Diebstahl

Alle Baumtafeln auf dem evangelischen Friedhof Hasten gestohlen

Pfarrer Siegfried Landau zeigt auf dem Friedhof einen der Bäume, wo die Schilder gestohlen wurden – eingeklinkt ein Beispiel, wie die kleinen Grabtafeln aussahen.Fotos: Michael Schütz/Siegfried Landau
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Pfarrer Siegfried Landau zeigt auf dem Friedhof einen der Bäume, wo die Schilder gestohlen wurden – eingeklinkt ein Beispiel, wie die kleinen Grabtafeln aussahen.
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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Grabschändung in Hasten – Täter ließen kein Schild entlang der Friedhofsallee aus

Remscheid. Schock für die evangelische Kirchengemeinde in Hasten: Die Namenstafeln an den Baumurnengräbern auf dem Friedhof an der Jöstingstraße wurden allesamt gestohlen. Als Pfarrer Siegfried Landau gestern Morgen von einer Beerdigung kam und von dem Frevel erfuhr, stand ihm der Schreck ins Gesicht geschrieben: „Wer macht so etwas?“, fragte der evangelische Geistliche ratlos.

Der Tatzeitpunkt steht bislang nicht fest, er lässt sich nur eingrenzen. Eine Zeugin, die dort mit ihrem Hund täglich spazieren geht, bestätigte, dass die Schilder am Mittwoch noch dagewesen seien. Weitere Zeugen werden nun von der herbeigerufenen Polizei gesucht, die Mittwoch oder Donnerstag – wahrscheinlich abends oder nachts – Verdächtiges auf dem Friedhof wahrgenommen haben. Anzeige wurde erstattet.

Entlang der Friedhofsallee, die in Verlängerung der Jöstingstraße durch das 3,1 Hektar große Areal der letzten Ruhestätten führt, war ganze Arbeit geleistet worden. Mehr als 20 Schilder montierten der oder die Täter von den Bäumen ab. „Ohne entsprechendes Werkzeug wird das nicht möglich gewesen sein“, vermutet Landau, der ein derartiges Ausmaß an Grabschändung in Hasten noch nicht erlebt.

Keine Spuren: Nur ein Nagel blieb beim Diebstahl zurück

„Nur ein Nagel wurde als Überbleibsel der Tat gefunden“, berichtet Siegfried Landau. Ansonsten fanden sich überhaupt keine Spuren, die vielleicht darauf deuten könnten, dass es sich um Vandalismus handelt und die Schilder vom Stamm abgebrochen wurden. Das Diebesgut ist schlicht gehalten, für Außenstehende erschließt sich sein Wert nicht: Es handelt sich um Kunststoffschilder, grüner Untergrund in Blattform, den Bäumen angepasst, mit weißer Schrift für Namen, Geburts- und Todesdatum. Sie sind in Augenhöhe an der letzten Ruhestätte in die Rinde geschlagen, die Urnen ruhen darunter im Wurzelwerk.

Seit rund fünf Jahren wird diese Bestattungsmöglichkeit in Hasten für etwas über 1000 Euro bei einer Nutzungszeit von 25 Jahren einschließlich Unterhaltung durch den Friedhofsträger angeboten.

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