Prozess

Angeklagter soll Ex mit Messer bedroht haben

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Das Landgericht in Wuppertal.

Zwei Remscheider wegen Erpressung mit Misshandlung angeklagt.

Remscheid. In einem Strafprozess um Gewalt und Erpressung über womöglich 10.000 Euro im familiären Umfeld stehen seit Dienstag zwei Angeklagte aus Remscheid vor dem Landgericht in Wuppertal. Der 27 Jahre alte Mann und die 48 Jahre alte Frau sollen Übergriffe auf eine frühere Lebensgefährtin des Mannes begangen haben. Laut Staatsanwaltschaft war der 27-Jährige der Haupttäter. Hintergrund könnte laut Telefonmitschnitten ein Eifersuchtsstreit gewesen sein.

Die Anklage geht davon aus, dass der 27-Jährige seinem Opfer bei mindestens einer Gelegenheit ein Messer an den Hals gehalten hat, um sie zu erpressen. Er habe Geld gefordert und die Frau misshandelt. Sie erlitt Verletzungen. Die ältere Mitangeklagte sei dabei gewesen und habe die Tat unterstützt. Bei einer weiteren Tat soll der 27-Jährige die Geschädigte bedroht haben, er werde sie anzünden, falls sie ihre Anzeige gegen ihn nicht zurücknehme. Die Übergriffe sollen sich zwischen März und Mai 2020 an verschiedenen Orten in Remscheid abgespielt haben.

Beide Angeklagte schweigen zu den Vorwürfen, der 27-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Die Geschädigte wiederum fehlte zum Prozessbeginn: Ihrer Anwältin zufolge befindet sich die Frau seit kurzem stationär in einer Klinik. Sie könne derzeit nicht aussagen.

Das Gericht spielte Telefonmitschnitte ab, bei denen die Geschädigte verzweifelt fragt, warum sie geschlagen wurde. Eine männliche Stimme erklärt, er habe noch gar nichts getan. Sie habe ihn betrogen, er wolle sie demütigen. Er wolle zurück, was ihm gehört: „Ich will das Geld oder dass Du dich umbringst.“ In einer weiteren Aufnahme sagt eine Frauenstimme: „Das ist noch gar nichts. Ich will Dir keine Angst machen, aber morgen wird es schlimmer.“ Die Verletzte wiederum beteuert, die Vorwürfe gegen sie seien falsch.

Das Gericht hat zusätzliche Verhandlungstage festgesetzt. Fortsetzung im Februar. dilo

Erst Anfang des Monats hatte ein 33-Jähriger wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht gestanden.

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