Breitbandausbau

Bagger verfüllen weiter nur Erdaushub in Mixsiepen

An der B 229 zwischen Mixsieper Straße und Bökerhöhe wird gebaggert. Doch nicht für Fundamente. Foto: Michael Schütz
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An der B 229 zwischen Mixsieper Straße und Bökerhöhe wird gebaggert. Doch nicht für Fundamente.
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Gewerbepläne sind aufgeschoben. Stadt steht bei Anwohnerin im Wort.

Remscheid. Bagger graben mit ihren Schaufeln im Erdreich an der B 229. Auf der Brachfläche zwischen den Einmündungen zur Bökerhöhe und Mixsieper Straße wird viel Erde bewegt. Doch noch schachten die Bagger keine Fundamente aus für die Gewerbebauten, die einst dort errichtet werden sollen. Die Bagger verfüllen Erdreich, das an anderer Stelle ausgekoffert wurde.

Das Gelände an der B 229 dient als Zwischenlagerstätte für den Breitbandausbau. Davon zeugen riesige Kabelrollen, jede Menge Laster und Baufahrzeuge. Und eben jener Bodenaushub, den die Lkw heranfahren und an Ort und Stelle anschütten.

Wir haben immer wieder Anfragen nach Flächen.

Peter Heinze, Baudezernent

Baudezernent Peter Heinze freut sich über jeden Laster: „Je größer die Erdhaufen, desto besser geht es mit dem Breitbandausbau voran.“ Gerade sind die Bauarbeiter in Vieringhausen im Einsatz, damit Anwohner und Firmen schneller ins Internet kommen.

Breitbandausbau: Stadt Remscheid geht gegen die Telekom juristisch vor

Bei dem Gelände an der B 229 handelt es sich um Gewerbefläche – eine der wenigen freien Flächen, über die die Stadt Remscheid noch verfügt. „Wir haben immer wieder Anfragen danach“, sagt Peter Heinze. Doch die Stadt steht bei einer Anwohnerin im Wort.

Mehrfach hatte die Verwaltung bei der älteren Dame nachgefragt, ob sie das Grundstück mit ihrem Elternhaus, das direkt an der Bundesstraße liegt, nicht verkaufen wolle. Die Stadt braucht das Grundstück, denn darüber soll die Zufahrt zu den Gewerbebetrieben gebaut werden. Doch die Remscheiderin mag sich von ihrem Besitz nicht trennen.

„So lange ich noch gesund bin, bleibe ich hier wohnen“, erklärte sie auch im Gespräch mit dem RGA. Die Stadt schob ihre Pläne für Gewerbe daraufhin auf.

Seither wird das Gelände vor allem als Lagerfläche für die Kabelverleger genutzt. Wie lange noch, ist ungewiss. Vertraglich vereinbart ist, dass der Breitbandausbau in Remscheid im August 2022 abgeschlossen wird. Bis dahin sollen 248 Kilometer Leerrohre und 938 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Dafür sollen 128 Kilometer Tiefbauarbeiten erledigt werden. Peter Heinze ist zuversichtlich: „Da ist ganz viel in Bewegung.“

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