Historisches Foto

Wo befindet sich diese herrschaftliche bergische Barockvilla?

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Nicht nur optisch ist dieser Ort etwas für Feinschmecker.
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Rätselfoto der vergangenen Woche zeigte die Bauarbeiten an dem Knotenpunkt – Viele Leser erkannten auch einige Geschäfte – Erinnerung an einen schweren Unfall.

Von Andreas Weber

Remscheid. Roland Benscheid hängt seine Antwort an einem traurigen Ereignis auf: „An dieser Stelle im Fahrzeugtunnel der B 229 kam es am 1. April 2011 hinter der Fahrbahnverengung zu einem schweren Autounfall. Die Statikprüfung ergab eine Einsturzgefahr und der Tunnel musste gesperrt werden. Daraus ergaben sich wochenlange, lästige Umleitungen auf der B 229 am Hauptbahnhof. Es konnten rund 20 000 Fahrzeuge pro Tag nicht mehr durch den Tunnel fahren.“

Der komplexe Kreisverkehr am Willy-Brandt-Platz mit dem großzügig angelegten Busrondell in der Mitte entstand 1997/98. „Mit diesem Tunnel wurde damals die Ampelanlage an dem großen Knotenpunkt für das Abbiegen von der Neuenkamper- in die Freiheitstraße erheblich entlastet“, stellt Dieter Prill fest, der sich gut an Radio Gerling im Eckhaus links hinten auf dem Rätselfoto erinnert. Auch Ernst Erdmann ist Gerling noch präsent. Heute ist dort ein Geschäft für Arbeitsbekleidung.

Die Bauarbeiten für den Autotunnel im Jahr 1971 sind in vollem Gange - hier wird die Ausfahrt Richtung Freiheitstraße gezeigt.

Carmen Vogt fiel die Antwort ebenfalls nicht schwer: „Ich fahre dort jeden Tag lang, wenn ich zur Arbeit muss.“ Aufgrund seines Alters kennt Tim Bergmann die Kreuzung nicht mehr „tunnellos“, wohl aber den schwierigen verkehrstechnischen Zustand vor dem Umbau zu einem „beampelten Kreisverkehr“. Seine Einschätzung heute ist: „Die Kreuzung ist trotz Tunnel und Umbau chronisch überlastet und gehört für mich zu einer der kniffeligsten und und unübersichtlichsten Knotenpunkte in unserer Gegend.“

Trotz Tunnels ist der Verkehrsknotenpunkt am Hauptbahnhof heute noch hoch belastet. Das Busrondell in der Mitte ist optisch ein Hingucker.

Heinz-Jürgen Schmitz weiß noch, was der RGA zu den Erdarbeiten für das Tunnelsystem am Hauptbahnhof 1971 schrieb: „Endlos scheint die Baustelle zu sein“. Man habe sich damals eine Erleichterung für eine verbreiterte Bismarckstraße für Fußgänger und für den Autoverkehr versprochen, insbesondere für Linksabbieger in Richtung Freiheitstraße und Amtsgericht.“ Im April 1996 sei der Umbau am Bahnhofsknoten weitergegangen, im Juni 1999 konnte Vollzug gemeldet werden, schreibt Schmitz.

Thomas Groß korrigierte sich. Erst hatte er an die Rückseite des Allee-Centers gedacht, lag dann aber richtig und erkannte die alten Geschäfte, neben Radio Gerling die Löwen-Apotheke etwas unterhalb. Klaus R. Schmidt schwenkt weit zurück: „Die hier kreuzenden Straßenzüge von Bismarck-, Nord- und Freiheitstraße waren vor dem 2. Weltkrieg und schon ab dem 19. Jahrhundert mit pompösen Geschäftshäusern, Gaststätten und Hotels dicht bebaut. Wunderschöne Fassaden aus der Gründerzeit sind heute nur auf alten Fotos und Postkarten zu bewundern.“ Zum Beispiel das Eckhaus an der Einmündung Nordstraße sei das Hotel „Zur Krone“ von Familie Kayser gewesen und der Vorläufer vom Volkshaus (DGB-Haus) sei das Hotel Reichshof mit reich verzierter Stuckfassade und großzügigen Balkons gewesen. „Später ab den 1920er Jahren residierte im Eckgebäude vom Hotel Kayser die Verkaufs-GmbH der Firma W. Ferd. Klingelnberg Söhne.“

Hobbyhistoriker Schmidt geht noch weiter zurück: Vor 1911 nannte man die Gegend vor dem Bahnhof und den Beginn der Freiheitstraße bis etwa zur Papenberger Straße „An der Quatsche“. Ein Ausdruck, der auf die ehemals sumpfige und zum Lobachtal abfallende, quellenreiche Gegend zurückzuführen sein dürfte, vermutet Schmidt.

Richtig lagen auch Marion Valdor, Birgit Völpel, Ulrich Hager, Roland Riemke und Helmut Schucht mit ihren Antworten.

Das neue Rätselbild

Wo befindet sich diese herrschaftliche bergische Barockvilla, die ihre Ursprünge um 1782 hat? Zwei Unternehmer restaurierten sie aufwendig und haben sie zu einem Kleinod gemacht. Nicht nur optisch ist dieser Ort etwas für Feinschmecker. Schicken Sie die Lösung bis Donnerstag, 21. Januar, per E-Mail oder Post, gerne mit persönlichen Anekdoten angereichert, an den RGA, Alleestraße 77-81, 42853 Remscheid. redaktion@rga-online.de 

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