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Arbeitskreis plant Remscheider CSD

Luis Langer leitet den queeren Treff donnerstags in der Welle in Lennep.
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Luis Langer leitet den queeren Treff donnerstags in der Welle in Lennep.

Remscheid ist bunt, tolerant und Heimat für unterschiedlichste Menschen. Aber ist die Stadt auch bereit für einen eigenen Christopher-Street-Day?

Remscheid. Die anderen zwei bergischen Städte haben bereits einen „CSD“. Die Anwesenden beim ersten Treffen des Arbeitskreises queer waren sich schnell einig: CSD – ja, unbedingt. Aber in welcher Form? Eine große Straßenparade beim ersten Versuch werde wohl eher schwer umzusetzen sein. Aber vielleicht eine kleine Demo, um auf die queeren Themen aufmerksam zu machen, dazu Infostände und Livemusik.

Die Zugstrecke könnte in verkürzter Form die des Rosenmontagszugs durch Lennep sein, finden die Planerinnen und Planer. Eine anschließende Feier könnte prima auf dem Alten Markt steigen. Zudem könnte der Remscheider CSD eine hervorragende Ergänzung für den nächsten „Lenneper Sommer“ sein. Nun sei das Finden von Sponsoren, die den CSD mit Geld- und Sachspenden unterstützen, wichtig. Wer das Planungsteam unterstützen möchte, ist zum nächsten Treffen des Arbeitskreises queer am Dienstag, 18. Oktober, um 18 Uhr im Haus Mollplatz 3 eingeladen. Anmeldung per E-Mail an: stephie.dobke@diewelle.net

Jugendhilfeausschuss: Queere wünschen sich Christopher Street Day in Remscheid

Die queere Szene wächst derzeit stark in Remscheid. „Wir sind bisher davon ausgegangen, dass sie sich nicht in Remscheid, sondern in anderen Städten treffen“, erklärte Michael Ketterer vom Fachdienst Jugend der Stadt im Ausschuss für Gleichstellung, Vielfalt und Antidiskriminierung. Aber in den Jugendtreffs hätten sich immer mehr geoutet - und den Wunsch geäußert, sich regelmäßig im geschützten Rahmen zu treffen.

Durch Mittel aus dem Förderprogramm „Aufholen nach Corona“ sind zwei wöchentliche Angebote in der Welle und der Gelben Villa entstanden - die sehr gut angenommen würden. Die Finanzierung ist für 2022 gesichert. Sozialdezernent Thomas Neuhaus glaubt, dass es auch 2023 ein Anschluss-Förderprogramm gibt. 20 000 Euro bräuchten Welle und Gelbe Villa, um auch 2023 die Treffs und Aktionen für die queere Szene fortführen zu können. „Hier ist offenbar unmittelbarer Bedarf vorhanden. Man sollte sich überlegen, ob man das nicht in den Jugendhilfeplan bekommt“, sagte Stadtkämmerer Sven Wiertz (SPD). -deki/mw-

Eltern fragen nach: Wie verhalten wir uns am besten?

Die jungen Queeren seien zwischen 13 und 26 Jahre alt und wollten raus aus einem Tabubereich, sagt Michael Ketterer. „Sie wollen sichtbar werden.“ Auch die Resonanz der Eltern sei groß. Sie wollten wissen, wie sie sich am besten bei einem Coming-Out verhalten.

Gelbe Villa: Der queere Jugendtreff findet mittwochs, 18.30 bis 21 Uhr, statt.

Welle: In der Welle treffen sich die Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren donnerstags von 18.30 bis 20.30 Uhr.

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