vor dem „Blauen Mond“ nicht Halt.

Verhüllt wie ein Christo-Kunstwerk: der „Blaue Mond“.

Remscheid. Wie der Vorsitzende des Fördervereins MannesmannHaus, Prof. Dr. Horst A. Wessel, mitteilt, hat die enorme Kostensteigerung beim Unternehmen Aldi, dem der Turm gehört, zu langwierigen Abstimmungen bei den zuständigen Abteilungen geführt. „Nun scheinen jedoch die weiteren Arbeiten – Sandstrahlen und Streichen des Turm-Kopfes – freigegeben worden zu sein“, sagt Wessel. Laut Aldi soll spätestens Ende Juni das mit der Montage der Beleuchtungsanlage beauftragte Remscheider Unternehmen Gerhardts mit der Befestigung der LED-Anlage in Mannesmann-Blau starten. Sprich: in den nächsten Tagen. Anschließend wird der Kopf auf dem Turm befestigt.

Das für die Beleuchtung benötigte Geld ist durch Spenden komplett zusammengekommen. Inzwischen wurde bereits eine Abschlagszahlung für die Beschaffung der Materialien geleistet. Außerdem sei auf den Antrag des Vereins hin der Schutz des Denkmals „Mannesmann-Turm“ auf die neue Lichtanlage ausgedehnt worden, berichtet Wessel. -mw-

+++ Update, 24. März +++

Er versteckt sich hinter blauer Schmutzfangfolie, die um den Bauzaun gespannt wurde. Es handelt sich dabei laut der Stadtverwaltung um die ersten vorbereitenden Maßnahmen. Danach wird entrostet, lackiert, die Beleuchtung angebracht. Bis Ende April soll der Turm stehen. -mw-

+++ Update, 23. Februar +++

Das Wahrzeichen im Südbezirk wird auf Vordermann gebracht, dann aufgerichtet: Martin Gerhardts könnte die Leuchten anbringen.

Die Spendenbereitschaft für den „Blauen Mond“ reißt nicht ab. Darüber freut sich die Interessengemeinschaft sehr. „Es ist überwältigend. Die Spenden beginnen bei 25 Euro und enden bei 1000“, sagt Prof. Dr. Horst A. Wessel, Vorsitzender des Fördervereins MannesmannHaus und IG-Mitglied. Die benötigten 25.000 Euro habe man schon fast erreicht. „Sollte etwas übrig bleiben, werden wir das für eine Ausgestaltung des Parks mit Bänken und Informationstafeln und gegebenenfalls für die Stromkosten verwenden.“

Die Gespräche zwischen dem Elektrounternehmen, Aldi und der Stadt sowie zwischen Stadt und Aldi liefen. Die bisherigen Ergebnisse ließen darauf hoffen, dass die Verwaltung alle noch offenen Fragen rechtzeitig bis Anfang April klären und auch die vertragliche Vereinbarung mit Aldi treffen könne. -mw-

+++ Update, 15. Februar +++

Remscheid. Mit Martin Gerhardts hat der Förderverein einen Lichttechniker gefunden, der die LED-Technik anbringen kann. Lösung für die Finanzierung zeichnet sich ab. Die Frikadellen seien bereits bestellt, die Bezirksvertretung habe schon den Sekt kaltgestellt, erklärte OB Burkhard Mast-Weisz (SPD) am Montag bei einem Gespräch mit der Interessengemeinschaft Blauer Mond, Baudezernent Peter Heinze, Sachbereichsleiter Jörg Schubert und den politischen Vertretern des Südbezirks, Stefan Grote (SPD) und Sven Chudzinski (FDP) zur Beleuchtung des „Blauen Monds“.

„Wir tun alles, damit die Beleuchtung rechtzeitig vor der Wiederaufrichtung Ende April 2022 installiert werden kann und der ,Blaue Mond‘ noch in diesem Frühjahr wieder über Remscheid leuchtet“, betonte der OB. Außerdem bekräftigte er seine Bereitschaft, die für das Projekt zugesagten Mittel in Höhe von 3000 Euro eventuell zu verdoppeln. Prof. Dr. Horst A. Wessel von der Interessengemeinschaft erklärte, dass die erfreuliche Spendenbereitschaft Anlass dazu gebe, dass dies nicht erforderlich sei. Das Beleuchtungsunternehmen Gerhards legt nun der Eigentümerin des Turms, Aldi, seine Konstruktionsunterlagen vor, damit diese die Statik bewerten und die Ausführung freigeben kann. Mit Aldi erarbeitet Jörg Schubert zudem die vertragliche Vereinbarung über die Montage und den Betrieb der neuen Beleuchtungsanlage. mw

foerderverein-mannesmannhaus .jimdofree.com

Unser Artikel vom 13. Februar: Blauer Mond: Spitze des Mannesmann-Turms soll nachts blau leuchten

Von Andreas Weber

Remscheid. Bis zum 25. April muss Aldi den gefallenen Mannesmann-Turm an der Burger Straße in die Senkrechte befördern. In den nächsten Tagen, erklärt Franziska Bach, bei Aldi Nord in Rade für Immobilien und Expansion zuständig, werde sich ein Unternehmen im Auftrag der Discounterkette an die Aufgabe machen, den Stahlrecken aufzupeppeln und auf die Füße zu verhelfen. Mit vorbereitenden Maßnahmen und Sandstrahlen werde es losgehen. Für die nicht unter Denkmalschutz stehende Beleuchtung ist Aldi nicht zuständig, aber auch beim Neonlicht zeichnet sich eine Lösung ab, die allerdings schnell umgesetzt werden müsste.

„Blauer Mond“: So geht es nun weiter

Denn das blaue LED mit insgesamt 120 Laufmetern müsste angebracht werden, solange der Turm am Boden ruht. Steht der Riese, wird es schwierig, in 59 Metern Höhe neue LED-Leuchtstoffröhren zu installieren. Der Mann, der alles plant und eingestielt hat, heißt Martin Gerhardts. Der 54-Jährige will den „blauen Mond“ strahlen lassen. Gerhardts, staatlich geprüfter Techniker, bietet in seiner Firma an der Trecknase Werbetechnik und Leuchtmittel an, ist beruflich in der LED-Technik zuhause.

Im Frühherbst letzten Jahres brachte Gerhardts den Stein ins Rollen, als er über einen anderen Auftrag mit der regen Turm-Initiative um Bernd Schützeberg in Kontakt kam. Für Gerhardts als geschichtsinteressiertem Remscheider war klar, dass das Industriedenkmal ohne seine weithin sichtbare blaue Beleuchtung nicht mal die Hälfte wert ist. Am 21. August 1961 von den Mannesmann-Töchtern Ruthilt und Rosalie eingeschaltet, gehörte der Turm mit dem blau leuchtenden Schriftzug über Jahrzehnte zur Silhouette von Remscheid.

Maximal 30 000 Euro wird die Beleuchtung kosten

Gerhardts bot sich als Dienstleister an, beschäftigte sich intensiv mit dem seit Jahren vor sich hinrottenden Turm auf dem Aldi-Parkplatz, bastelte eine technische Lösung, blockte bei einem belgischen Hersteller die erforderlichen LED-Leuchtmittel und gab ein Angebot ab. 22 800 Euro würde die Investition in die weithin sichtbare Strahlkraft der Initialen MW kosten, sofern die alten Blechkästen, hinter denen sich die Leitungen verbergen, an der Spitze bleiben dürfen. Laut einem Gutachten müssen diese jedoch abmontiert werden, weil der Turm dadurch bei starkem Wind instabil werden könnte. Deshalb muss Gerhardts eine neue Lösung für die Befestigung hoch oben finden.

Die fällt allerdings etwas teurer aus. Schützeberg, seine Mitstreiter und der Förderverein MannesmannHaus gehen maximal von 30 000 Euro aus. Die Förderer haben fleißig gesammelt, werben aktuell mit einem blauen Flyer um Unterstützung und haben eine niedrige fünfstellige Summe beisammen. Sie sind zuversichtlich, noch mehr aus privater Hand zu akquirieren und den erforderlichen Betrag zudem mit etwas städtischer Unterstützung aufbringen zu können. Im Gespräch ist, dass die Stadt sich mit ein paar Tausend Euro engagiert. „Wir kriegen das hin“, ist Bernd Schützeberg überzeugt, dass keine Fördertöpfe angezapft werden brauchen. Mit diesen hatte die Stadt geliebäugelt und das NRW-Sonderprogramm „Heimat“ ins Spiel gebracht.

Um aber einen Antrag auf den Weg zu bringen und einen Bewilligungsbescheid vor dem Wiederaufbau des Turms zu erhalten, ist es viel zu spät. Am 21. Januar hatten sich die Beteiligten bei einer Zoom-Konferenz mit Baudezernent Peter Heinze ausgetauscht, die restlos frustrierte Mannesmänner zurückließ. Denn die Stadt wollte das Thema vor sich herschieben, regte an, erst den Turm aufzustellen, Monate später mit dann vielleicht bewilligten Fördermitteln die Beleuchtung einzubauen.

Verantwortung liegt bei OB Mast-Weisz

Dies wäre aber völlig widersinnig. „Es würde die Kosten mit Sicherheit weit mehr als verdoppeln“, gibt Martin Gerhardts zu bedenken. Denn Kräne mit Arbeitsbühne für diese enorme Höhe sind auf dem Markt nur schwer und mit immensem zeitlichen Vorlauf verfügbar, zum anderen wären sie kostspielig. Der Arbeitsvorgang würde deutlich mehr Zeit verschlingen, als wenn die Installation – wie es Gerhardts vorhat – in drei Tagen locker am Boden vorgenommen werden könnte. „Wir würden uns unmöglich machen, wenn die Beleuchtung erst später kommt“, schimpft Bernd Schützeberg.

Weil sich die Bildschirmrunde am 21. Januar im Kreise drehte, wandte sich Schützeberg an Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Kämmerer Sven Wiertz. Seither ist der erhoffte Druck im Kessel. „Seit der blaue Mond Chefsache in der Verwaltung geworden ist, bin ich zuversichtlich, dass wir die Beleuchtungsfrage zeitnah hinkriegen“, ist Schützeberg wieder optimistisch.

Am Montag wird es ein erneutes Treffen zum blauen Mond geben – mit dem Ziel, zeitnah die von vielen Remscheidern ersehnte Erleuchtung zu ermöglichen. Burkhard Mast-Weisz versicherte dem RGA, dass man den Verein unterstützen werde: „Wir wollen das Thema so schnell wie möglich vom Tisch haben.“

Hintergrund

Der Turm auf dem Aldi-Parkplatz an der Burger Straße war bei einem Sturm am 31. März 2015 ins Wanken geraten. Stahlelemente hatten sich gelockert. Das früher beleuchtete Wahrzeichen wurde zur Sicherheit demontiert. Danach reckte sich der Riese mit dem Signet „MW“ nur noch bis auf 40 Meter, wo Vodafone eine Basisstation mit allen drei Netzen inklusive LTE hatte. Schließlich wurde der Turm ganz flachgelegt.

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