Nach Hochwasser

Anwohnerin blockiert Brückenbau im Morsbachtal

Nach dem Hochwasser im Juli sind immer noch einige Wege nicht befahr- oder begebar. Auch die Brücke Ulrichskotten muss erneuert werden.
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Nach dem Hochwasser im Juli sind immer noch einige Wege nicht befahr- oder begebar. Auch die Brücke Ulrichskotten muss erneuert werden.
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz versucht den Streit zu schlichten.

Remscheid. Das Provisorium über den Morsbach in Ulrichskotten wird nicht so schnell kommen wie gedacht. Eine Anwohnerin, die am Bach auf der Remscheider Seite wohnt, stellt sich quer. Die Dame in der Hofschaft Morsbach möchte nicht, dass der Status quo ante hergestellt wird. Bei der Hochwasserkatastrophe am 14. Juli wurde die Brücke, die 16 Tonnen aushält, komplett weggerissen. Sie verbindet als eine von zwei Brücken Beckeraue, Beckerhof und Morsbacher Berg auf der Wuppertaler Seite mit Remscheid. Bevor eine neue gebaut werden kann, wäre es wichtig für die Bewohner, zu Fuß oder mit dem Rad ans andere Ufer zu wechseln. Die Hausbesitzerin pocht auf ihr Flurstück und will unterbinden, dass das Technische Hilfswerk (THW) in Höhe des Abzweigs Beckeraue/Morsbacher Berg ein Provisorium hinsetzt.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hat sowohl im telefonischen wie im persönlichen Gespräch vor Ort versucht zu schlichten. Er habe freundliche Gespräche geführt, umso erstaunter sei er über die Weigerung, bedauert Mast-Weisz. Der Fall liegt nun bei Dezernentin Barbara Reul-Nocke. Die Rechtsabteilung der Stadt Remscheid prüft, ob die Eigentümerin im Sinne des Gemeinwohls den Brückenschlag dulden muss. Das wird dauern.

Nachdem sich der Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt nach einem Ortstermin mit einem Brief an Wuppertals Stadtdirektor gewandt hatte, suchte Dr. Johannes Slawig in der Beckeraue den Dialog. In seiner Antwort an Hardt erklärt Slawig, dass die zweite Brücke, über die die Bewohner von der Morsbachtalstraße auf die Wuppertaler Seite gelangen, nach fachlichen Untersuchungen weiter von schwereren Fahrzeugen mit Sondergenehmigung befahren werden dürfe. Zum Beispiel Müllabfuhr, Feuerwehr und Materiallieferanten. Darüber hinaus werde die Brücke Beckeraue, deren Maximallast angesichts der Schäden auf drei Tonnen reduziert wurde, spätestens bis Winterbeginn ertüchtigt.

Nach dem Hochwasser wollen einige Bürger aus dem Morsbachtal lieber in Remscheid statt in Wuppertal wohnen.

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