Im Dutzend weniger

Bänke auf der Alleestraße: Nicht alle geplanten Standorte möglich

Auf ebenem Grund kann Baden-Baden L problemlos stehen, für Bereiche mit Gefälle braucht es hingegen eine Sonderanfertigung. Foto: Michael Schütz
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Auf ebenem Grund kann Baden-Baden L problemlos stehen, für Bereiche mit Gefälle braucht es hingegen eine Sonderanfertigung.

Zehn sind schon da, 23 zusätzliche sollen dieser Tage kommen, vier weitere in wenigen Wochen folgen – die lang ersehnten Bänke auf der Alleestraße nehmen konkrete Formen an.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Allerdings nicht alle. Denn statt der ursprünglich geplanten 49 Sitzgelegenheiten werden nun doch nur insgesamt 37 aufgebaut. Das zeigt eine Mitteilungsvorlage für die Bezirksvertretung Alt-Remscheid. Darin nennt die Verwaltung auch Gründe: Die genauere Überprüfung der 28 vorgesehenen Standorte habe gezeigt, dass sich acht davon gar nicht realisieren ließen. Und an einem weiteren nur eine statt zwei Bänke aufgestellt werden könne, weil dort eine Baumwurzel im Weg sei.

Bei den acht geplanten Standorten, die „aufgrund des Mangels an alternativen, unproblematischen Standorten“ ganz wegfallen, scheitere es an Leitungen im Boden, schreibt die Verwaltung in der Mitteilung. Vor allem unter der Alleestraße verlegte Gasleitungen würden verhindern, dass die notwendigen Fundamente erstellt werden könnten, erklärt Nadine von der Burg von den Technischen Betrieben (TBR) im Gespräch mit dem RGA.

„Wir haben sehr, sehr viele Leitungen auf der Alleestraße.“

Nadine von der Burg (TBR)

Das Modell Baden-Baden L, das beim Probesitzen Ende 2020 unter den acht vorgeschlagenen Bänken die mehrheitliche Gunst der Remscheider erlangte, ist in seiner Grundform nämlich nur für den Aufbau auf nahezu ebenen Flächen geeignet. Bei den bereits realisierten Standorten habe man die Bänke überwiegend per Dübel mit einer Platte unter dem Pflaster verbunden, so von der Burg. An Stellen mit mehr Gefälle, von denen es auf der Alleestraße einige gibt, sei der Aufbau hingegen aufwendiger.

Dafür habe man beim Hersteller Nordbahn Sonderanfertigungen von Baden-Baden mit längeren Beinen bestellt, sagt Nadine von der Burg. Die Beine könnten dann unterschiedlich weit einfundamentiert werden, so dass sich eine waagerechte Sitzfläche ergibt: „Damit die Leute gerade sitzen.“ Allerdings erfordere das eben Fundamente, die etwas tiefer in den Boden reichen – wenn Gas- und andere Leitungen das nicht verhindern. „Und wir haben sehr, sehr viele Leitungen auf der Alleestraße.“

Die Mehrkosten durch die Sonderanfertigungen hielten sich in Grenzen, sagt Nadine von der Burg. Dass die Bänke teurer geworden seien, liege eher an den allgemeinen Preissteigerungen, zum Beispiel für Holz und Stahl. Allerdings wählten die Remscheider – ohne es vorher zu wissen – mit Baden-Baden L ohnehin eines der günstigeren Modelle im Probesitzen. Andere zur Auswahl stehende Bänke waren mehr als doppelt so teuer. Insgesamt stehen für Anschaffung und Aufstellen rund 80 000 Euro zur Verfügung.

Von den zehn bereits montierten Bänken musste eine übrigens schon ausgetauscht werden. Sie wurde in der Zeit, in der der Wochenmarkt wegen des Weihnachtstreffs auf die obere Allee umziehen musste, bei einem Unfall mit einem Marktbeschicker irreparabel beschädigt. Als Ersatz habe man die Bank genutzt, die beim Probesitzen eingesetzt wurde, heißt es in der Mitteilung der Stadt.

Die 23 neuen Bänke sollen in den nächsten Tagen ankommen und dann auch direkt installiert werden, berichtet Nadine von der Burg. Vier weitere, die für Standorte auf der mittleren Allee vorgesehen sind, unter anderem an den beiden unteren Pavillons, könnten noch diesen Monat bestellt werden, heißt es in der Mitteilung der Verwaltung. Man sei gerade dabei, dafür die letzten Details zu klären.

Mülleimer

Zu den neuen Bänken soll es auch neue (und mehr) Mülleimer auf der Allee geben. Passende Abfallbehälter würden durch die TBR ausgesucht, heißt es in der Vorlage: „Hierzu findet derzeit die fachliche Abstimmung statt.“ Das wird dann wohl auch das Ende der wenig ansehnlichen orangefarbenen Abfalleimer, die noch an einigen Stellen zu finden sind. Die hatten die TBR aus noch vorhandenen Beständen übergangsweise montiert, als das Müllaufkommen während Corona merklich anstieg.

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