Eschbachtal

Abgelassener Löwenteich ist verschlammt

Die Arbeiten rund um den Löwenteich sollen die Wasserqualität des Heintjesmühlenbachs verbessern. Foto: Roland Keusch
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Die Arbeiten rund um den Löwenteich sollen die Wasserqualität des Heintjesmühlenbachs verbessern.

Teure Sanierung lohnt sich nicht mehr. Raps soll Trocknung beschleunigen.

Remscheid. Der Löwenteich am Heintjesmühlenbach unweit der L 408 im Eschbachtal, ist zurückgebaut worden. Seit 2014 wird das Angler-Eldorado von den TBR betreut. Im Betriebsausschuss verkündete TBR-Chef Michael Zirngiebl, dass der Teich abgelassen sei. Das Gewässer, für das es vom Kreis Rhein-Berg nur eine Aufstaugenehmigung bis 2027 gibt, hätte mit 130 000 Euro saniert werden müssen. 

Das aber lohnt sich nicht mehr. Die Fische wurden abgefangen und an anderer Stelle ausgesetzt, ebenso die verbleibenden der einst 200 Edelkrebse. Der Teich ist 1,5 Meter hoch verschlammt. Die TBR wollen nun abwarten, später vielleicht Raps einsäen, um, wie im Stadtparkteich, die Trocknung zu beschleunigen. -AWe-

Artikel von 21.9.2020

Löwenteich: Edelkrebse erhalten ein Übergangsquartier

Es tut sich etwas am Löwenteich.

Von Manuel Böhnke

Remscheid.  Am Montag hat der Wupperverband im Auftrag der Technischen Betriebe Remscheid mit den Vorarbeiten für die Neugestaltung des Gewässers im Eschbachtal begonnen. Zunächst bekommen die Edelkrebse, die im Löwenteich heimisch sind, ein Übergangsquartier.

Nötig macht die Maßnahme die Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Darin ist gefordert, dass Gewässer für Fische und Amphibien durchgängig sein müssen. Beim Heintjesbach verhindert der Damm des Löwenteichs genau das. Für den Bach bedeute der Teich eine Beeinträchtigung der Wasserqualität, erklärt der Wupperverband. Deshalb soll der Damm weichen.

Der Prozess erfolgt schrittweise, um die tierischen Bewohner des Löwenteichs zu schützen. In den kommenden Tagen wird der Vorteich ausgebaut. Er dient als Übergangsquartier für die Edelkrebse, die in den kommenden Wochen mit Reusen eingefangen werden. Außerdem kündigt der Wupperverband an, einen weiteren Teich anzulegen: Dort sollen Grasfrösche einen neuen Lebensraum finden.

Das Wasser im Löwenteich wird in der Folge sukzessive abgelassen, damit die dortigen Fische in ein anderes Quartier umziehen können. Erst wenn das geschehen ist, möchte der Verband den Löwenteich vollständig leeren, damit das Areal im Winter trocknen kann.

Die konkreten Planungen starten, sobald die Teichfläche sichtbar ist

Die derzeitigen Planungen erfüllen sowohl das Ziel „Verbesserung des Heintjesmühlenbachs“ als auch „Schutz des Edelkrebs“, ist der Wupperverband überzeugt. Der Damm, der nicht mehr standsicher ist, soll geschlitzt und der Löwenteich abgesenkt werden. In dem neugestalteten, naturnahen Bachabschnitt können sich Fische und Kleinlebewesen bewegen. Und die Edelkrebse erhalten eine neue Stillwasserfläche. Um die Art zu schützen, bleiben die Abstürze des alten Dammbauwerks stehen. Sie dienen als „Bollwerk“ gegen Signalkrebse. Sie gelten als Überträger der Krebspest und gefährden dadurch die heimischen Edelkrebse.

Wie genau der Bereich im Eschbachtal gestaltet wird, steht noch nicht fest. Der Wupperverband wartet mit den konkreten Planungen, bis die Teichfläche sichtbar ist.

Der AC Rotauge hatte sein Domizil am Löwenteich in Heintjesmühle , den der Wupperverband jetzt im Herbst ablassen will.

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