Kanalbau läuft bereits

Auf der Asche entstehen Doppelhäuser

Bezirksbürgermeister Otto Mähler (l.) beim Ortstermin gestern Mittag am ehemaligen Sportplatz Düppelstraße.
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Bezirksbürgermeister Otto Mähler (l.) beim Ortstermin am ehemaligen Sportplatz Düppelstraße.
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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2024 soll am Sportplatz Düppelstraße Baubeginn sein.

Remscheid. Ein starkes Stück Remscheider Fußballtradition wird in den kommenden Jahren überbaut. An der Düppelstraße, wo bis zu seiner Auflösung 1971 der BV 08 Haddenbach kickte, werden Wohnhäuser entstehen. Der Bebauungsplan 678 sieht auf dem ehemaligen Aschenplatz 32 Doppelhaushälften vor, etwas weiter oberhalb auf der gegenüberliegenden Seite erlaubt der B-Plan 602 seit 2008 zwischen den Häusern 8 und 24 eine größere Siedlung. 48 Einfamilienhäuser könnten entstehen.

Gestern hatte Bezirksbürgermeister Otto Mähler die Anwohner zum Ortstermin eingeladen. Denn die Nachbarn wollen nach Jahren der Ankündigungen endlich wissen, wie es auf der tristen Brache weitergeht, an der nur noch acht Lichtmasten und die Umzäunung an alte Zeiten erinnern. Der verwaiste Sportplatz, der zuletzt als Ausweichplatz vom SSV Grund, Türkiyemspor und TV Hasten genutzt wurde, steht schon lange zum Umbau an. Momentan dient das Areal als Lager für den Kanalbau. Uwe Jantke, Bereichsleiter Kanal-Neubau bei den TBR, erläuterte den 30 Anwesenden, dass fünf Bauabschnitte – beginnend unten am Raspelweg – bevorstehen. Das Neubaugebiet erfordert, dass der Kanal ausgebaut wird. „Die Kanalanlagen würden die Massen sonst nicht mehr aufnehmen können“, erklärte Jantke.

200 Arbeitstage und rund zehn Monate Bauzeit sind bis zum August 2023 dafür einkalkuliert. Je nachdem, ob der fünfte Abschnitt oben in Höhe des zweiten Neubaugebietes auch noch zum Tragen kommt, könnte der Kanalbau ein, zwei Monate eher abgeschlossen sein. Mit zeitweiligen (Teil-)Sperrungen der Straße ist zwischendurch zu rechnen.

Baudezernent Peter Heinze stellte die Neubauprojekte kurz vor. In der Mitte des heutigen Aschenplatzes werde die Stichstraße verlaufen. Rechts und links entstehen Doppelhäuser, am Ende sollen ein Wendehammer und eine öffentliche Grünfläche errichtet werden. Das unterhalb liegende, leerstehende Vereinsheim wird abgerissen und neu gebaut. Das Projekt geht 2023 in die Bürgerbeteiligung, nach dem Satzungsbeschluss soll 2024 der Bau beginnen.

Zuvor müssen – wie in Neuenkamp – die Altlasten (Marsberger Kieselrot) entsorgt werden. Der Sportplatz wird zudem auf Kriegsrückstände überprüft. Der Kampfmittelräumdienst muss ran, um bis in fünf Meter Tiefe mit Proben nach alten Bomben zu suchen. Im 2. Weltkrieg sollen an der Stelle Flakstellungen gewesen sein. Heinze geht dadurch von einer mehrmonatigen Verzögerung aus.

Auf dem zweiten Gelände, einem Waldstück zwischen Düppelstraße und Am Hasenclev, gibt es bereits Baurecht. Wann es losgeht, ist noch unklar. Ein Investor ist gefunden, der Erschließungsvertrag soll als Nächstes folgen. Am Sportplatz ist die Frage der Vermarktung der Grundstücke hingegen ungeklärt, möglicherweise erfolgt sie über einen größeren Bauträger. Fest steht, dass unter ökologischen Gesichtspunkten gebaut werden wird. Versiegelte Gärten wird es deshalb nicht geben.

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