Für den guten Zweck

Bewohner und Tätowierer sind begeistert

Bei der Tattoo-Convention für den guten Zweck konnte man sich auch ein Piercing stechen lassen.
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Bei der Tattoo-Convention für den guten Zweck konnte man sich auch ein Piercing stechen lassen.

Tattoo-Convention im Alloheim Seniorenresidenz „Am Klinikum“. Die Hälfte der Einnahmen sollen an das Kinderhospiz in Wuppertal gehen.

Von Sabine Naber

Remscheid. Geplant war sie schon vor zwei Jahren, aber erst am Freitag konnte zur ersten Tattoo-Convention ins Alloheim Senioren-Residenz „Am Klinikum“ an der Burger Straße eingeladen werden.

„Unsere Bewohner und auch die Mitarbeiter haben sich darauf gefreut. Und seit dem Start heute Morgen wird das Angebot supergut genutzt“, freut sich Leiterin Alexandra Bläsing. Die Idee dazu hatte Frank Loseries, Leiter des Sozialen Dienstes, der auch den Kontakt zum Tattoo-Studio in Dahlerau hergestellt hatte. Die Hälfte der Einnahmen vom Freitag sollen dem Kinderhospiz in Wuppertal zu Gute kommen.

Bewohner Til-Niklas Küster hat sich einen Fisch als Motiv ausgesucht, weil sein Sternzeichen der Fisch ist. Er lässt sich am linken Oberarm tätowieren. „Es tut nicht weh, aber man merkt es“, sagt er und zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Pflegerin hat sich ein kleines Tattoo stechen lassen - passend zum Beruf

Sarah arbeitet im Bereich der jungen Pflege im Alloheim. Das ist eine stationäre Pflege, die sich an Menschen im Alter von 18 bis 65 richtet, die ihr Leben etwa aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit nicht mehr eigenständig gestalten können. Sie hat sich für ein kleines Stethoskop in Schulternähe entschieden. „Es soll ja auch zu meinem Beruf passen“, erklärt sie. Tätowierer Kris Thies hat damit kein Problem. „Aber es gibt auch Sachen, zum Beispiel Porträts in Farbe, die ich nicht mache“, stellt er klar.

Verbotene Farben - Das Tattoo-Jahr wird „black and grey“

Nicht tätowieren, aber piercen am Ohr ließ sich Josephine Skorupa, die im Aufnahmemanagement arbeitet. „Ich finde die Idee, die Tätowierer ins Haus zu holen, megagut. Viele Bewohnerinnen und Bewohner können sich ja nicht vorstellen, in ein Studio zu gehen.“ Sie selbst hatte sich vor dem Piercing bei Lars Börner vorsichtshalber nach einer Vollnarkose erkundigt. „Die gab es natürlich nicht. Aber ich hätte sie brauchen können. Der Knorpel am Ohr war superhart“, hieß ihr Fazit.

Christian (40) hatte den Plan, sich ein Herz tätowieren zu lassen. Aber kurz vor dem improvisierten Tattoo-Studio verließ ihn ein wenig der Mut. „Das wird bestimmt schön. Und deiner Verlobten wird es gefallen“, munterte ihn Frank Loseries auf.

Auch für die drei Tätowierer war der Einsatz im Pflegeheim etwas Neues. „Es ist super und eine richtig coole Idee. Keine Frage, dass wir dabei sind. Wir haben uns auf den Tag gefreut, es ist ja immer schön, wenn man jemandem eine Freude machen kann.“

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