Anwohner beschweren sich

Gebell nervt: Die Hundewiese im Kuckuck soll weg

Schoko (l.) und Bella haben es sich auf der eingezäunten Hundewiese im Kuckuck gemütlich gemacht. Foto: Doro Siewert
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Schoko (l.) und Bella haben es sich auf der eingezäunten Hundewiese im Kuckuck gemütlich gemacht.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Die Bezirksvertretung beschäftigt sich mit der Beschwerde, Veterinärin entkräftet diese.

Remscheid. Sie wollen nicht länger die Lärmbelästigung durch aggressives und andauerndes Hundegebell hinnehmen, schreiben die Anwohner der Grünanlage Kuckuck in einem Beschwerdebrief an Bezirksbürgermeister Stefan Grote (SPD). Im Kuckuck befindet sich eine von zwei öffentlichen Hundewiesen in Remscheid. Die im Südbezirk ist eingezäunt und wird rege von Vier- und Zweibeinern genutzt – was die direkten Anwohner auf die Palme bringt. „Wir müssen täglich zu jeder Stunde diesen Lärm ertragen.“

Man habe die Herrchen bereits selbst auf das andauernde Gebell angesprochen, sei aber dabei teils übel beschimpft worden, schreiben die Beschwerdeführer. Die Lärmbelästigung verursache Stress, gesundheitliche Schäden seien nicht ausgeschlossen. Auch bei den Hunden, heißt es in dem Brief. Denn laut Meinung der direkten Nachbarn sei die Hanglage des Platzes gesundheitsschädlich für Hunde, Gelenkerkrankungen seien vorprogrammiert. Sie schlagen vor, ein tierärztliches Gutachten dazu erstellen zu lassen.

Die geografische Lage verstärke zudem den Hall des Hundegebells. „Außerdem fühlen wir uns in der Ausübung unserer bürgerlichen Rechte auf eigenem Grundstück massiv eingeschränkt, da wir ohne Lärmbelästigung unsere Terrasse und unseren Garten nicht nutzen können.“ Die Anwohner fordern nun, die Hundewiese in ein weniger bewohntes Gebiet zu verlegen. Die Bezirksvertretung Süd beschäftigt sich in ihrer Sitzung am Mittwoch (17.30 Uhr, Großer Sitzungssaal im Rathaus) mit diesem Thema.

Bellen ist eine natürliche Eigenart von Hunden

Es sei die erste Beschwerde dieser Art seit Errichtung der Hundewiese in 2018, erklärt Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke. Aufgrund der Anregung der Beschwerdeführer, ein tierärztliches Gutachten einzuholen, wurde das Bergische Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (BVLA) um eine fachliche Begutachtung gebeten. Eine Amtstierärztin schaute sich die Hundewiese im Kuckuck an – und entkräftet die Beschwerden der Anwohner. Der Aussage „Der Hundeplatz ist eingezäunt. Durch diesen Zaun zeigen die Hunde Revierverhalten und bellen jeden, der sich diesem Gehege nähert, an“ bringt das BVLA entgegen: „Diese Aussage ist viel zu allgemein gehalten und keine Besonderheit im Hinblick auf das umzäunte Gelände.“ Bellen sei vielmehr eine natürliche Eigenart von Hunden – unabhängig vom Revier. Das sollten Hundebesitzer bei der Erziehung beachten.

Auch Beschwerde Nummer zwei „Die Lage des Platzes ist gesundheitsschädlich für die Hunde, da das Gefälle nicht gut für deren Gelenke ist. Des Weiteren verstärkt die geografische Lage den Hall des Hundegebells“ kann die Amtstierärztin nicht bestätigen. „Auch diese Aussage hat lediglich eine allgemeine Gültigkeit für alle Flächen im Außenbereich. Dem Hundehalter steht es frei, die Verweildauer seines Tieres auf diesem Platz zu wählen und dadurch auch die Intensität der Beanspruchung zu steuern. Selbst Wald- und Wiesenflächen sind nicht immer eben oder ohne Hindernisse wie Wurzeln.“

Einen besonderen Hall konnte die Veterinärin ebenso wenig feststellen.

Hundenanny erfüllt sich ihren Kindheitstraum.

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