Remscheider Straße

Auf der Blumenwiese sollen Kinder unterrichtet werden

Vorarbeiten: Dirk Stöcker und Thomas Kathöfer graben einen L-Stein aus, Uli Bohne (re.) weist den anrollenden Bagger ein. Foto: Roland Keusch
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Vorarbeiten: Dirk Stöcker und Thomas Kathöfer graben einen L-Stein aus, Uli Bohne (re.) weist den anrollenden Bagger ein.

Aktion der Gemeinschaft sozial engagierter Unternehmer.

Von Sabine Naber

Remscheid. Bunt und grün soll es werden, das rund 1000 Quadratmeter große Brachland vor dem Rhombus-Park an der Remscheider Straße 26. Am Samstagvormittag trafen sich zehn Mitglieder der GsU, der Gemeinschaft sozial engagierter Unternehmer des Netzwerkes Remscheid, auf dem Gelände in Wermelskirchen, um mit Hilfe von 20 Kilogramm Blumen- und Grassamen die Voraussetzungen für eine farbenfrohe Bienenwiese zu schaffen.

„Das Insekten-, vor allem das Bienensterben beschäftigt uns ja alle“, ist sich Holger Häde vom Verein Remscheider Zukunfts-Campus sicher. Und weil die GsU etwas für Kinder tun wollte, wurde jemand gesucht, der ein Grundstück zur Verfügung stellte. Denn die Blumenwiese soll zukünftig für Kita- und Schulkinder eine Art Unterrichtsraum in der Natur werden. „Ich mag es, wenn man Dinge zusammenführen kann, so dass möglichst viele etwas davon haben“, fasst Häde das Ziel zusammen.

Die Bienenwiese, die einen Rasenweg bekommen wird, der zu zwei oder drei Bänken in einem Rondell und dem dahinter liegenden Rhombus-Park führt, soll ein dauerhaftes Projekt werden. Beteiligt sind neben der GsU auch die Eigentümer des Rhombus-Parks und der Verein „Wir in Wermelskirchen (WiW)“.

„Wir haben hier heute unter Anleitung von Landschaftsgärtner und GsU-Mitglied Thomas Kathöfer den Boden bearbeitet und die artenreichen Wildblumensamen ausgestreut. Eingeebnet hatte das Gelände vorher schon Walter vom Stein, einer der Rhombus-Park Eigentümer“, erzählt Häde, der mit seinen Mitstreitern um zehn Uhr auf dem Gelände mit Harke und Schaufel mit der Arbeit begonnen hatte. „Es hat Spaß gemacht. Und wir hoffen, dass möglichst viele Bienen und Insekten hier ein neues Zuhause finden“, war man sich am Ende einig. Wenn erst einmal alles blüht, dann seien die Nachfolgearbeiten, die die GsU finanzieren wird, ja mehr als überschaubar.

Die größte Fläche werden die Wildblumen einnehmen, gemäht werden müsse ja nur die Rasenfläche. Die Kontakte zu Kitas und Grundschulen seien ebenfalls kein Problem. „Wir haben ja schon ein Projekt in der Remscheider Freiherr-vom-Stein-Schule auf die Beine gestellt. Und werden das mit weiteren Schulen und Kitas in Wermelskirchen ebenso machen“, sagt Häde.

Remscheid: Unternehmer sind zum Mitmachen eingeladen

Zum naturnahen Unterricht könnten sich die Akteure auch Bienenstöcke gut vorstellen. „Wenn ein Imker Lust hat, hier aktiv zu werden, dann wäre das großartig“, sagt Häde. Auch Unternehmer oder Freiberufler, die Spaß daran haben, bei der vor rund eineinhalb Jahren in Remscheid gegründeten GsU mitzumachen, seien herzlich willkommen. Denn wenn ein Unternehmen sich in der GsU für das Gemeinwohl engagiert, dann könne das ja auch ein Aushängeschild für diese Firma sein.

Überlegt wird, was man noch zusätzlich im Rhombus-Park – Häde bezeichnet ihn als ein Riesengelände, das die Wirtschaftsgeschichte des Bergischen Landes erzählt – machen könnte. Die 400 Euro, die für die Umgestaltung des Geländes vor dem Park gebraucht wurden, sind durch die Nähe der GsU zur Stiftung „It‘s für Kids“ zusammengekommen.

„Wir haben Sachspenden, beispielsweise alte, ausrangierte Handys, leere Druckerpatronen, die wieder gefüllt werden können, Kupfergeld oder aktuelle und ausländische Währungen, wie amerikanische Dollar, Schweizer Franken oder britisches Pfund gesammelt und an die Stiftung weitergegeben. Wiederverwender kaufen diese Spenden, wir bekommen von der Stiftung das Geld für unsere sozialen Projekte“, beschreibt Häde die Zusammenarbeit.

Hintergrund

Die Stiftung It’s for Kids wandelt vermeintlich Unbrauchbares über Partner in Spenden für benachteiligte Kinder um. Unterstützt wird die Aktion von der GsU, dem sozialen Netzwerk für Gewerbetreibende.

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