Mobilität

E-Auto-Ladesäulen: Öffentliche Stationen für jeden auf privatem Grund

Jens von Berg errichtete zwei Ladesäulen, an denen jeweils zwei E-Autos geladen werden können.
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Jens von Berg errichtete zwei Ladesäulen, an denen jeweils zwei E-Autos geladen werden können.

Immer mehr Remscheider nutzen ein Elektroauto. Doch nicht alle sehen die Infrastruktur dafür gerüstet.

Von Timo Lemmer

Remscheid. Das Netz an Ladesäulen sei zu dünn, sagt unter anderem auch Jens von Berg – und handelte. Der Geschäftsführer eines Pressebüros errichtete vier Ladepunkte auf einem Parkplatz an der Sieper Straße 42.

„Gerade wenn man zur Miete wohnt, hat man nur die Chance, über den Arbeitgeber oder den Vermieter einen Ladepunkt zu ergattern“, sagt von Berg. Er ist beides, Vermieter und Arbeitgeber. Seine Ladepunkte sollen auch für seine Mitarbeiter im ansässigen Pressebüro sowie die vier Mietparteien im Haus nutzbar sein. Aber eben nicht nur. Sie sind der Öffentlichkeit während der Öffnungszeiten zugänglich. Offen ist der Parkplatz montags bis donnerstags von 7.30 bis 17.30 Uhr, freitags von 8 bis 14 Uhr. „Aber“, betont der Betreiber, „es gibt die Möglichkeit, Dauerladekunde zu werden.“ Dann gibt es einen Zugangschip, der den Parkplatz über die Öffnungszeiten hinaus zugänglich macht.

Im Gebäude, in dem Pressebüro und Mietparteien untergebracht sind, ist in der jüngeren Vergangenheit viel passiert. Wärmepumpen. Solaranlage. Nun sind seit kurzem draußen die Ladesäulen in Betrieb. Zwei Anwohner aus der Nähe haben sich bereits als Dauerladekunden registriert. Für alle anderen Nutzer gilt: „Unsere Ladesäulen können über die meisten gängigen Ladekarten abgerechnet werden.“

Jens von Berg erklärt: „Es sind vier Ladepunkte mit jeweils 22 kW Leistung.“ Er ist selbst E-Auto-Fan. Die Vorteile liegen für ihn auf der Hand. Über andere Aspekte hinaus gelte das auch für das Fahrgefühl: „Man fährt sehr komfortabel, es ruckelt nicht.“

In etwa 30.000 Euro hat von Berg investiert. Tiefbauarbeiten inklusive. Bliebe der Zuspruch so gering wie jetzt, wären die Kosten wohl erst in 30 Jahren wieder eingespielt, scherzt von Berg. Gering wird der Zuspruch aber nicht bleiben, ist er sich sicher. „Es ist eine Zukunftsinvestition. Es haben ja inzwischen alle großen Hersteller bekanntgegeben, dass sie voll auf E-Mobilität umschwenken.“

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