Diakonisches Werk übernimmt neue Aufgabe

Beratungsstelle soll gegen Arbeitsausbeutung helfen

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann hat Beratungsstellen gegen Arbeitsausbeutung eingerichtet, eine davon in Remscheid. Archivfoto: Michael Schütz
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Arbeitsminister Karl-Josef Laumann hat Beratungsstellen gegen Arbeitsausbeutung eingerichtet, eine davon in Remscheid.

Im Kampf gegen Arbeitslosigkeit und die Ausbeutung prekär Beschäftigter setzt die Landesregierung auf ein neues Beratungsangebot.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Zum Jahresbeginn hat das Arbeitsministerium in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt eine Beratungsstelle Arbeit eingerichtet. Für Remscheid ist die beim Diakonischen Werk im Evangelischen Kirchenkreis Lennep angesiedelt, das bisher schon die Arbeitslosenberatung für Remscheider Hartz-IV-Empfänger übernommen hatte.

„Es ist wichtig, dass wir Menschen ohne Arbeit oder in schwierigen Beschäftigungssituationen Angebote der Unterstützung machen“, sagte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) anlässlich einer digitalen Auftaktveranstaltung.

Remscheid: Professionelle und ortsnahe Anlaufstellen

Das sei vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie fundamental. So sei die Zahl der Arbeitslosen in NRW im Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 17 Prozent auf über 734 000 gestiegen. „Mit den neuen Beratungsstellen schaffen wir professionelle und ortsnahe Anlaufstellen.“

Die Beratungsstellen Arbeit, die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes finanziert werden, sollen die Leistungen der Erwerbslosenberatung fortführen. Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen finden Rat zu Qualifizierung und Beschäftigung sowie Unterstützung bei wirtschaftlichen, psychosozialen und rechtlichen Fragen.

Neu ist der Schwerpunkt Arbeitsausbeutung. „Als arbeitsausbeuterisch sind Beschäftigungsverhältnisse einzuordnen, bei denen vorgeschriebene – gerechte und angemessene – Arbeitsbedingungen umgangen werden“, sagt das Ministerium und nennt die Umgehung des gesetzlichen Mindestlohns, Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz oder fehlende Lohnfortzahlung im Krankheitsfall als Beispiel.

Aktuell sind die Stellen telefonisch und digital erreichbar, später sollen aufsuchende Beratungen und mobile Außenberatung hinzukommen.

Das Diakonische Werk in der Kirchhofstraße 2 zum Beispiel ist montags bis mittwochs 9 bis 15 Uhr, donnerstags bis 16 und sowie freitags 8 bis 13 Uhr unter Tel. (02191) 59 16 00 oder per E-Mai erreichbar.

info@diakonie-kklennep.de

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