Kneipen und Co.

Alte Bismarckstraße: Terrassen für die Außengastronomie lassen auf sich warten

Marvin Schneider (l.) und Niklas Bergmann im Sommer 2020. Schon damals freuten sie sich auf die Terrassen, die vor dem Saxo und dem Vis á Vis entstehen sollen. Foto: Roland Keusch
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Marvin Schneider (l.) und Niklas Bergmann im Sommer 2020. Schon damals freuten sie sich auf die Terrassen, die vor dem Saxo und dem Vis á Vis entstehen sollen.
  • Axel Richter
    VonAxel Richter
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Die Gastronomen kauften schon Möbel. Doch die Terrassen, die ihnen die Stadt Remscheid schon für das Frühjahr versprochen hat, fehlen immer noch.

Remscheid. Wohin mit den Tischen und Stühlen? Diese Frage stellt sich den Gastronomen in der Alten Bismarckstraße. Angeschafft haben sie die Möbel für die Terrassen, die ihnen die Stadt Remscheid vor ihren Kneipen versprochen hatte. Erst sollten sie im Frühjahr, dann spätestens im Oktober da sein. Doch auch aus dem Herbsttermin wird bekanntlich nichts.

Wie berichtet, rechnet die Verwaltung mit dem Bau der Terrassen nun erst im nächsten Jahr. Den Kneipenwirten stellt sich nun indes die Platzfrage. Im jüngsten Ausschuss für Wirtschaftsförderung bat Marvin Schneider (Grüne) deshalb um Hilfe: Kann die Stadt die Möbel für die Außengastronomie vorübergehend unterstellen?

„Das sieht nach einem winzigen Projekt aus. Das ist es aber nicht.“

Peter Heinze, Baudezernent

Schneider ist auch Vorsitzender des Vereins My Viertel, der sich in der Alten Bismarckstraße um eine funktionierende Nachbarschaft, um Feste und eine attraktive kleine Kneipenszene kümmert. Eigentlich sei man ja Fan der Verwaltung, hielt er im Ausschuss zur Freude von Baudezernent Peter Heinze fest. Die Enttäuschung über den nochmals aufgeschobenen Terrassenbau sei indes groß.

Der Baudezernent warb um Verständnis. „Das sieht nach einem winzigen Projekt aus. Das ist es aber nicht“, erklärte er und berichtete von unterirdischen Leitungen, Anschlüssen für die Straßenbeleuchtung und Verträgen mit Gastronomen und der Vergabe von Fördermitteln. Bewusst habe die Verwaltung bei der Ausschreibung zudem darauf verzichtet, Termine zu setzen. Denn: Stahlbauer und Tischler können sich vor Aufträgen nicht retten und müssen überdies auf Rohstoffe lange warten. Einen Stahlbauer hat die Stadt nun gefunden, der das Terrassen-Projekt umsetzen möchte.

Verzögerungen gab es darüber hinaus in der Planung. Ein Gastronom entschied sich spät dafür, ebenfalls eine Terrasse vor seiner Kneipentür haben zu wollen, berichtet Chefstadtplanerin Christina Kutschaty. Da sei die Planung bereits abgeschlossen gewesen. Fünf Kneipen sind es nun, die im nächsten Jahr eine Terrasse bekommen sollen. Die Gäste im „My Viertel“ sollen dann bequemer draußen sitzen können. Die Alte Bismarckstraße ist steil, für Tische und Stühle hat sie nur wenig Platz. Zugleich soll das neue Beleuchtungskonzept erprobt werden. Geplant ist, dass ausgehend von der Alten Bismarckstraße einst der ganzen Allee ein Licht aufgeht.

Für den kleinen Weihnachtsmarkt, den der Verein My Viertel an der Stadtkirche plant, kommen Terrassen und Leuchten zu spät. Die Möbel für die Außengastronomie sollen dann eingelagert sein. Baudezernat Heinze versprach, sich darum zu kümmern.

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