Teildigitaler Kurs

Beim Kinderschutzbund erhalten Eltern gratis Erziehungstipps

Petra Wolf leitet gemeinsam mit Angelika Fabian den teildigitalen Elternkurs.
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Petra Wolf leitet gemeinsam mit Angelika Fabian den teildigitalen Elternkurs.
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Die Teilnahme ist per Smartphone, Laptop oder Tablet möglich.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Der Sohn hängt den halben Tag an seinem Smartphone und spielt Candycrush. Die Tochter hingegen ist so aufmüpfig, dass sich die Eltern kaum noch trauen, Grenzen zu ziehen. Wer sich hier wiederfindet oder ähnliche Probleme mit dem Nachwuchs daheim hat, dem kann der Kinderschutzbund Remscheid helfen. Das erste Mal seit der Corona-Pandemie bietet der Verein wieder einen Elternkurs an – dieses Mal aber in einem anderen Gewand als sonst: teildigital. Wir klären auf.

Wie läuft der teildigitale Kurs genau ab?

Eltern können sich per Smartphone, Tablet oder Laptop zum Kurs zuschalten. Der Link wird bei der Anmeldung zugemailt. „So können wir mehr Eltern erreichen. Sie können von zu Hause aus am Kurs teilnehmen“, erklärt Petra Wolf. Sie leitet den Kurs gemeinsam mit Angelika Fabian. Beim ersten Termin lernen sich die Eltern kennen und können Wünsche und Fragen formulieren. Daraus erstellen die beiden Kursleiterinnen ein individuelles Kursprogramm. Jeder Abend steht unter einem Motto. Zum Beispiel: Was sind die positiven Seiten meines Kindes?

„Eltern wollen immer das Beste für ihre Kinder.“

Petra Wolf, Kinderschutzbund

Wann sind die Termine?

Los geht es kommende Woche Donnerstag, 19. Januar, 19.30 bis 21 Uhr. Der erste Termin ist ein Kennenlernen, ein Abfragen von Wünschen der Eltern – daher findet dieser Termin in Präsenz im Kinderschutzbund, Elberfelder Straße 41, statt. Die weiteren Termine laufen online, immer donnerstags von 19.30 bis 21 Uhr: 26. Januar, 2., 9., 16., 23. Februar, 2. März. Der letzte Termin am 9. März ist dann wieder in Präsenz im Kinderschutzbund.

Was sind die Inhalte?

Im Mittelpunkt steht der Austausch der Eltern untereinander, sagt Petra Wolf. Sie und ihre Kollegin seien eigentlich eher Moderatorinnen. „Wir geben aber auch wichtige Hintergrundinformationen zu aktuellen Forschungen und Studien.“ Im Kurs geht es um Fragen wie: Wie viele Grenzen soll ich setzen - und wie? Wie kann ich mein Kind stärken und einbeziehen? Was ist mir wichtig in der Erziehung? „Ich bin davon überzeugt: Eltern wollen immer das Beste für ihre Kinder. Aber sie sind zunehmend verunsichert, was Erziehungsfragen angeht“, sagt Petra Wolf. Das sei gar nicht so verwunderlich – schließlich prassele eine Fülle von Informationen auf sie ein, die gerade durch die modernen Medien schnell und zuhauf transportiert würden.

Hier wollen die Expertinnen des Kinderschutzbundes den Eltern mit ihrem Wissen helfen – und vor allem Sicherheit geben. „Die Eltern sind die Experten. Es gibt kein Richtig und Falsch. Wir möchten sie ermutigen, Dinge auszuprobieren“, sagt Petra Wolf. Gleichzeitig aber auch zu überlegen: Was bringe ich denn eigentlich als Elternteil als Persönlichkeit ein, was passt in puncto Erziehung zu mir? Und: Fehler dürfen sein, sind sogar wichtig, um daran zu wachsen, betont die Kursleiterin. Es geht um Kommunikation, aber auch um die Frage: Wie beteilige ich mein Kind – und wie viel? „Es sollte eine Ausgewogenheit entstehen. Das Kind sollte nicht alles entscheiden, das überfordert“, sagt der Vorsitzende des Kinderschutzbundes Remscheid, Karl-Richard Ponsar. Eltern bekämen hier auch etwas Korrektur an die Hand, sagt er. Beispiel: Wann das vierjährige Kind ins Bett geht, sollten die Eltern entscheiden und nicht das Kind. Wie das Ritual gestaltet wird – Gute-Nacht-Geschichte? Musik? Kuscheln? –, könne das Kind aber gern mitentscheiden.

An welche Elternrichtet sich der Kurs?

An alle interessierten Eltern - egal, wie alt ihr Kind ist, sagt Petra Wolf. „Sie profitieren voneinander.“ Zwölf Plätze sind zu vergeben. Auch die Kindertagesstätten seien bereits informiert worden.

Was kostet die Teilnahme?

Nichts, der Kurs ist ein kostenfreies Angebot des Vereins Fit für Kids. Die Stadt fördert dies. „Wir wollten allen Interessierten die Teilnahme ermöglichen. Geld darf kein Grund sein, nicht teilnehmen zu können“, betont der Vorsitzende des Kinderschutzbundes, der dabei gerade auch an Alleinerziehende denkt. Die Elternkurse wurden übrigens vor mehr als 20 Jahren mit Hilfe des RGA aus der Taufe gehoben: Die RGA-Hilfsaktion Helft uns helfen unterstützte den Startschuss damals finanziell. So konnten Kursleiterinnen ausgebildet werden.

Anmeldung

Bis einschließlich Montag, 16. Januar, nimmt Andrea Homfeld vom Kinderschutzbund unter Tel. (0 21 91) 20 90 51 Anmeldungen entgegen. Es handelt sich bei dem Kurs um ein kostenfreies Angebot des Vereins „Fit für Kids“.

kinderschutzbund-remscheid.de

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