Eschbachtal von Mittwoch bis Sonntag geöffnet

Remscheids Bäder bieten Abkühlung

23 Grad ist derzeit das Wasser im Eschbachtal warm. Die Tendenz dürfte in den nächsten Tagen steigend ein.
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23 Grad ist derzeit das Wasser im Eschbachtal warm. Die Tendenz dürfte in den nächsten Tagen steigend ein.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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Der Betrieb läuft in den nächsten Tagen auf Hochtouren.

Remscheid. Spätestens in der kommenden Woche werden sich die Menschen dieser Stadt nach Abkühlung sehnen. Die einen suchen bei Temperaturen über 30 Grad Schatten, die anderen freuen sich auf einen Sprung ins Wasser. Doch Vorsicht: In zwei von drei beliebten Badeeinrichtungen Remscheids gilt eine Beschränkung der Besucherzahl.

Abkühlung verspricht auch die Kräwi: Am 18. Juni wurde übrigens mit über 2000 Gästen der Saisonrekord aufgestellt.

 So auch im Hackenberger H20, wie der Leiter Christian Liese berichtet. „Wir wollen in der Pandemie weder Gäste noch unsere Mitarbeiter gefährden. Deswegen sorgen wir dafür, dass Abstand gewahrt wird.“ Statt bis zu 2000 Menschen dürfen sich bei gutem Wetter 800 Gäste im H2O aufhalten. Bei Regen sind es 600. „Wenn die Sonne scheint, haben wir mehr Platz, weil es die meisten ja nach draußen zieht“, erläutert Liese. Ist die Maximalzahl erreicht, wird Interessierten der Einlass verwehrt. Der Badleiter empfiehlt daher, vor dem Besuch einen Blick auf die Homepage der Einrichtung zu werfen. Auf der Seite wird über die aktuelle Besucherauslastung informiert.

Dass im Bad wegen der Energiekrise die Temperatur gesenkt wurde, sei kein großes Thema bei den Besuchern. „Wir haben das ja behutsam gemacht. Im Außenbecken haben wir jetzt 24 statt 26 Grad, im Sportbecken 29 statt 30 Grad.“ Geöffnet ist das Bad täglich 9 bis 22 Uhr, sonntags bis 21 Uhr.

Er freue sich über die vielen „leuchteten Kinderaugen“, sagt Liese, die ihm im Bad begegnen. Aber auch sie können nicht über die Sorgen hinweghelfen, die ihm der Energieengpass bereite. „Schwimmbäder werden deutschlandweit zu den Ersten zählen, die ihren Betrieb einstellen müssen, wenn der Gasstopp von Dauer ist“, erklärt der Badleiter, der ein 90-köpfiges Team an seiner Seite weiß - gut 40 Voll- und Teilzeitmitarbeitende, die Übrigen als Aushilfskräfte. Sie wären so wie in der Corona-Hochphase von einer Schließung betroffen.

„Da ist noch Luft nach oben.“

Ralf Barsties über den Besucherzuspruch an der Kräwi

Im Freibad Eschbachtal zeigt sich Fachdienstleiter Martin Sternkopf nun in der Lage, an jeweils fünf Tagen in den restlichen Ferienwochen Betrieb zu garantieren. „Mittwochs bis sonntags können wir von 10 bis 18 Uhr öffnen.“ Die veraltete Pumpentechnik sei das größte Problem. Zwei Tage für die Wasseraufbereitung seien sinnvoll.

 Hinzu kommt die Personalnot, die sich zuletzt aber etwas entspannt habe. Die beiden festangestellten Mitarbeiter der Stadt hätten zusätzliche Aushilfskräfte als Kollegen bekommen. „Es fällt ja auch außerhalb der Öffnungszeiten viel Arbeit an. Mülleimer leeren, Toiletten desinfizieren, Wiesen nach Scherben absuchen“, listet Sternkopf auf.

Wer ins Hackenberger Badeparadies will, sollte sich vorher über die Auslastung informieren.

Bis zu 1500 Gäste dürfen sich zeitgleich in der Anlage aufhalten, die für mehr als 3000 Besucher ausgerichtet ist. Auch hierfür sei die betagte Technik verantwortlich, die es nicht schaffe, das Wasser von Unmengen an Sonnencreme zu befreien, jedenfalls nicht im Maximalbetrieb. „Nachrücken ist dann möglich, wenn Menschen die Anlage verlassen. Zu Unmut hat das Warten bislang selten geführt“, erklärt Sternkopf. Die aktuelle Wassertemperatur liege bei 23 Grad.

So warm ist derzeit auch die Wupper-Talsperre an der Freizeitanlage Kräwi. Sie verzeichnete bislang an fünf Sommertagen über 1000 Besucher. „Da ist noch Luft nach oben“, sagt Ralf Barsties, Geschäftsführer von Arbeit Remscheid, dessen Team täglich um 8 Uhr die Anlage öffnet. Nach Corona-Einschränkung und dem Umweltalarm in Folge der Flut sind die Einschränkungen weitgehend aufgehoben. „Lediglich Angeln ist nach wie vor untersagt“, berichtet Barsties, der an schönen Tagen Betrieb bis 20 Uhr verspricht. Im Laufe des Vormittags gehen Kiosk und Bootsverleih an den Start. „Da kann sich schon mal eine Warteschlange bilden“, sagt Ralf Barsties, der sich für das Kiosk-Team Verstärkung wünschen würde. Für die „schöne Ferientätigkeit“ hätten sich bislang kaum Interessenten gefunden.

Badespaß

Unter der Rubrik „Schwimmen und Wasserspaß“, dann ganz unten neben Öffnungszeiten, gibt es Aufschluss, ob es im Badeparadies aktuell noch Platz gibt.

www.h2o-badeparadies.de

Passend zum Thema: Hochwasserschutz - Neues Gutachten fürs Freibad Eschbachtal

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