Coronaschutzverordnung

Ab Donnerstag: Neue Corona-Regeln im Freizeitbereich

Im Fitklusiv in Höhscheid will Studioleiter Bojan Luketic beaufsichtigte Selbsttests ermöglichen. Bei Bedarf sollen die Tests vor der Türe stattfinden. Er ist gespannt, ob Kunden davon Gebrauch machen wollen. Viele seiner Kunden seien schon geboostert – und ab heute muss, wer geboostert ist, keinen zusätzlichen Test mehr vornehmen lassen. Für die Bereiche Sport und Fitness ist die neue Verordnung daher eine Erleichterung. In der Gastronomie kommt dagegen die 2G-plus-Regel neu dazu. Foto: Christian Beier
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Wer ins Restaurant möchte, muss ich testen lassen: Seit gestern gilt 2G plus in vielen Freizeitbereichen. Geboosterte sind von der Testpflicht ausgenommen.

In vielen Bereichen gilt seit Donnerstag 2G-plus im Freizeitbereich. Auch die Maskenpflicht wird ausgeweitet. Nun sind auch beaufsichtigte Selbsttests möglich, für die es allerdings einige Regeln gibt.

Von Björn Boch

Remscheid. Am Donnerstag, 13. Januar, trat in NRW eine neue Coronaschutzverordnung in Kraft. So gilt in der Gastronomie für manche Gäste eine 2G-plus-Pflicht – außerdem wird in einigen Bereichen die Maskenpflicht ausgeweitet. Anbieter, bei denen 2G plus gilt, können ihren Kunden und Gästen vor Ort einen beaufsichtigten Selbsttest anbieten – der gilt im Gegensatz zu Bürgertests in den Testzentren nur für genau dieses Angebot (siehe unten).

Bei den beaufsichtigten Selbsttests handelt es sich um ein freiwilliges Angebot. Einen Anspruch darauf haben Kunden und Gäste nicht. Der Anbieter legt fest, ob Kunden den Schnelltest mitbringen müssen oder ob er ihn selbst – kostenfrei oder gegen Gebühr – zur Verfügung stellt.

Wo 2G plus gilt: Grundsätzlich gilt im Freizeitbereich 2G (geimpft oder genesen). Als Faustregel nennt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU): Es gelte immer dann 2G plus (geimpft oder genesen plus Test), wenn keine Maske getragen werden kann, also etwa im Restaurant, beim gemeinsamen Sport in Innenräumen, in Schwimmbädern oder bei Sauna- und Wellness-Angeboten. Das Gleiche gilt etwa für das gemeinsame Singen im Chor.

Ausnahmen von 2G plus: Die zusätzliche Testpflicht entfällt, wenn der Gast oder Kunde zusätzlich zur vollständigen Grundimmunisierung (in der Regel zwei Impfungen) eine Booster-Impfung hat oder in den letzten drei Monaten von einer Infektion genesen ist – wer sich also trotz Immunisierung infiziert hat, wird für drei Monate wie ein Geboosterter behandelt. Bei der Booster-Impfung gilt der Wegfall der Testpflicht sofort ab Impfung.

Großveranstaltungen: Für Großveranstaltungen gilt ab sofort eine Obergrenze von 750 Zuschauern, Ausnahmen greifen allerdings bei Demonstrationen.

Masken: „Wegen der deutlich höheren Infektiosität von Omikron gilt eine Maskenpflicht nun auch wieder in Warteschlangen im Freien und bei Veranstaltungen und Versammlungen, sofern für sie keine Zugangsregel (3G oder 2G) getroffen wurde“, heißt es.

Sport: Beim gemeinsamen Sport drinnen und im Fitnessstudio gilt die 2G-plus-Regel analog. Für Sport draußen reicht 2G. Für Amateursportler gibt es aber nicht mehr die Möglichkeit, komplett ungeimpft mit einem negativen PCR-Test an einem Wettkampf teilzunehmen.

Gleichstellung: Immunisierten gleichgestellt sind Kinder und Jugendliche bis zum Alter von einschließlich 15 Jahren sowie Personen, die über ein ärztliches Attest verfügen, demzufolge sie derzeit oder bis zu einem Zeitpunkt, der höchstens sechs Wochen zurückliegt, aus gesundheitlichen Gründen nicht gegen Covid-19 geimpft werden können, und negativ getestet sind.

3G: Die Regel „geimpft, genesen oder getestet“ bleibt unverändert bestehen für die Arbeit und den ÖPNV. Für lebensnotwendigen Einzelhandel und medizinische Versorgung gilt nur die Maskenpflicht.

Corona-Regeln in Remscheid

Regeln für den beaufsichtigten Selbsttest

  • Selbsttests unter Aufsicht müssen überwacht und entsprechend den Herstellerangaben vorgenommen werden. Es muss sich um zugelassene Selbsttests handeln, persönliche Daten müssen anhand eines Ausweises aufgenommen werden.
  • Die noch nicht getestete Person muss sich bis zur Feststellung des Ergebnisses abgesondert von Beschäftigten und Gästen aufhalten, etwa im Außenbereich, , mindestens aber abgetrennt durch ein Schutzglas.
  • Der Zutritt ist erst nach negativem Testergebnis zu gewähren.
  • Wer den Test beaufsichtigt, muss mindestens a) den jeweiligen Beipackzettel lesen, verstehen und anwenden können, b) die Auswertung des Testergebnisses beherrschen und die Folgen positiver/negativer Testergebnisse kennen, c) die Befolgung der AHA-L-Regeln bei der Testung beherrschen sowie d) Lagerung, Mindesthaltbarkeit und Anwendung kennen.
  • Das Ergebnis ist für den Zeitraum der Nutzung des Angebots zu dokumentieren und danach zu vernichten. Die Dokumentation der beaufsichtigten Selbsttests ist bei einer Kontrolle vorzulegen. Ein Nachweis kann nicht für den Zutritt zu anderen Einrichtungen oder Veranstaltungen genutzt werden.

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