Meine erste Platte

Als Achtjährige war Birgit Allendorf fasziniert von den Rubettes

Birgit Allendorf ist Mitinhaberin des Déjà-Vu in Lenhartzhammer. Ihre musikalischen Vorlieben reichen von Mainstream-Pop bis Metallica. Privat hört sie meistens im Auto CDs. Foto: Roland Keusch
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Birgit Allendorf ist Mitinhaberin des Déjà-Vu in Lenhartzhammer. Ihre musikalischen Vorlieben reichen von Mainstream-Pop bis Metallica. Privat hört sie meistens im Auto CDs.

Birgit Allendorf ist Mitinhaberin des Déjà-Vu. Den Rock entdeckte sie erst als junge Erwachsene.

Von Peter Klohs

Remscheid. Ihre ersten Platten, so Birgit Allendorf, habe sie leider nicht mehr, und vielleicht sei das in manchen Fällen gut so. „Ich war acht Jahre alt“, erinnert sich die Mitinhaberin des Musik-Clubs Déjà-Vu in Lenhartzhammer, „und noch ein Kind. Ich kann nicht mehr sagen, was mich an ‚Sugar Baby Love’ der Rubettes so fasziniert hat, dass ich sie mir gekauft habe.“ Es mag die für einen Mann ungewöhnlich hohe Stimme des Sängers Paul da Vinci gewesen sein, aber das kann sie nicht mehr bestätigen.

„Es kamen schnell weitere Platten hinzu“, erinnert sich Allendorf, „alles Singles mit 45 Umdrehungen pro Minute. Ich sehe noch ¸Moviestar’ von Harpo vor mir. Das war Mainstream-Pop-Musik, und die begleitete mich lange.“

Ihre erste LP mag sie nicht so recht erwähnen. „Das ist schon peinlich“, findet sie, lässt sich dann aber doch erweichen. „Die Teens“, gibt sie zu. „Die konnten nix, waren optisch aber eine Augenweide für ein junges Mädchen.“ In unserem Gespräch erwähnt sie noch andere in den 70er-Jahren populäre Musikanten, die aber hier nicht erwähnt werden dürfen, ansonsten Birgit Allendorf die Kündigung der Freundschaft angekündigt hat.

„Als Kind hörte ich durch die Wand des Schlafzimmers, was meine Eltern damals so hörten“, weiß sie zu berichten. „Peter Alexander, Conny Froboes, deutsche Sachen halt. Oder die alten Schellack-Platten mit Rudolf Schock und Gerhard Wendland. Dafür waren die Rubettes schon eine Revolution. Meine Eltern hörten keine Beatles.“

Birgit Allendorf war 21, als sie auf einer Autofahrt zum ersten Mal mit deftiger Rockmusik in Berührung kam: Axxis lief da im Autoradio. „Da fing der ganze Spuk an“, sagt sie. „Die Popmusik war dadurch nicht erledigt. Ich bin ein Kind der 80er-Jahre und liebe diese Musik noch immer. Die ist auch weithin beliebt, was ich im Déjà deutlich merke, wenn mal wieder 80er-Jahre-Party angesagt ist.“

Sie sei, so die 1966 in Remscheid geborene Allendorf, immer eine Spätzünderin gewesen. „Mit 21 den Rock entdeckt, mit Anfang 40 zum ersten Mal auf einem großen Konzert gewesen. Das war „Ich & Ich“ im Kölner Paladium, und ich war geflasht.“ Sie denkt nach und korrigiert sich. „Nein, das war Phil Collins, auch in Köln.“ Sie erinnert sich an tolle Konzerte von ACDC, Robbie Williams und O.M.D. Geplant sind Konzertbesuche bei Eisbrecher, Imagine Dragons und Volbeat.

Reggae ist für sie furchtbare Musik

Aber auch eine Frau, die bei ihrer Arbeit stetig von Musik begleitet wird, kann nicht alle Arten von Tönen ertragen. „Ich mag keinen Reggae“, gibt sie zu. „Das ist furchtbare Musik für mich. Jazz ist auch nicht mein Ding, Hip-Hop desgleichen. Klassik geht in Maßen, und ich gebe gerne zu, dass ich sehr gerne einmal in die Oper gehen würde. Das stelle ich mir ganz toll vor.“

Ansonsten hört sie gerne alles zwischen Mainstream-Pop und Metallica. „Man muss als Mädchen auch mal mitgehen können, ohne Headbangen.“ Michael Jackson hätte sie gerne mal live gesehen, die Musiklegende Queen ebenso. Bei Jackson muss ich passen, bei Queen kann ich punkten und erzähle von meinem Besuch eines Queen-Konzertes in Essen. Neidvolle Blicke treffen mich. „Ich hätte wirklich eher anfangen sollen, auf Konzerte zu gehen“, bedauert sie.

Da sie an ihrem Arbeitsplatz dauernd Musik hört, ist die Lust, dies auch zu Hause zu tun, wenig entwickelt. „Ich höre meistens im Auto CDs“, sagt Birgit. „Und im Déjà natürlich, wenn ich denn öffnen darf.“ Zur Zeit ist der Club coronabedingt geschlossen.

Hintergrund

Birgit Allendorfs „Geheimtipp“ ist die irische Future-Pop-Band „VNV Nation“ des Musikers Ronan Harris. „Diese Musik habe ich im Déjà kennengelernt“, sagt sie. Die Vermischung tanzbarer elektronischer Rhythmen und des Techno-Trance in einen futuristischen Kontext hat sie sofort begeistert. Sie hat VNV Nation auch diverse Male live gesehen. „Die sind wirklich sträflich unterschätzt“, ist die Meinung der Mitinhaberin des Déjá Vu.

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