Digitalisierung

2525 Tablets werden an Schulen ausgeliefert

Remscheids Schüler werden mit Landesmitteln ausgestattet: 2525 Tablets gehen an bedürftige Jugendliche. Archivfoto: Christian Beier
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Remscheids Schüler werden mit Landesmitteln ausgestattet: 2525 Tablets gehen an bedürftige Jugendliche.
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Stadtverwaltung erwartet Lieferung in der Woche nach dem 23. November.

Von Andreas Weber

Remscheid. Die 48. Kalenderwoche soll die Remscheider Schulen einen Schritt beim Einstieg in das Digitalzeitalter weiterbringen. Ab 23. November sollen die ersten 2525 iPads geliefert werden. Als bedürftig erkannte Schüler an den 33 Remscheider Schulen werden davon profitieren. 601 Notebooks kommen hinzu. Sie wurden an die fünf Schulen, die es so gewünscht hatten, mit dem entsprechenden Leihvertrag ausgeliefert.

Die Geräte bleiben im Besitz der Schule, dürfen aber von den Schülern mit nach Hause genommen werden. Die Laufzeit der Geräte beträgt vier Jahre. Die Stadt hat 1,102 Millionen Euro aus einem Sofortausstattungsprogramm erhalten, das Teil des Digitalpaktes Schule 2019 bis 2024 in NRW ist. Ein städtischer Eigenanteil von 122 450 Euro kommt hinzu. Die iPads werden einsatzbereit ausgeliefert. 30 Prozent der knapp 16 000 Schüler in Remscheid sind bei einer Abfrage als bedürftig ausgemacht worden. Die Umfrage ergab 5045 fehlende Endgeräte.

Das Delta von 1919 Endgeräten soll in einem zweiten Schritt ausgeglichen werden. 1,3 Millionen Euro werden dafür benötigt. Da alle Fördertöpfe ausgeschöpft sind, hofft die Verwaltung, dass sich weitere Möglichkeiten auftun, zum Beispiel ein zweites Sofortausstattungsprogramm in 2021. Ungeklärt ist die Frage der technischen Unterstützung.

Remscheid: Auch 1281 Lehrer erhalten Tablets oder Notebooks

Die Bertelsmann Stiftung geht in einer Studie aus 2017 zur IT-Ausstattung an Schulen von einer Vollzeitkraft für 400 Endgeräte aus. Weitere zwei Mitarbeiter für die Prozesssteuerung eingerechnet, addiert die Stadt 15 Kräfte in Höhe von jährlich 1,4 Millionen Euro Personalkosten. Bisher liegt der First-Level-Support in der Zuständigkeit der Schulen und der Second-Level-Support beim Schulträger, der Kommune. Woher das Geld und das schwer zu findende Fachpersonal kommen sollen, ist unklar. Auch hier bleibt die Hoffnung, dass Bund oder Land Programme für IT-Administratoren auflegen.

Auch die 1281 Lehrer in Remscheid werden ihre iPads oder Notebooks erhalten. „Deren Ausstattung ist aber zugunsten der Schüler hintenangestellt“, erklärt Schulamtschef Arndt Liesenfeld. 640 500 Euro stehen dafür zur Verfügung. Einen Eigenanteil muss die Stadt nicht aufbringen, weil die Lehrer Landesbedienstete sind. Fest steht, die Geräte dürfen jeweils nicht mehr als 500 Euro kosten.

„Eine europaweite Ausschreibung wird vorbereitet“, meint Liesenfeld. Es wird ein langsameres Verfahren sein als die vereinfachte Ausschreibung, die es in Covid-19-Zeiten nach Einholung von drei Angeboten ermöglichte, einen Lieferanten für die Schüler-Geräte zu finden. Klar ist auch, dass nach Ausstattung der Lehrkräfte entsprechende Qualifizierungen stattfinden müssen.

Für die Stadt sind 2525 iPads und 601 Notebooks ein Anfang, wohlwissend, dass dieser in der Folge „etwas holprig“ (Liesenfeld) weitergehen wird. Schuldezernent Thomas Neuhaus weiß jedoch, dass die Stadt mit der jetzigen Entwicklung in der digitalen Bildung in NRW zwar nicht vorne, aber gut im Rennen liegt. Für die Optimierung der Schul-Infrastruktur (Lan, Wlan, Strom) fließen 4,9 Mio Euro nach Remscheid. Ausschreibungen dafür werden vorbereitet.

Auf Wunsch des Schulausschusses hatte das Sozialdezernat der Stadt eine Umfrage gestartet, um die Bedarfe nach digitalen Geräten wie Computern, Tablets, Smartphones und Notebooks und die Ausstattung der Schüler zu Hause zu ermitteln.

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