Die Innenstadt soll belebt werden

Alleestraße: Umbauprogramm soll jetzt Schwung aufnehmen

Auf der Alleestraße soll wieder Leben einkehren – mit vielen millionenschweren Investitionen. Foto: Roland Keusch
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Auf der Alleestraße soll wieder Leben einkehren – mit vielen millionenschweren Investitionen.
  • Frank Michalczak
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Stadtplaner wollen diverse Förderprogramme verzahnen.

Remscheid. Wenn Stadtplaner Andreas Huth an die Zukunft Remscheids denkt, gerät er ins Schwärmen: Sein abendlicher Spaziergang führt vom Kino am Hauptbahnhof zur Alten Bismarckstraße, wo Außengastronomie auf den neuen Terrassen entstanden ist. Hinauf geht es zur Allee, die mit Motivbeleuchtung aufwartet. Im unteren Bereich sind Freizeiteinrichtungen entstanden. Wo früher das Modehaus SinnLeffers Kunden anzog, steht ein hochmodernes Gebäude mit diversen Anlaufstellen, wie der Stadtbibliothek. In der Mitte der verwaisten Einkaufsmeile ist in einem neuen Komplex Wohnraum für Senioren und eine Kita entstanden – auf dem Standort des ehemaligen Woolworth-Warenhauses. Weiter oben gibt es wie bisher Einzelhandel.

Aus dieser Vision soll in den nächsten zehn Jahren Realität werden mit öffentlichen Mitteln und dem Engagement privater Eigentümer. Die Stadtplaner Christina Kutschaty, Andreas Huth und Baudezernent Peter Heinze stellten gestern noch einmal die Pläne vor, bei denen mehrere Förderprogramme verzahnt werden sollen. Schwung soll vor allem die Ausweisung des Sanierungsgebiets Alleestraße bringen mit den neuen Schwerpunkten Freizeit (unten), Wohnen (Mitte) und Handel (oben).

Nach diesen Nutzungen müssen sich künftig die Immobilienbesitzer richten, wenn sie ihr Gebäude umbauen. Sie sollen mit Fördergeld und steuerlichen Vorteilen ermutigt werden, in ihr Eigentum zu investieren – oder an die Stadt zu verkaufen, die dann einen Investoren suchen könnte. Beispiel: SinnLeffers: „Wir haben ein Vorkaufsrecht und werden es nutzen“, sagt Peter Heinze, dem dort ein neues Gebäude mit nicht-kommerziellen Angeboten vorschwebt. Beispiel: Altes Kino an der Allee – es soll verschwinden und Platz für grüne Terrassen schaffen, die einen attraktiven Übergang zum Friedrich-Ebert-Platz bieten: „Wir befinden uns in Gesprächen mit dem Hauseigentümer. Die alte Tankstelle am Busbahnhof haben wir bereits erworben“, berichtet Christina Kutschaty.

Beispiel: Alleestraße 10 (neben der Post). Dort ist ein Erlebnisraum vorgesehen – mit Gastronomie oder auch Co-Working-Räumen. Die Kontaktaufnahme mit dem Gebäudebesitzer sei erfolgt. Für all das fließen 25 Millionen Euro aus der Städtebauförderung, 6,4 Millionen zahlt die Stadt, die sich nun an die Umsetzung begeben muss – wenn das Sanierungsgebiet vom Rat beschlossen wird.

Auch das Allee-Center soll umgebaut werden.

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