Coronavirus

Antikörper-Schnelltest: Ein Tropfen Blut im Drive-in schafft doppelte Sicherheit

Der Drive-in der Best GmbH am Schützenplatz bietet ab sofort auch einen Antikörper-Schnelltest an: Im Auto Jan Spieß, davor Mitarbeiterin Dagmar Sanker und Helmut Kaulhausen. Foto: Andreas Weber
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Der Drive-in der Best GmbH am Schützenplatz bietet ab sofort auch einen Antikörper-Schnelltest an: Im Auto Jan Spieß, davor Mitarbeiterin Dagmar Sanker und Helmut Kaulhausen.
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Best GmbH bietet auf dem Schützenplatz nun auch Antikörper-Schnelltests für Geimpfte und Genesene an

Remscheid. Die bergische Best GmbH baute nach Zotz Klimas Ende vergangenen Jahres das erste Schnelltestzentrum in Remscheid auf. Mit ihrem Drive-in auf dem Schützenplatz gehörten sie in NRW zu den Vorreitern. Nun erweitert Best ihr Angebot und bietet neben dem Antigen- zusätzlich einen Antikörper-Schnelltest an. „Denn zunehmend besteht ein Interesse an der Frage, ob nach der zweiten Impfung bzw. nach einer Erkrankung an Covid-19 ein Schutz besteht“, erklärt der ärztliche Leiter der Teststelle, Professor Dr. Helmut Kaulhausen. „Der Nachweis von neutralisierenden CoV-2-IgG-Antikörpern kann einen Schutz vor einer Infektion aufzeigen.“

Antikörper-Schnelltest in Remscheid: Das Ergebnis liegt nach 10 bis 15 Minuten vor

Geführt wird dieser mittels eines Tropfens Blut aus der Fingerkuppe am Autofenster. Der rote Tropfen wird in eine Kassette geträufelt, die nahezu identisch ist mit der vom Antigen-Test. Das Ergebnis liegt nach 10 bis 15 Minuten vor. Auch dies ist nicht neu. Beim Ergebnis gibt es einen gravierenden Unterschied. Signalisiert beim Antigen-Schnelltest ein einzelner roter Strich, der sich beim Buchstaben C bildet, dass alles okay ist, sollten es beim Antikörper-Schnelltest zwei Balken sein. Ein weiterer Strich beim T bedeutet, dass der Getestete positiv ist und Antikörper gebildet hat.

Fehlt der zweite Strich, heißt dies: „Der Antikörper-Schnelltest ist negativ.“ Handlungsbedarf besteht: „Dies sollte mit dem Hausarzt individuell besprochen werden“, meint Helmut Kaulhausen. „Dann kann ergänzend eine Titerbestimmung dieses Antikörpers im venösen Blut durchgeführt werden.“ Der Preis für den Antigen-Schnelltest, dessen Treffsicherheit laut Hersteller bei 99 Prozent liegt, beträgt 25 Euro und ist auf dem Schützenplatz in bar gegen Quittung zu entrichten. Am Dienstag wurde das neue Angebot offiziell erstmals von dem pro Schicht mit drei Personen besetzten Team durchgeführt.

Die Best GmbH geht davon aus, dass dieses weitere Stück Sicherheit weitere Kunden beschert. Kaulhausen weiß, dass nach beiden Impfungen oder Genesung ein halbes Jahr Schutz garantiert ist und dass sich später alle darauf einstellen müssen, einmal im Jahr eine Auffrischungsimpfung gegen Corona geben zu lassen.

Am Best-Container sind die Zahlen in den vergangenen Wochen stark runtergegangen. Die aus dem Boden sprießenden Testcenter in Remscheid – insgesamt 18 – aber auch die erfreulicherweise stark rückläufigen Inzidenzen haben dazu geführt, dass viel weniger Kunden vorbeigeschaut haben. „Wir haben häufig über zehn Stunden verteilt 200 bis 240 Antigen-Tests gehabt, in den letzten Wochen waren es teilweise deutlich weniger als 100“, blickt Kaulhausen auf die Statistik.

Schnelltestzentrum in Remscheid: Öffnungszeiten wurden aufgrund sinkender Nachfrage reduziert

Am 2. Juni führte Best noch 215 Tests durch, Ende Juni sank die Kundenfrequenz an einem Tag auf 26. Die Gesellschafter haben auf die nachlassende Nachfrage reagiert und die Öffnungszeiten reduziert. So ist diese Woche Montag bis Samstag von 8 bis 13 Uhr und nur Montag, Freitag und Samstag zusätzlich von 13 bis 18 Uhr auf. „Es ist denkbar, dass wir nächste Woche den Montagnachmittag wegfallen lassen“, erklärt Kaulhausen. Nicht gerüttelt wird am Freitag. „Das ist bei uns der stärkste Tag.“

Vierzehntägig wollen die Gesellschafter in Zukunft entscheiden, ob sie die Öffnungszeiten anpassen. Dass trotz der optimistisch stimmenden Entwicklung nicht alles vorbei ist, befürchtet Professor Kaulhausen: „Ich gehe leider davon aus, dass uns nach der Urlaubszeit im September eine vierte Corona-Welle bevorsteht.“

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