Symphoniker

Bergisches Orchester trotz Minus weiterhin gesichert

Die Bergischen Symphoniker - hier die Marching Band beim Philharmonischen Konzert im Teo Otto Theater in dieser Woche - erhalten in den nächsten beiden Spielzeit wieder einen Sonderschuss in Höhe von 250 000 Euro.
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Die Bergischen Symphoniker - hier die Marching Band beim Philharmonischen Konzert im Teo Otto Theater in dieser Woche - erhalten in den nächsten beiden Spielzeit wieder einen Sonderschuss.
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Kurzarbeitergelderstattung lässt das Minus geringer als befürchtet ausfallen.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Minus 2,5 Millionen Euro – diese Zahl steht unterm Strich nach der Spielzeit 2020/2021 der Bergischen Symphoniker. Auch, wenn es ein Minus ist: Die Bilanz fällt besser aus als noch ein Jahr zuvor. Damals lag die Unterdeckung bei Minus 3,6 Millionen Euro. Eigentlich war man von einem Fehlbetrag von 2,9 Millionen Euro ausgegangen. Das deutlich über Plan liegende Ergebnis ist auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Kurzarbeitergelderstattungen zurückzuführen, heißt es von der Gesellschafterversammlung dazu.

Das bietet die neue Spielzeit im Teo Otto Theater

Sonderzuschuss: Die Mitglieder des Hauptausschusses und des Ausschusses für nachhaltige Entwicklung, Digitalisierung und Finanzen segneten am Donnerstagabend nicht nur das Jahresergebnis ab, sondern auch den Sonderzuschuss zur Liquiditätssicherung des bergischen Orchesters. Dieser beträgt 250 000 Euro und wird nun auch für die Spielzeiten 2022/2023 und 2023/2024 wird.

Betriebskostenzuschuss: Auch der Zahlung des jährlichen Betriebskostenzuschusses in Höhe von 1,65 Millionen Euro erteilten die Ausschussmitglieder grünes Licht. Somit ergeben sich erneut die bewährten 1,8 Millionen Euro, die Remscheid und auch Solingen stets zum Ausgleich an das bergische Orchester überweisen. „Die Städte stehen zu ihrem Wort und lassen uns nicht im Stich, dafür sind wir sehr dankbar“, hatte der Symphoniker-Geschäftsführer Stefan Schreiner bereits in einem vorigen Interview erklärt. Die Zahlungen seien auch in Coronazeiten unverändert geflossen.

Hintergrund: Die Städte Remscheid und Solingen haben im Jahr 2018 mit dem Land NRW eine Fördervereinbarung zur Stärkung der Finanzierung der Bergischen Symphoniker geschlossen. Diese erhalten durch die Fördervereinbarung jährlich eine Landeszuweisung in Höhe von 456.287 Euro.

Die Fördervereinbarung hat eine ursprüngliche Laufzeit bis einschließlich der Spielzeit 2021/2022 und soll bis zum 31. Dezember 2023 im Rahmen einer Änderungsvereinbarung verlängert werden. Im Rahmen dieser Fördervereinbarung verpflichten sich die Gesellschafter, den Betriebskostenzuschuss in Höhe von 1,6 Millionen Euro je Gesellschafter zu zahlen. Weiterhin verpflichten sich die Gesellschafter, bis einschließlich der Spielzeit 2023/2024 den Liquiditätszuschuss in Höhe von 250 000 Euro je Gesellschafter zu zahlen.

Besucherumfrage: Warum gehen nach Corona weniger Gäste ins Theater? 

Soli: Auch der „Orchester-Soli“ soll weiter fließen. Die Höhe des Betrages richtet sich nach den tatsächlichen Einnahmen. Mit Beginn der Spielzeit 2018 hatte der Stadtrat für Konzerte und Musikveranstaltungen unter Beteiligung der Bergischen Symphoniker den Solidaritätsbeitrag für die Symphoniker eingeführt - den sogenannten „Orchestersoli“. Auf den regulären Eintrittspreis wurde seither ein Aufschlag in Höhe von 20 Prozent erhoben, der direkt der Orchestergesellschaft zufließt und damit als eine von mehreren Teilmaßnahmen der strukturell bedingten Finanznot entgegenwirkt.

Termine

Familienkonzert:„Mensch und Maschine“ am Sonntag 19. Juni, 16 Uhr, im Teo Otto Theater.

„Die lustige Witwe“: Mit dem Landestheater Detmold am Mittwoch, 22. Juni, 19.30 Uhr, Teo Otto Theater.

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