Pandemie

Auch in Welle 4: „Corona-Detektive“ folgen dem Virus

Die Behörden bitten darum, Kinder daheim zu lassen. Foto: RK
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 Täglich, auch samstags und sonntags, sitzen die rund 20 Kollegen am Telefon, um dem Coronavirus in Remscheid auf die Spur zu kommen.
  • Axel Richter
    VonAxel Richter
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Vor dem Gesundheitshaus ist die Schlange der Impfwilligen kürzer geworden – Auch am Donnerstag wird dort wieder geimpft.

Remscheid. Die Schlange ist kleiner geworden vor dem Gesundheitsamt in Hasten. Bis Mittag setzten die Ärzte aber immerhin 355 neue Impfspritzen. Auch am Donnerstag wird wieder von 11 bis 18 Uhr geimpft. Die Kontaktnachverfolgung, ebenfalls eine Aufgabe des Gesundheitsamtes, soll deshalb nicht zurückstehen. Denn nur, wenn die Infektionsketten unterbrochen werden, lässt sich die Pandemie eindämmen.

Die Zahlen – allein bis Mittwochmittag kamen 38 neue Infektionsfälle hinzu – stellt die „Corona-Detektive“ jedoch an jedem neuen Tag vor eine große Herausforderung. Lange verbreitete sich das Virus in Remscheid vergleichsweise langsam. „Dann sind die Zahlen binnen weniger Tage regelrecht explodiert“, sagt Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Neveling. Wer infiziert ist, muss befragt werden und wiederum diejenigen, mit denen er zuletzt Kontakt hatte.

„Das funktioniert nach wie vor hervorragend“, sagt Thomas Neuhaus (Grüne), Gesundheitsdezernent und Leiter des Corona-Krisenstabes. Täglich, auch samstags und sonntags, sitzen die rund 20 Kollegen am Telefon, um dem Coronavirus in Remscheid auf die Spur zu kommen.

Das Team besteht aus Festangestellten und befristet beschäftigten Kräften. Unter ihnen sind Ärzte im Ruhestand und Medizinstudenten. Und zwei sogenannte „Containment Scouts“. Das Robert-Koch-Institut hat sie ausgebildet und bundesweit versandt, um die Gesundheitsämter zu unterstützen.

Die Bundeswehr wird dazu vorläufig nicht wieder in Remscheid einrücken. Sie ließ die Kommunen wissen, dass eine Anfrage wenig Aussicht auf Erfolg habe, solange die Inzidenz die 200 nicht gerissen habe.

Noch liegt Remscheid darunter. Allerdings sehen die Prognosen die Stadt absehbar darüber. Solingen hat die Marke überschritten. Aktuell liegen die Nachbarn bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 248,8.

Mit 2 G Plus verfolgt Solingen in der Pandemie zudem einmal mehr seine eigenen Regeln: Eintritt, so die Empfehlung an Gastronomen und Co., soll nur noch erhalten, wer geimpft oder genesen ist und dazu einen negativen Test vorweisen kann. Die Suche nach den Infektionsketten geriet derweil ins Hintertreffen. „Eine ausführliche Kontaktnachverfolgung wie in der dritten Welle findet derzeit nicht statt“, hieß es in dieser Woche aus dem Solinger Rathaus.

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