Vorbote für Umbau

Alte Tankstelle am Ebert-Platz verschwindet

Die alte Tankstelle am Friedrich-Ebert-Platz wird abgerissen, um Platz für Baufahrzeuge und Materialien zu schaffen. Das ist nach dem Abriss des Betriebsgebäudes der Stadtwerke im Zuge der Neugestaltung des gesamten Areals der nächste Schritt.
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Die alte Tankstelle am Friedrich-Ebert-Platz wird abgerissen, um Platz für Baufahrzeuge und Materialien zu schaffen. Das ist nach dem Abriss des Betriebsgebäudes der Stadtwerke im Zuge der Neugestaltung des gesamten Areals der nächste Schritt.
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Der Abriss ist Vorbote für den Umbau des Busbahnhofs. Die Stadt verhandelt mit weiteren Gebäudebesitzern.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Wer in diesen Tagen am Friedrich-Ebert-Platz unterwegs ist, kann beobachten, wie die alte Tankstelle am Rande des Areals verschwindet. Sie muss weichen, um Baufahrzeugen und Materialien Raum zu verschaffen, die beim groß angelegten Umbau des Busbahnhofs eingesetzt werden.

Die Tankstelle ist die erste Immobilie, die Remscheid für die Modernisierung der Innenstadt erworben hat. Weitere Ankäufe sollen folgen, wie Baudezernent Peter Heinze berichtet. „Die Verhandlungen laufen weiter“, sagt er mit Blick auf das Sinn-Leffers-Gebäude und das Metropol-Kino. Auch mit Leo Schönhals, dem Besitzer des ehemaligen Woolworth-Standorts an der Alleestraße, sei der „Gesprächsfaden nicht abgerissen“.

Mit dem Erwerb würde sich die Stadt die Nutzungsrechte der Flächen sichern, die zur Reaktivierung der Einkaufsmeile beitragen sollen. Im „Dritten Ort“, wie das Projekt getauft wurde, soll auf dem Gelände des verwaisten Kaufhauses Sinn-Leffers ein Gebäudekomplex mit Freizeit- und Kultureinrichtungen entstehen, etwa mit der Stadtbücherei. „Wir sind bei den Verhandlungen noch nicht zu einem Ergebnis beim Kaufpreis gekommen“, berichtet Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz.

Beim Kino ist nur ein Abriss, kein Neubau geplant. „Hier soll ein Verbindungsweg vom Ebert-Platz zur Alleestraße entstehen“, erläutert Heinze, der dies als „wünschenswert“ bezeichnet, um den Buspassagieren den Weg in die Innenstadt zu weisen. „Aber wir sind nicht bereit, Mondpreise zu zahlen“, fügt er mit Blick auf die aktuellen Verhandlungen hinzu, die er nicht näher schildern will. Das Thema Wohnen könnte derweil beim ehemaligen Woolworth-Standort die Hauptrolle spielen.

„Aber wir sind nicht bereit, Mondpreise zu zahlen.“

Baudernent Peter Heinze

All das ist Zukunftsmusik. Zeitnah sollen hingegen weitere Vorbereitungen für den Umbau des Ebert-Platzes erfolgen, wie der Baudezernent berichtet. In einem ersten Schritt sollen in den kommenden Wochen Vorbereitungen für die beiden neuen Fußgängerampeln am Ämterhaus und am EMMA-Gymnasium über die Fahrbahn der Elberfelder Straße erfolgen. Sie ersetzen die Unterführung, die beim Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes wegfällt und zugeschüttet wird. Die Ausschreibung für diese Arbeiten soll noch in diesem Jahr erfolgen, kündigt Heinze an.

Rund 15 Millionen Euro investieren Stadt und Stadtwerke in die Modernisierung des Busbahnhofs, der unter anderem eine neue Wartezone in Form eines geschwungenen Hockeyschlägers und einen begrünten Platz erhalten soll. Der Anteil der Stadt in Höhe von 9,3 Millionen Euro wird mit Zuschüssen des Landes NRW finanziert. Die Stadtwerke kommen für ihren Part in den Genuss von Fördermitteln des Verkehrsbundes VRR, womit das neue Betriebsgebäude finanziert wird. Das bisherige ist bereits vor einigen Monaten abgerissen worden - dies war der erste sichtbare Vorbote für die Riesenbaustelle, die 2023 endgültig Schwung aufnehmen soll.

Dies sei aber nur der Beginn eines langen Prozesses. „Was hier entsteht, soll nicht nur für fünf, sondern für fünfzig Jahre Bestand haben“, erklärt OB Mast-Weisz, der den Kampf gegen die Leerstände an der Alleestraße als „große Herausforderung“ bezeichnet. „Aber damit steht Remscheid nicht alleine. Auch andere Städte müssen das Problem lösen. Und die kochen auch nur mit Wasser“, sagt er mit Blick auf das Revitalisierungsprogramm für die Innenstadt, das 2014 beschlossen wurde und ursprünglich einmal über 30 Einzelprojekte umfasste.

Umgesetzt wurden bislang der Kauf neuer Bänke und die Terrassenanlagen vor den Gaststätten an der Alten Bismarckstraße, um dort Außengastronomie zu ermöglichen. In diesem Jahr sollen zusätzlich die neuen Laternen mit Lichteffekten an der Alleestraße folgen.

Betriebsgebäude

Für 2023 kündigten die Remscheider Stadtwerke den Startschuss für den Bau ihres neuen Betriebsgebäudes auf dem Friedrich-Ebert-Platz an. Es soll neben einem Gastro-Angebot auch eine öffentliche Toilette erhalten. Nach dem Abriss der bisherigen Zentrale haben die Mitarbeitenden vorübergehend ihre Sozialräume im Haus Konrad-Adenauer-Straße 7, wo auch die CDU-Geschäftsstelle beheimatet ist.

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