ISG startet Aktion für ganz Remscheid

Bergshoppen bringt Händler ins Internet

Die „doppelte“ Susanne Bollmann: Die ISG Alleestraße mit Ralf Wieber hat das Bergshoppen ins Leben gerufen. Foto: wey
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Die „doppelte“ Susanne Bollmann: Die ISG Alleestraße mit Ralf Wieber hat das Bergshoppen ins Leben gerufen.

Wenn Susanne Bollmann in ihrem Geschäft in der Hindenburgstraße Hüte macht, dann nicht nur für den zukünftigen Besitzer der Kopfbedeckung.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Über das Internet lässt die Hutmacherin oftmals ein paar hundert Fans teilhaben. Für Bollmann ein wichtiges Medium, um mit Kunden in Kontakt zu bleiben. Und eines, das dank der Aktion Bergshoppen bald auch andere Remscheider Einzelhändler nutzen können.

Unter dem Label sollen Remscheider Einzelhändler gemeinsam den Weg in die Sozialen Netzwerke finden. Den Start machen kleine Firmen-Porträts, die die Agentur anhand von Fragebögen erstellt. Rund 20 Händler machen in einem ersten Schritt mit.

Hinter Bergshoppen steht die Immobilien- und Standortgemeinschaft Alleestraße (ISG), die sich bewusst auch an Akteure jenseits Remscheids wichtigster Einkaufsstraße wendet. Als man das Konzept entwickelt habe, kam schnell die Idee, es auf die ganze Innenstadt auszuweiten, berichtet ISG-Geschäftsführer Ralf Wieber. „Und dann haben wir uns gefragt: Warum nicht der Hasten? Oder Lennep und Lüttringhausen.“

Angedacht sei das Projekt für etwa vier Monate, bis ins Weihnachtsgeschäft, berichtet Wieber. „Danach gucken wir: Was hat das gebracht?“ Finanziert wird es bis dahin aus Mitteln der ISG, die frei wurden, weil das Kinderfest ausfiel. Dabei sehen sich Wieber und seine Mitstreiter als Geburtshelfer. Nutzen und mit Inhalt füllen müssen die Einzelhändler das Projekt. Unterstützung gibt es von der jungen Remscheider Agentur UX4C, die sich als „Webagentur mit primär kultur- und geisteswissenschaftlicher Ausrichtung“ sieht. Und die die ISG auf Empfehlung von Christoph Imber von der Gründerschmiede ins Boot holte. Mitinhaberin Theresa Schnurbus helfe Händlern auch bei grundsätzlichen Fragen zu Internet und Social Media, sagt Oliver Haarmann, der das Projekt mit anschiebt.

Entwicklung hängt vom Input der Händler ab

Wie sich Bergshoppen entwickeln wird, hängt vor allem von den Händlern und ihrem Input ab, betonen Wieber und Haarmann. Denkbar sei zum Beispiel, dass einige Geschäfte auf diesem Weg ihren Online-Auftritt ausbauen. „Wäre die Testphase erfolgreich, könnte die Agentur eigenständiger agieren“, sagt Haarmann – und denkt an Videos oder andere Inhalte, die die Händler mit UX4C produzieren. Auch die extra erstellte und frisch online geschaltete Internetseite bergshoppen.de, im Moment noch ein eher spärlich gefülltes Sammelbecken für die kleine Unternehmensportäts, biete die Möglichkeit, sich als Plattform zu entwickeln.

Weil man unbedingt zur Aktion Heimatshoppen, das kommenden Freitag und Samstag Kunden in die Geschäfte locken soll, an den Start gehen wollte, sei noch nicht alles fertig, gibt Wieber zu. Doch ein Anfang sei gemacht. Die Resonanz bei den Händlern, vom Friseur in Hasten bis zum F(l)air-Weltladen in Lüttringhausen, sei gut, befindet Haarmann.

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