Remscheid

An diesen Standorten sollen Wasserspender entstehen

Am Bahnhof Lennep gibt es bereits ein Gerät, aus dem auf Knopfdruck Wasser gezapft werden kann.
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Am Bahnhof Lennep gibt es bereits ein Gerät, aus dem auf Knopfdruck Wasser gezapft werden kann.
  • VonMichelle Jünger
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Am Lenneper Bahnhof gibt es bereits einen, hinzu kommen bald weitere.

Remscheid. Alle Bürger sollen möglichst einfach Zugang zu Trinkwasser haben. So sieht es eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2020 vor. Für Deutschland bedeutet das: Städte sind verpflichtet, Trinkbrunnen im öffentlichen Raum aufzustellen. In Remscheid gibt es allerdings erst einen. Das soll sich ändern.

Der einzige Trinkwasserbrunnen in Remscheid steht seit April 2022 – am Lenneper Bahnhof. Geplant sind aber weitere Wasserspender in Remscheid. Unter anderem ist auf der Alleestraße vor dem Allee-Center bereits ein Brunnen geplant, berichtet Gebäudemanager Thomas Judt. Der Stadtrat habe bereits grünes Licht gegeben.

Bezahlen für Betrieb und Wartung werde die Stadt. Um Aufbau, das Gerät und auch die Wartung für den Standort in der Alleestraße soll sich aber federführend die EWR GmbH kümmern. „Die Geräte sollen über die EWR gestellt werden. Den Rest bezahlt das Gebäudemanagement“, fügt Judt hinzu.

Brunnen für Ebert-Platz und Lüttringhausen

Auch der Friedrich-Ebert-Platz soll im Zuge des Umbaus einen Trinkbrunnen bekommen. Die Planung und Installation übernehme in diesem Fall jedoch das Planungsbüro, sagt Dr. Joachim Frings, Leiter Betrieb Gas/Wasser bei der EWR. Auch in Lüttringhausen soll ein Brunnen entstehen.

So funktionieren die öffentlichen Wasserspender

Geplant seien ähnliche Geräte wie der Wasserspender in Lennep. Dabei handelt es sich um eine Edelstahlsäule mit Druckknopf. Wird der gedrückt, sprudelt etwa eine Minute frisches Wasser. Von der kleinen Fontäne könne man ohne Kontakt direkt trinken oder eine Flasche unter den Wasserbogen halten.

Hygiene: Spülung, Reinigung, Kontrollen

Damit sich Bakterien nicht festsetzen können, spült sich das Gerät automatisch alle 15 Minuten. Zur Wartung und Gewährleistung gehöre auch, dass die EWR das Gerät mindestens einmal pro Woche reinigen und die Batterie prüfen. „Jede Woche wird außerdem die Wasserqualität in zehn Haushalten überprüft, der Wasserspender gehört auch dazu“, sagt Dr. Frings. Dadurch soll man in den warmen Monaten jederzeit unbedenklich von den Spendern trinken können.

Zu Zeitplan und Kosten für die neuen Wasserspender kann die EWR noch nichts sagen. Es fehle bisher der Auftrag der Stadt. Sobald der erteilt wird, schätzt Frings, dauere es zwei bis drei Monate, bis die Geräte stehen. „Sie sind noch nicht bestellt, und der genaue Umfang der anfallenden Arbeiten noch nicht bekannt.“ Auf keinen Fall werde man sie noch vor möglichen kalten Wintermonaten installieren, sondern erst im Frühjahr - wenn sie denn bis dahin geliefert sind.

Die Kosten für den Wasserspender in Lennep belaufen sich mit allen notwendigen Arbeiten auf etwa 10.000 Euro. Im Winter wird er übrigens nicht weiterlaufen: Von etwa Mitte Oktober bis April wird die Batterie entfernt und der Brunnen geleert, damit es nicht zu Frostschäden kommt.

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