Löwen-Festival

750 Besucher genießen Cover-Rock auf dem Rathaus-Vorplatz

Die Strum-Out-Frontleute Tim Gijbels und Patrizia Camassa heizten dem Publikum beim zweiten Konzert des Löwen-Festivals auf dem Theodor-Heuss-Platz ordentlich ein.
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Die Strum-Out-Frontleute Tim Gijbels und Patrizia Camassa heizten dem Publikum beim zweiten Konzert des Löwen-Festivals auf dem Theodor-Heuss-Platz ordentlich ein.

Zweites Konzert des Löwen-Festivals mit der Band Strum Out.

Von Peter Klohs

Remscheid. Zum zweiten Konzert des Löwen-Festivals auf dem Remscheider Rathaus-Vorplatz zeigte sich der Wettergott etwas gnädiger als in der Vorwoche, als die kölsche Band Kaschämm gegen heftige Regenschauer anspielen musste. Am Donnerstagabend blieb es trocken. Aber immer wieder zogen dunkle Wolken vorbei und brachten einen zum Teil unangenehmen Wind mit sich.

„Das ist nicht das Wetter, bei dem man jetzt gerne rausgeht“, befand Veranstalter Max Süss und warf bedauernde Blicke auf die rund 750 Besucher. „Aber die gekommen sind, freuen sich und feiern. Und das ist die Hauptsache.“

Die aus Kierspe im Sauerland stammende Band „Strum Out“ (zu deutsch etwa: Herausklimpern) stand pünktlich um 19 Uhr auf der Bühne und heizte den Besuchern mit Cover-Rock aus den vergangenen Jahrzehnten ein. Durch das Fehlen des zweiten Gitarristen ergab sich eine seltene Bandzusammensetzung: Schlagzeug, Gitarre, Bass und mit Patrizia und Tim jeweils eine Frontfrau und ein Frontmann.

Diese Bands treten auf beim Löwen-Festival 2022

Das Konzert begann moderat mit „Wherever you will go“, einem Hit von The Calling, steigerte sich mit „Beast of burden“ in der Bette-Midler-Version und erreichte mit Stretchs „Why did you do this thing to me?“ (Titelmelodie der Krimiserie Wilsberg) einen ersten Höhepunkt. Das Quintett beherrscht eine Bandbreite zwischen Country, Karneval und deftigem Rock, gestattet sich, die durch den ESC kurzzeitig bekannt gewordene Band Texas Lightning (No no never) zu spielen, schiebt eine Up-Tempo-Version von John Denvers Millionenhit „Country Roads“ nach und erreicht mit „Sweet Home Alabama“ von Lynyrd Skynyrd gar den Southern Rock. Beim langen Gitarrensolo in der Mitte des Songs macht sich dann doch das Fehlen des zweiten Gitarrenspielers bemerkbar.

Danach spielten Strum Out deutsche Musik: Bei Westernhagens „Sexy“ singen die wenigen Besucher, die sich unmittelbar vor der Bühne versammelt haben, lautstark mit, das anschließende „Pocahontas“ (AnnenMayKantereit), solo von Leadsänger Kim intoniert, scheint kaum jemand zu kennen. Danach hat Vokalistin Pratizia ihr Solo in Stevie Wonders „Superstition“, das die Band echt funky über die Bühne bringt. Danach noch „It’s my life“ von Bon Jovi – und nach exakt einer Stunde macht Strum Out ein kleines Päuschen, „Die Band ist gut“, sagt Konzertgänger Volker Brandis, „und kommt mir mit ihrer Setlist mehr entgegen als Kaschämm.“ Nach fünfzehn Minuten ging es weiter. Das zweite Set war mehr für die Mitsingfraktion im Publikum geeignet. Am kommenden Donnerstag wird es mit „Green Ink Machine“ deftiger. Dann stehen Alternative Rock und Nu Metal auf dem Programm.

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