ÖPNV

30 neue Busfahrer sollen für weniger Ausfälle sorgen

Armin Freund von den Stadtwerken hofft darauf, dass es in einigen Wochen keine Busausfälle mehr gibt.
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Armin Freund von den Stadtwerken hofft darauf, dass es in einigen Wochen keine Busausfälle mehr gibt.
  • Frank Michalczak
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Die Stadtwerke haben mehr Mitarbeiter als üblich eingestellt: Es soll weniger Busausfälle geben. Die neuen Busfahrer müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllen.

Remscheid. Im Kampf gegen die Busausfälle setzen die Stadtwerke auf mehr Personal. Wie Armin Freund, Geschäftsbereichsleiter Mobilität, berichtet, habe das Unternehmen 2022 bereits 30 Fahrerinnen und Fahrer eingestellt. „Üblicherweise sind es pro Jahr zehn. So viele Mitarbeiter verlassen uns im Durchschnitt.“ Zum Beispiel, weil sie in Rente gehen.

Vor allem die Corona-Pandemie hatte seit Monaten zu einem hohen Krankenstand geführt, so dass die Stadtwerke nahezu täglich einzelne Touren streichen mussten. Wenngleich er mit Blick auf die Pandemie kein Versprechen abgeben könne, dass dies künftig nicht mehr vorkommt, so zeigt sich Freund dennoch zuversichtlich: „Im November kommen noch einmal zwei Fahrer hinzu“, merkt er an.

Diese Voraussetzungen müssen Busfahrer erfüllen

Etwa die Hälfte des neuen Personals habe den Führerschein Klasse D, der dazu berechtigt, Busse zu steuern. Die Mitarbeitenden müssen jedoch geschult werden, indem sie die einzelnen Linien im Stadtgebiet erkunden und das Tarifsystem kennenlernen. „Das dauert in etwa sechs Wochen“, berichtet der Geschäftsbereichsleiter.

Wesentlich umfangreicher ist die Ausbildung in der hauseigenen Fahrschule. Bis zu 140 Übungsstunden seien nötig, bis Berufsanfänger die Lizenz bekommen können, einen Linienbus zu steuern.

Nicht jeder komme dafür infrage. Voraussetzung ist nicht nur ein gängiger Pkw-Führerschein, sondern auch die Eignung, die bei einem Test nachgewiesen werden muss. „Der ist obligatorisch. Da geht es um technisches Verständnis ebenso wie um den Umgang mit den Kunden“, erklärt Freund. Zudem müssen Bewerber ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen.

Weitere Fahrer gesucht

Interessenten werden weiterhin gesucht, die das derzeit 180 Fahrer zählende Team verstärken wollen. Denn die Stadtwerke stehen erneut vor einem Problem. Ein Subunternehmen habe zuletzt nur noch vier statt elf Fahrer bereitstellen und somit nicht alle Dienste erfüllen können, die mit den Stadtwerken vereinbart sind. „Wir müssen das mit eigenem Personal auffangen und Fahrer, die eigentlich einen freien Tag haben, bitten, zur Arbeit zu kommen“, bedauert Freund.

Corona sorgt wieder für mehr Personalausfälle

Auch wieder zunehmende Corona-Fälle hätten aktuell Auswirkungen auf den Betrieb, nachdem der Krankenstand vorübergehend deutlich gesunken ist.

Lesen Sie auch: Am Busbahnhof geht es jetzt sichtbar voran

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