Neue Laternen sind eingetroffen

2022 wird die Beleuchtung im großen Stil an der Alleestraße ausgetauscht

An der Alten Bismarckstraße wurden die ersten neuen Laternen aufgestellt. Foto: Michael Schütz
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An der Alten Bismarckstraße wurden die ersten neuen Laternen aufgestellt.

Wer zwischen Markt und der Alten Bismarckstraße unterwegs ist, erhält einen Vorgeschmack darauf, wie künftig die Leuchtkörper in weiten Teilen der Innenstadt aussehen werden.

Von Frank Michalczak

Remscheid. „Die ersten Laternen sind aufgestellt“, berichtet Baudezernent Peter Heinze über eine Baustelle, die erstmals seit etlichen Jahren zu einer markanten Veränderung in der City führt: Im Kneipen-Viertel entstehen derzeit an fünf Gaststätten Terrassen, auf denen die Besucher ab dem nächsten Jahr Außengastronomie genießen können. In diesem Zuge wurden nun die neuen Leuchten platziert, die 2022 im großen Stil Einzug halten sollen.

Während die Modelle an der Alten Bismarckstraße aber eher in klassischer Form strahlen, versprechen ihre künftigen Nachbarn an der Alleestraße immer wieder neue Farberlebnisse. Die „intelligenten Lampen“, wie sie Heinze bezeichnet, sollen mit Lichteffekten punkten und durch zwei zusätzliche Module für eine Baumbeleuchtung sorgen.

„Zudem sparen wir mit den Leuchten Strom.“

Baudezernent Peter Heinze über die neue Technik

Dabei seien die schlanken Stelen in der Lage, etwa zu stark frequentierten Zeiten, häufiger einen Farbwechsel vorzunehmen. In den späteren Abendstunden könne das bunte Szenario abgestellt und durch eine einfarbige Baumanstrahlung abgelöst werden. Diese lasse sich zusätzlich herunterdimmen und in der der Nacht ausgeschalten. „Zudem sparen wir mit den Leuchten Strom“, sagt der Baudezernent, der nach Möglichkeit „im kommenden Jahr alles aus einem Guss“ installieren lassen will. In der Vorlage, mit denen sich die Ortspolitiker zuletzt befassten, war noch von drei Bauabschnitten die Rede. Zunächst sollte der obere, dann der mittlere und zuletzt die untere Alleestraße die neue Illumination erhalten.

Remscheid: Gesamtkosten beziffert die Verwaltung auf rund 1,6 Millionen Euro

Die Gesamtkosten beziffert die Verwaltung auf rund 1,6 Millionen Euro. Davon hat die Stadt Remscheid etwa 350 000 Euro zu tragen. „Dieses Projekt ist ja in einem Gesamtkontext zu betrachten“, berichtet Stadtdirektor Sven Wiertz mit Blick auf das Revitalisierungsprogramm, das die Ortspolitiker der Innenstadt 2014 verordneten. Bestandteil war damals auch das Beleuchtungskonzept, das nicht nur farbenfroh sein soll, sondern auch einen anderen Aspekt berücksichtige. Es soll mehr Helligkeit bringen. „Zum Beispiel durch die Beleuchtung der Bäume. Das soll das Sicherheitsgefühl der Menschen stärken“, spielt Peter Heinze auf die vielen dunklen Ecken an der Alleestraße an, die sich durch die düsteren Schaufenster in den verwaisten Geschäften immer weiter vermehrten.

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Inwieweit das Ganze aber zu der Winterbeleuchtung passt, die in der Adventszeit mit den Herrnhuter Sternen auf der Alleestraße aufwartet, gelte es, mit dem Verein Marketing Innenstadt abzustimmen, erklärt der Baudezernent. Denn: Schon seit langer Zeit kümmert sich die Initiative um den weihnachtlichen Glanz. Dabei ist sie auf die finanzielle Hilfe von Sponsoren angewiesen. Die Technik ist aber längst in die Jahre gekommen. CDU-Fraktionschef Markus Kötter plädiert jedenfalls dafür, dass die Kabelstränge, an denen die Sterne befestigt werden und ganzjährig über der Einkaufsmeile hängen, im Zuge der neuen Beleuchtung infrage gestellt werden müssten. Denn attraktiv sei dieses Bild nun wirklich nicht. Das neue Konzept eröffnet zumindest Perspektiven: Die Planung sieht nach Rathausangaben die Anschlussmöglichkeit für eine Weihnachts- und Winterbeleuchtung vor, die ebenfalls unabhängig geschaltet werden kann. Damit könne die Beleuchtung ihre „volle Wirkung zur Aufwertung der Alleestraße“ entfalten, also auch im Advent.

Hintergrund

Der Remscheider Stadtrat beschäftigt sich bei seiner letzten Sitzung 2021 noch einmal mit dem Thema. Dann könne die Ausschreibung für den Kauf der Leuchten beginnen, berichtet Baudezernent Peter Heinze. Auf der Tagesordnung steht mit der Modernisierung des Friedrich-Ebert-Platzes ein weiteres Innenstadt-Projekt. Die Sitzung beginnt am nächsten Donnerstag, 9. Dezember, um 16.15 Uhr in der Albert-Einstein-Gesamtschule.

Auch interessant: Defekt gefunden - Herrnhuter Sterne auf der Alleestraße leuchten wieder regelmäßig

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