Corona-Zwangspause endet

Badeparadies H2O in Hackenberg geht in Betrieb

Badleiter Christian Liese (l.) und Stadtwerke-Chef Prof. Dr. Thomas Hoffmann öffnen am Montag die Türen zum H2O. Foto: Roland Keusch
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Badleiter Christian Liese (l.) und Stadtwerke-Chef Prof. Dr. Thomas Hoffmann öffnen am Montag die Türen zum H2O.

Nur die Saunagäste müssen sich noch in Geduld üben.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Badleiter Christian Liese hat eine gute Nachricht für alle, die ihre Freizeit im H2O verbringen wollen: Am kommenden Montag, 5. Juli, öffnet die Einrichtung in Hackenberg wieder: In einem ersten Schritt steht den Besuchern die Wasserlandschaft zur Verfügung. Die Saunagäste bittet Liese noch um Geduld. Diesen Trakt könne er erst im August wieder in Betrieb nehmen.

Damit endet die Corona-Zwangspause, die das Team unter anderem genutzt habe, um die Lüftungstechnik noch genauer als üblich unter die Lupe zu nehmen. Dahinter verberge sich ein komplexes System zentraler und dezentraler Anlagen, die sich im laufenden Betrieb nicht ohne weiteres abschalten ließen. „Sie müssen rund um die Uhr laufen. Ansonsten entwickelt sich hier ganz schnell eine geradezu tropische Atmosphäre“, erklärt Liese.

Die Lüftung im Bad sei bereits gewartet worden – unter anderem mit neuen Filtern und einer großangelegten Desinfektionsaktion. Für die Sauna stellte sich das als komplizierter heraus. „Wir mussten erst einmal eine Fachfirma finden, die sich um die Begutachtung kümmert.“

Remscheid: Auftragsbücher der Fachfirmen seien voll

Auch die weiteren Schritte hätten gedauert. „Vom Termin für das Inspizieren der Anlage bis zur schriftlichen Zusammenfassung der Ergebnisse.“ Nun aber sollen Ende Juli Spezialisten anrücken, die „letzte Revisionsarbeiten“ vornähmen, wie es in einer Mitteilung der Stadtwerke heißt. „Die Auftragsbücher der Fachleute sind voll“, weist Liese daraufhin, dass deutschlandweit Lüftungstechniker im Zuge der Pandemie höchst gefragt sind.

Stadtwerke-Chef Prof. Thomas Hoffmann zeigt sich derweil hocherfreut, dass der Badebetrieb „pünktlich zu den Sommerferien“ wieder aufgenommen werden kann. „Nachdem wir unser bewährtes Hygienekonzept angepasst und grünes Licht vom Gesundheitsamt bekommen haben“, wie er anfügt.

Das Konzept sieht allerdings eine ganze Reihe von Spielregeln vor, die den Besuch erst möglich machen: In einem ersten Schritt müssen die Gäste ihr Ticket für das gewünschte Zeitfenster online buchen – oder sich an eine Vorverkaufsstelle wenden (| siehe Infokasten). Den Ausdruck oder den QR-Code gilt es dann beim Badbesuch mitzubringen. Für den Einlass ins H2O ist ein Negativ-Test, ein Impfnachweis oder die Bescheinigung über eine Genesung nach einer überstandenen Corona-Infektion notwendig.

Um möglichst vielen Interessenten den Badespaß zu ermöglichen, wird es vorerst kein Tagesticket geben. Wer möchte, kann den Besuch entweder für zwei oder für vier Stunden buchen.

„Unsere Gärtner haben sich schwer ins Zeug gelegt.“

Badleiter Christian Liese

Denn es gilt bis auf weiteres eine Besucherbegrenzung. „Bei schönen Wetter, wenn wir die Außenanlage öffnen, können sich zeitgleich 500 Gäste bei uns aufhalten. Bei schlechtem Wetter sind es 250“, klärt Liese auf. Maskenpflicht herrscht bis zur Umkleidekabine, am Ausgang muss die Karte vorgezeigt werden, weil die Besuchszeit erfasst wird.

Um das Ganze steuern zu können, wird ein Schalter besetzt sein, an dem die Gäste ihre Dokumente vorlegen müssen – Online-Ticket-Formular oder QR-Code, Impfbescheinigung bzw. Negativ-Test und Lichtbildausweis.

Mit der Rückkehr zum Badebetrieb endet für die Belegschaft eine Pause, die am 2. November begann. Untätig sei das Team aus 45 Mitarbeitern in Voll- und Teilzeit, die von rund 50 Aushilfen im laufenden Betrieb unterstützt werden, aber ganz und gar nicht gewesen. „Es ist hier alles tipptopp“, hebt Christian Liese hervor. „Von den Umkleidekabinen bis zu den Becken. Und auch unsere Gärtner haben sich schwer ins Zeug gelegt.“

Hintergrund

Karten können bald unter remscheid-live.de gebucht und ausgedruckt werden. Besucher können dieses Ticket auch auf dem Smartphone vorzeigen. Karten gibt es zudem bei Gottlieb Schmidt (Alleestr. 29), im Rotationstheater (Kölner Str. 10) und im Reisebüro Hallen (Kreuzbergstr. 27a). Geöffnet (in den Ferien): montags bis samstags 9 bis 22 Uhr, sonntags 9 bis 21 Uhr. Unter h2o-badeparadies.de gibt es weitere Infos – auch über die Zeitfenster, die für den Eintritt noch frei sind.

Standpunkt: Noch keine Normalität

Von Frank Michalczak

frank.michalczak@rga.de

Wer sich ab kommenden Montag ganz spontan ins kühle Nass stürzen will, wird im H2O enttäuscht. Denn nach wie vor kann von Normalität keine Rede sein – auch wenn nach acht Monaten der Betrieb wieder aufgenommen wird. Es gilt auf der Grundlage der Corona-Schutzmaßnahmen, den Badespaß akribisch vorzubereiten. Da wäre zunächst der Ticketkauf im Internet oder bei einer Vorverkaufstelle, die beim Erwerb behilflich ist. Dabei gilt es, ein Zeitfenster zu finden, in dem die maximale Gästezahl noch nicht erreicht ist. Anschließend ist für alle, die noch nicht ihre zweite Impfung oder eine Genesung von der Corona-Infektion vorweisen können, ein Negativ-Test nötig, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Außerdem: Keinesfalls beim Badbesuch den Personalausweis vergessen. Die Dokumente müssen abgeglichen werden. Von unbeschwertem Badespaß ist die Einrichtung in Hackenberg somit noch weit entfernt. Zum Glück aber kann sie überhaupt wieder an den Start gehen. Davon konnten die Gäste angesichts der dramatischen Inzidenzwerte vor einigen Wochen nur träumen.

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