Städtedreieck

Bergisches Servicecenter soll bald besser erreichbar sein

Zwar ist die Nummer nicht mehr unterdrückt, mit dem Notruf Tel. 110 wird aber nicht angerufen. Das sind dann Betrugsanrufe.
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In der Pandemiezeit gab es circa 1,7 Millionen Anrufe pro Jahr.

Eine Arbeitsgruppe soll bis zum Sommer Verbesserungsvorschläge machen.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Die Erreichbarkeit des Bergischen Servicecenters soll noch in diesem Jahr verbessert werden. Das berichtete Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz im Hauptausschuss. Die drei bergischen Großstädte, die das telefonische Eingangsportal zu den jeweiligen Stadtverwaltungen gemeinsam betreiben, hätten eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die bis zum Sommer Verbesserungsvorschläge machen soll, so der OB: „Es gibt einen klaren Fahrplan.“

Dem vorausgegangen war eine Anfrage der CDU. Die Ratsfraktion verwies dabei unter anderem auf lange Wartezeiten von Anrufern und Überlegungen der Stadt Solingen, aus dem gemeinsamen Projekt auszusteigen. Man habe gehört, das liege auch an einem auffällig hohen Krankenstand und unbesetzten Stellen, sagte CDU-Fraktionschef Markus Kötter in der Sitzung: „Wir möchten wissen, ob das wirklich so schlimm ist.“

Die Zahl der Anrufe ist in der Pandemie stark gestiegen

OB Mast-Weisz antwortete darauf nur für den Remscheider Teil: Von den sieben Stellen, die man fürs Servicecenter stellen müsse, seien derzeit 6,5 besetzt. „Wir versuchen immer, freie Stellen schnell nachzubesetzen.“ Das sei aber oft gar nicht so einfach, auch weil die Arbeit im Servicecenter durchaus unangenehme Seiten habe: „Da laufen ja nicht nur Fragen, sondern auch Beschwerden auf. Das ist nicht immer vergnügungssteuerpflichtig.“

Als Hauptgrund für die aktuell schlechte Erreichbarkeit machte der OB insbesondere die deutlich gestiegene Anzahl von Anrufen aus: In der Zeit der Pandemie sei das Aufkommen von rund 700.000 auf etwa 1,7 Millionen pro Jahr gestiegen. „Und wir wissen nicht, wie viele auflegen, weil ihnen die Wartezeit zu lang ist.“

Mögliche Lösungen für dieses Problem solle nun eine Arbeitsgruppe erarbeiten, deren Einrichtung bei einem Treffen der Stadtspitzen vereinbart wurde. Mehr Personal sei aber nicht angedacht, machte Mast-Weisz deutlich: „Ziel ist es, mit der gleichen Personaldecke effizienter zu werden.“ Dafür könnten zum Beispiel organisatorische Abläufe verändert, ein Ticketing System eingeführt und die redaktionelle Vorbereitung durch die drei Stadtverwaltungen verbessert werden. Ziel sei es, Bearbeitungs- und damit Wartezeiten zu verkürzen.

Von Remscheider Seite gebe es ein „klares Ja zum Bergischen Servicecenter und zur bergischen Zusammenarbeit“, betonte der Oberbürgermeister. Und auch dass sich die Solinger wirklich aus dem Projekt verabschieden, sei kaum zu befürchten: Beim Treffen zum Servicecenter habe der Vertreter der Stadt Solingen, der Büroleiter des Oberbürgermeisters, das Wort Ausstieg nicht in den Mund genommen.

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