Immer wieder Ziel von Randalierern

Bahnhof: Parkhaus-Übergabe an Stadtwerketochter eingeleitet

Der Fahrstuhl in dem Park-and-Ride-Parkhaus ist nach wie vor defekt, teilt die Verwaltung mit. Für einen Umbau sollen nun Fördermittel beantragt werden. Archivfoto: Roland Keusch
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Der Fahrstuhl in dem Park-and-Ride-Parkhaus ist nach wie vor defekt, teilt die Verwaltung mit. Für einen Umbau sollen nun Fördermittel beantragt werden.

Ein erstes Gespräch hat stattgefunden, doch noch sind weitere Fragen zu klären.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Eine mögliche Übergabe des Park-and-Ride-Parkhauses am Hauptbahnhof an die Stadtwerketochter PSR ist eingeleitet. Das geht aus einer Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der SPD für den Hauptausschuss am Donnerstag hervor. Es habe ein erstes Abstimmungsgespräch gegeben, noch seien aber weitere Fragen zu klären, heißt es dort. Unter anderem soll auch ein Gutachter zum Einsatz kommen.

Remscheid: Gutachter soll zum Einsatz kommen

So müsse unter anderem noch ein „abschließendes Aufgabenportfolio“ erstellt werden. Zudem sei eine Ortsbesichtigung mit einem Experten von Bundesverband Parken geplant. Von dem Kölner Verein, 1968 als „Verband der Park- und Garagenhäuser“ gegründet, erhoffe man sich „weitere Anregungen und Hinweise für den Betrieb“.

Seit seiner Eröffnung vor über zehn Jahren erweist sich das Parkhaus als Sorgenkind, es wird immer wieder zum Ziel von Randalierern, vor allem in den Abendstunden. Es nachts zu schließen, ist allerdings nicht möglich, weil für den Bau Fördermittel für den öffentlichen Nahverkehr genutzt wurden. Streifen des Kommunalen Ordnungsdienstes und der Einsatz eines privaten Sicherheitsdienstes haben das Problem bisher nicht gelöst.

Remscheid: Privater Sicherheitsdienst konnte Problem nicht lösen

Deswegen schlug SPD-Ratsherr Jürgen Kucharczyk im August vor, das Parkhaus in die Verantwortung der PSR zu übergeben. Dort gebe es das „entsprechende Know-how“, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Das Unternehmen betreibt derzeit sechs andere Parkhäuser in Remscheid. Baudezernent Peter Heinze hatte damals spontan zugesagt, die Idee zu prüfen.

Und auch PSR-Prokurist Armin Freund zeigte sich Anfang September im Gespräch mit dem RGA offen für den Vorschlag. Er kündigte aber schon an, dass erst noch die Rahmenbedingungen geklärt werden müssten. Neben finanziellen Fragen seien das auch technische – unter anderem, weil in dem Parkhaus der für die Reinigung notwendige Wasseranschluss fehle.

Aktuell wird das Treppenhaus des Gebäudes täglich von einer externen Firma gereinigt, die dafür das Wasser mitbringt und das Schmutzwasser anschließend wieder mitnimmt. Auch das zeigt die Antwort der Verwaltung. Die Mülleimer im Parkhaus werden demnach wöchentlich von den Technischen Betrieben geleert, die Parkdecks „bedarfsorientiert“ durch ein externes Unternehmen gereinigt.

Von den Vorstellungen des Bundesverbands Parken, dessen Mitglieder nach eigenen Angaben rund 1,2 Millionen Stellplätze in etwa 4000 Objekten betreiben, scheint das alles noch verhältnismäßig weit entfernt. In einem Positionspapier beschreibt der Verband den aus seiner Sicht notwendigen Wandel „vom Parkhaus zum Mobilitätshaus“: Moderne Stellplatzanlagen seien kundenfreundlich, heißt es darin unter anderem. Dazu würden zum Beispiel großzügige Abmessungen und ein helles und freundliches Ambiente gehören.

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