GGS-Mannesmann-Schüler fahren nach Ehringhausen

90 Kinder haben wieder Sportunterricht

Für Ulrike Schatton, Vorsitzende des ETV war es selbstverständlich, auszuhelfen – im Hintergrund Kinder der GGS Mannesmann. Foto: Michael Schütz
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Für Ulrike Schatton, Vorsitzende des ETV war es selbstverständlich, auszuhelfen – im Hintergrund Kinder der GGS Mannesmann.

Die Halle der GGS Mannesmann ist seit September zu. Nun stellt der Ehringhauser Turn-Verein 1880 seine Räume zur Verfügung.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Nach einem halben Jahr haben die Kinder der GGS Mannesmann wieder eine Turnhalle – nur ist es nicht die eigene. Denn die schuleigene Sporthalle ist aus Sicherheitsgründen seit September gesperrt. Nach einem Hilferuf des kommissarischen Schulleiters Sebastian Hill im RGA ist eine Lösung gefunden worden: Die etwa 90 Kinder und ihre Sportlehrerinnen und -lehrer finden Unterschlupf beim Ehringhauser Turn-Verein (ETV) 1880.

So viel kostet die Sanierung in diversen Remscheider Schulen

Für Vorsitzende Ulrike Schatton eine Herzensangelegenheit. „Für uns war sofort klar, dass wir einspringen, damit die Kinder wieder Sport machen können. Drei Vormittage hatten wir noch frei.“ Und wer weiß – vielleicht gefalle dem einen oder anderen Kind ja die kleine, aber feine Halle in Ehringhausen so gut, dass es nach Schulschluss im ETV weiter Sport machen möchte. Der Traditionsverein biete speziell Kindern und Jugendlichen ein breites Angebot, zum Beispiel mit Kinderturngruppen.

Nachdem Ulrike Schatton Sebastian Hill die Räume gezeigt hatte, wurde ein Nutzungsvertrag mit der Stadt Remscheid gefasst. „Dass die Stadt eine fremde Halle anmietet, kommt nur selten vor. Aber alles lief reibungslos“, freut sich Schatton. So kam der Verein aus der Haftung raus – und erhält für die Nutzung seiner 200-Quadratmeter-Halle nun einen Obolus. „Wir freuen uns über diese Privatinitiative eines Vereins“, sagt Sportamtsleiter Martin Sternkopf.

Und auch die Kinder freut’s. Jetzt müssen sie die Ballspiele nicht mehr auf dem Schulhof ausüben – sondern können bei jedem bergischen Wetter drinnen trainieren. Und so auch andere Sportarten wieder ausüben. Jedoch kann der Sportunterricht auch in Ehringhausen nicht zu 100 Prozent stattfinden. „Wir können etwa die Hälfte der Stunden abdecken“, erklärt Sebastian Hill.

Die Halle der GGS kann nach den Ferien wieder genutzt werden.

Thomas Judt, Gebäudemanager

Montags, mittwochs und freitags fahren die Dritt- und Viertklässler mit dem Schulbus von der Burger Straße nach Ehringhausen. Für einen weiteren Tag hat es nicht gereicht. „Die Stadt hat leider keine Schülerbeförderung für noch einen Tag bekommen. Und zu Fuß ist es zu weit – auch wenn beides im Südbezirk liegt“, sagt der kommissarische Schulleiter. Daher wechseln sich bestimmte Klassen nun wöchentlich ab. „Damit alle Kinder einmal in den Genuss kommen.“

Dennoch ist er froh, dass der ETV seinen Schülerinnen und Schülern diese Möglichkeit gibt – und die Stadt schnell reagiert hat. Obwohl sich Sebastian Hill natürlich wünschen würde, die eigene Halle schnell wieder nutzen zu können. Ursprünglich war Ende März avisiert. Daraus ist bekanntlich nichts geworden.

Denn auch hier greift der Handwerkermangel um sich – die Sanierung der Halle verzögert sich. Das Problem: Die etwa 20 jeweils gut 20 Kilo schweren Deckenlampen sind nicht mehr sicher an der Decke befestigt. Dies war dem Gebäudemanagement bei der letzten Wartung und Prüfung aufgefallen – die Halle wurde sofort gesperrt. Das war im September. „Für Ende März war angekündigt, dass die Handwerker die alten Lampen demontieren und neue montieren. Es soll ein völlig neues Deckensystem werden“, sagt der städtische Gebäudemanager Thomas Judt. Das hat nicht geklappt.

Thomas Judt hat dennoch eine gute Nachricht für die GGS Mannesmann: „Wir werden Interimslampen aufhängen, die hell genug sind, so dass die Halle spätestens nach den Osterferien wieder genutzt werden kann.“ Das eigentliche, neue Deckensystem soll dann in den Sommerferien montiert werden – wenn die Stadt Handwerker findet.

Der Ehringhauser Turn-Verein 1880

Der ETV 1880 hat aktuell um die 320 Mitglieder. Wegen Corona musste der Traditionsverein einige Austritte verkraften. Doch nun laufen alle Angebote wieder. Dabei hat der ETV ein großes Augenmerk auf das Kinderturnen und den Kindertanz. „Grundschulen und Kitas sind unsere Klientel“, sagt die Vorsitzende Ulrike Schatton. Im Angebot hat der ETV zudem Fitness und Aerobic, Damensolo-Tanz,

Wassergymnastik, Wirbelsäulengymnastik, Yoga, HIIT, Tai Chi, Hobbysport. Es gibt auch eine Kegelbahn.
www.etv1880.de

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