Neuer Asphalt

Am Friedrich-Ebert-Platz geht es jetzt sichtbar voran

An der Konrad-Adenauer-Straße sind die Bauarbeiten inzwischen sichtbar: Am Dienstag war die Fräsmaschine im Einsatz.
+
An der Konrad-Adenauer-Straße sind die Bauarbeiten inzwischen sichtbar: Am Dienstag war die Fräsmaschine im Einsatz.

Der Ausbau der Konrad-Adenauer-Straße bereitet den großen Umbau des Busbahnhofs vor.

Von Timo Lemmer

Remscheid. Jetzt sieht man auch mal was. Seit den Sommerferien laufen vorbereitende Bauarbeiten, die alle im Zuge des großen Umbaus des Friedrich-Ebert-Platzes unternommen werden: Sie sind notwendig, damit ab Frühjahr 2023 der Neubau erfolgen kann – und das ungestört von kleineren Arbeiten. Vieles davon ist im Verborgenen geschehen oder war so schnell erledigt, dass es kaum jemand registriert hat.

Doch die Bauarbeiten, die seit Montag laufen, sind sowohl sichtbar als auch mit Behinderungen verbunden: Die Konrad-Adenauer-Straße wird aufgerissen und neu asphaltiert – zumindest von der Einmündung Elberfelder Straße bis zur Wilhelm-Schuy-Straße. Deshalb ist die Straße seit Wochenbeginn in diesem Bereich nur in Richtung Theater befahrbar. Fünf Wochen sollen die Arbeiten dauern, solange wird auch die Einbahnstraßenregelung gelten.

Der Asphalt wird berechnet wie die Statik eines Hauses.

Peter Hartmann (TBR)

Die Straße erhält eine neue Fahrbahn. Die Maßnahme fügt sich in eine Liste kleinerer Arbeiten ein, deren Ende für März 2023 vorgesehen ist. Die neue Fahrbahn ist notwendig, um den kommenden Belastungen rund um den neuen Busbahnhof gerecht zu werden. Das erklärt Peter Hartmann von den Technischen Betrieben Remscheid (TBR): „Wir machen in diesem Bereich einen Vollausbau.“

Auf 70 Zentimeter Tiefe wird die Straße ausgehoben, auf die Schottertragschicht kommt dann später ein spezieller Asphaltaufbau. „Es handelt sich um einen sehr, sehr harten Asphalt“, erläutert Hartmann, der Bauleiter der vorbereitenden Arbeiten bis März ist. Seit rund zehn Jahren verwendet die Stadt das Gemisch an hochbelasteten Bushaltestellen. „Die Mischung ist abgestimmt auf den späteren Friedrich-Ebert-Platz, dabei geht es um Spannfestigkeit und Spurrillenbildung. Der Asphalt hat fast Autobahnausmaße.“

Denn oberhalb des Friedrich-Ebert-Platzes soll eine Wendefläche für Busse entstehen, so dass Anzahl und Gewicht der Busse mitgedacht werden muss. „Hierfür gibt es eine eigene Berechnungsmethode. Das ist vergleichbar mit der Statik für ein Haus.“ Derweil sei die Baumaßnahme an sich nicht groß, aber grundlegend. Hartmann: „Wir haben vorgezogen und zusammengepackt, was später bei den großen Arbeiten stören würde.“

Kleine Maßnahmen sind zeitintensiv

Während eine neue Straßendecke aufgebracht wird, bleibt der Gehweg unverändert. Allerdings wird in den kommenden Monaten noch neue Beleuchtung installiert. Das hat nicht zuletzt mit dem neuen Zebrastreifen, der voraussichtlich zu Jahresbeginn unweit des alten aufgebracht wird, zu tun.

„Viele der kleineren Maßnahmen sind sehr zeitintensiv, so dass wir schon im Sommer begonnen haben“, sagt Hartmann. Zu den unsichtbaren Dingen gehören unter anderem Verkehrsrechner, die Ampeln oder Parkleitsystem steuern, die umziehen müssen.

Mit der Asphaltmischung hat die Stadt bislang sehr gute Erfahrungen gemacht. Wichtig ist, dass es nicht zu kalt wird: Daher haben die Arbeiter auch im Oktober begonnen. „Wir versuchen, so schnell wie möglich fertig zu werden.“ Vor Dezember soll der Straßenausbau durch sein – und im März dann die letzte vorbereitende Maßnahme. Im Gesamtplan bis Frühjahr liege man, trotz einiger Corona- und Materialprobleme der letzten Monate, „sehr gut drin“. Es ist davon auszugehen, dass ab Frühjahr das große Ganze, der Friedrich-Ebert-Platz, in Angriff genommen werden kann.

Hintergrund

Umleitung: Aktuell wird der gesamte Verkehr aus Richtung Theater/Center über die Scharffstraße zur Elberfelder Straße umgeleitet. Der Busverkehr nutzt dieselbe Strecke zum Friedrich-Ebert-Platz.

Ziel: Wenn im März alle Vorbereitungen durch sind, soll der große Umbau erfolgen. Hartmann: „Der Stadt ist es wirklich ein sehr großes Anliegen, dass es jetzt am Friedrich-Ebert-Platz vorangeht.“

Lesen Sie auch: Aus für Knusthöhe führt zu Kontroverse

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Aldi kommt ins Allee-Center – Eröffnungstermin steht fest
Aldi kommt ins Allee-Center – Eröffnungstermin steht fest
Aldi kommt ins Allee-Center – Eröffnungstermin steht fest
Knutschkugel Pasa sucht einen Platz an der Sonne
Knutschkugel Pasa sucht einen Platz an der Sonne
Knutschkugel Pasa sucht einen Platz an der Sonne
Metallverwerter retten Lenneper Gans
Metallverwerter retten Lenneper Gans
Metallverwerter retten Lenneper Gans
Wo ist dieses Foto 1960 entstanden?
Wo ist dieses Foto 1960 entstanden?
Wo ist dieses Foto 1960 entstanden?

Kommentare