75. Standort von Staatssekretär eingeweiht

Auch Remscheid bekommt ein Startercenter

Enthüllt: Das offizielle Startercenter-Schild von (v.l.) Staatssekretär Christoph Dammermann und Matthias Schachmann.Foto: Michael Schütz
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Enthüllt: Das offizielle Startercenter-Schild von (v.l.) Staatssekretär Christoph Dammermann und Matthias Schachmann.

Nicht nur hippe Jungunternehmer erhalten Hilfe.

Von Andreas Weber

Remscheid. Mit geballter Power an einem Standort will Remscheid in Zukunft den Wirtschaftsturbo zünden. Gestern wurde in den Räumlichkeiten des Gründerquartiers in der Hindenburgstraße 6 a (Hinterhof, Eingang Nr. 12) das 75. Startercenter in NRW eröffnet. Büro an Büro mit der Gründerschmiede hat hier Matthias Schachmann seinen Arbeitsplatz.

Angestellt bei der Stadt und der Wirtschaftsförderung zugeordnet, hilft der Solinger jungen Firmeneinsteigern, sich in Zukunft zu professionalisieren. Es geht um Businesspläne, Finanzierung, Steuerberatung, Fördermittel, Kundengewinnung und Marketing. Das Startercenter bietet Einzelberatung, dezidiertes Info-Material und Schnupperkurse. Den notwendigen Zertifizierungsprozess im Vorfeld hat Schachmann seit Herbst 2021 begleitet.

Sein Augenmerk wird nicht nur jungen Durchstartern gelten. Bei einem kleinen Festakt vor der offiziellen Enthüllung der Startercenter-Tafel am Eingang durch Staatssekretär Christoph Dammermann (NRW-Wirtschaftsministerium), warb Remscheids Wirtschaftsdezernent Peter Heinze dafür, die Beratung auf bestehende Firmen auszudehnen, die einen Nachfolger suchen. Es könne ein „spannender Gründungsweg“ sein, mit neuen Ideen in eine bestehende Firma einzusteigen, erklärte auch Christoph Imber-Böcker, Initiator der Gründerschmiede.

Dass Land, IHK, Rat, Verwaltung und Gründerschmiede beim Startercenter an einem Strang ziehen, könnte „eine Blaupause für eine erfolgreiche Stadtentwicklung“ werden, freute sich OB Burkhard Mast-Weisz.

Gründen muss über die Stadtgrenzen gedacht werden

Thomas Grigutsch, IHK-Hauptgeschäftsführer, ging auf die Anfänge im Städtedreieck ein. Zunächst habe man mit dem Bergischen Gründungsnetzwerk experimentiert. Als auf Initiative des Wirtschaftsministeriums Startercenter etabliert wurden, habe man sich viel Zeit gelassen, bis die Region ihre gemeinsame Beratung für Existenzgründer eingeführt habe mit Standorten in Wuppertal und Solingen.

Sven Wagner (Gründer- und Technologiezentrum Solingen) erinnerte gestern als geladener Gast: „Wenn wir keine Gründungsberatung machen, wandern uns die jungen Tüftler ab.“ Es sei schön, dass über die Stadtgrenzen hinaus und „bergisch gedacht“ werde. Mit dem dritten Standort schließe sich der Kreis. „Remscheid ist das fehlende Puzzlestück“, betonte Grigutsch. Dass es die Gründerschmiede hier am Ort seit 2016 gibt, „sei ein Gottesgeschenk“, lobte er. Mit dem Startercenter könnten deren Bemühungen noch deutlich ausgebaut werden.

Christoph Dammermann, der seinen Arbeitsplatz im Mannesmann-Hochhaus in Düsseldorf hat, verwies auf die Mannesmann-Familie, die stellvertretend für den Erfindungsreichtum steht, der Remscheid auszeichnet. Der Staatssekretär verwies darauf, dass Gründung nicht immer etwas Hippes sein muss, Wertschöpfung könne auch durch industrielle Produktion entstehen. Genau darin besitze Remscheid eine lange Tradition. Neben den Chancen, die eine intensive Beratung ermöglicht, seien es die Kontakte zu anderen Gründern, die Jungunternehmer am meisten weiterhelfen, sagte Dammermann.

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