Stadt will die Radfahrer schützen

In Bergisch Born sorgen Streifen für Streit

Einen kombinierten Rad- und Fußweg gibt es schon an der B 51. Zwischen der südlichen Einmündung Raiffeisenstraße und der Einmündung Buchholzer Weg sollen nun zwei Radstreifen entstehen. Foto: Roland Keusch
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Einen kombinierten Rad- und Fußweg gibt es schon an der B 51. Zwischen der südlichen Einmündung Raiffeisenstraße und der Einmündung Buchholzer Weg sollen nun zwei Radstreifen entstehen.

Die Stadt will die Radfahrer schützen – Die WiR sieht stattdessen neue Gefahren entstehen.

Von Axel Richter

Remscheid. Bis Oktober strampeln 330 Remscheider für das Klima, doch zeitgleich zur Aktion Stadtradeln droht in Bergisch Born Ärger um Radfahrstreifen. Die Stadt will sie bauen als aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Dagegen fordert die Wählergemeinschaft WiR: „Die Maßnahme wird nicht umgesetzt.“ Diskutiert wird am Mittwoch in der Bezirksvertretung Lennep.

Noch rollen die Bagger auf der Baustelle in Bergisch Born. Zum Abschluss sollen auf der B 51 zwischen der Einmündung zum Raiffeisenmarkt (Raiffeisenstraße) und der Einmündung Buchholzer Weg Schutzstreifen für Radfahrer angebracht werden. Ein weiterer Streifen ist in Richtung Lennep vorgesehen.

Die Streifen und eine zusätzlich geplante Querungshilfe sollen insbesondere die Kinder der Rudolf-Steiner-Schule sicherer zur Schule kommen lassen. „Durch die Markierung entfallen keine Parkplätze“, erklärt Baudezernent Peter Heinze in seiner Beschlussvorlage für das Lenneper Stadtteilparlament. Eine Behinderung des Verkehrsflusses sei „nicht zu erwarten“.

Genau das zweifelt die Wählergemeinschaft an. Noch vor gar nicht langer Zeit habe die Verwaltung ganz in der Nähe ein absolutes Halteverbot erlassen. „Wenn dort aber kein Parkstreifen möglich ist, wie können dann Radschutzstreifen unbedenklich sein?“, fragt die WiR. Das neue Gewerbegebiet West III in Hückeswagen sowie das geplante Gewerbegebiet Gleisdreieck ließen zudem mehr Lkw-Verkehr auf der B 51 erwarten. Das erhöhe die Gefahr für die Radfahrer. Zudem hält die WiR die neuen Schutzstreifen gar nicht für notwendig, „da mit der Balkantrasse eine Parallelstrecke zur Verfügung steht“.

Wie berichtet, gehören die geplanten Streifen in Bergisch Born zur schrittweisen Umsetzung eines Radverkehrskonzepts, das die Politiker im November vergangenen Jahres beschlossen hatten. Hier sollen ein paar Meter Schutzstreifen entstehen, dort eine rote Fläche. Abschnitt für Abschnitt soll Remscheid in 10 bis 15 Jahren zur fahrradfreundlichen Stadt werden.

600 Maßnahmen sollen Remscheid zu einer Fahrradstadt machen

Vor der Kommunalwahl war es deswegen zwischen der WiR und den Grünen zum Streit gekommen. Die Grünen wollten eine zügige Umsetzung aller rund 600 Maßnahmen, die WiR über einzelne Streifen und Markierungen noch einmal entscheiden. So sei es vereinbart worden, sagt Ratsfrau Waldtraud Bodenstedt: „An diesen Beschluss kann sich aber offensichtlich keiner mehr erinnern.“

Die Bezirksvertretung Lennep kommt am Mittwoch um 18 Uhr zusammen – wegen der Corona-Pandemie im Remscheider Rathaus.

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