Pandemie

Besuchsregelung im Sana Klinikum sorgt für Ärger

Im Remscheider Sana Klinikum gelten nach wie vor strenge Corona-Besuchsregeln, Ausnahmen sind aber möglich, sagt der Leiter der Krankenhaushygiene Axel Carl Druckrey. Fotos: Sana/ Roland Keusch
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Im Remscheider Sana Klinikum gelten nach wie vor strenge Corona-Besuchsregeln,

Eine strenge Vorgabe erlaubt wegen der Corona-Pandemie nur einen Besucher für den ganzen Aufenthalt im Sana Klinikum.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Die aktuelle Besuchsregelung im Remscheider Sana-Klinikum sorgt für Ärger und Unverständnis. Coronabedingt dürfen Patienten derzeit nur nachmittags zwischen 15 und 18 Uhr Besuch empfangen, maximal für eine Stunde und maximal ein Besucher. Doch auch tags drauf darf kein anderer vorbei schauen, es gelte „ein fester Besucher pro Patient für den gesamten Klinikaufenthalt“, heißt es auf der Internetseite des Krankenhauses.

Das sei weltfremd und auch übertrieben, findet eine RGA-Leserin, die sich in der Redaktion gemeldet hat. Schließlich gelte 2G-Plus und Maskenpflicht. Und die Beschränkung auf nur eine Besuchsperson sei sicher nicht im Sinne der Patienten und deren Angehörigen. In ihrem Fall liegt ein naher Verwandter mit einer schweren Erkrankung in der Klinik, der Aufenthalt wird wohl länger dauern. Und die Familie müsse nun entscheiden, ob sie ihn besuchen darf oder seine Lebensgefährtin. „Ich habe doch auch nicht jeden Tag Zeit“, sagt die Leserin. „Und seine Lebensgefährtin möchte ihn ja natürlich auch mal sehen.“

Ausnahmen von den strengen Corona-Besuchsregeln sind aber möglich, sagt der Leiter der Krankenhaushygiene Axel Carl Druckrey.

Axel Carl Druckrey, der Leiter der Krankenhaushygiene, bestätigt diese „weiterhin strenge Besuchsregelung“, die dem „Schutz von Patienten, Besuchern und Mitarbeitern“ diene: „Als medizinische Einrichtung sind wir auch weiterhin gefordert, eine besondere Sorgfalt im Umgang mit der Pandemie walten zu lassen.“ Das sei so auch mit dem Gesundheitsamt abgestimmt.

Auch andere Krankenhäuser haben strenge Besuchsregeln

Die Regelung sei aber nicht in Stein gemeißelt, lässt Druckrey durchblicken. Zum einen sei es möglich, den auf der Besuchsliste hinterlegten Besucher während des Aufenthalts zu ändern. Zum anderen könne das Krankenhaus die Regelung bei Bedarf aufweichen. „Selbstverständlich ermöglichen unsere Ärzte in besonderen Situationen zum Beispiel bei Geburten, kritisch Erkrankten oder in Sterbefällen Ausnahmen und zusätzliche Besuchsmöglichkeiten.“ Der richtige Ansprechpartner dafür sei der behandelnde Arzt, der dies entscheiden könne.

So hat auch die betroffene RGA-Leserin inzwischen eine Lösung gefunden, die Lebensgefährtin ihres Verwandten wurde zwischenzeitlich ebenfalls auf die Besucherliste eingetragen. Beide müssen sich nun nur absprechen, nicht gleichzeitig zu Besuch zu kommen.

Ein Blick in die Nachbarschaft verrät: Auch andere Krankenhäuser haben nach wie vor verhältnismäßig strenge Besuchsregelungen. Die Helios-Klinik in Wuppertal lässt beispielsweise ebenfalls nur Besuche in einem festen Zeitfenster am Nachmittag zu, immerhin können hier zwei feste Besucher hintergelegt werden, die aber auch nur einzeln vorbei schauen dürfen. Und im städtischen Klinikum Solingen ist nur ein Besucher pro Zimmer für maximal 45 Minuten erlaubt. Und das frühestens ab dem sechsten Tag des stationären Aufenthaltes.

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