Jubiläum

16.000 Patienten bleiben ihren Zahnärzten 50 Jahre treu

Die Mediziner Wolfgang und Sonja Diederichs arbeiteten lange als Vater und Tochter zusammen, bis sie 2012 übernahm.
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Die Mediziner Wolfgang und Sonja Diederichs arbeiteten lange als Vater und Tochter zusammen, bis sie 2012 übernahm.

Die Praxis Dr. Diederichs feiert Jubiläum. 2012 löste die Tochter den Vater ab. In Corona-Zeiten beobachteten sie ein zunehmendes Phänomen.

Von Michelle Jünger

Remscheid. Rund 16.000 Patientinnen und Patienten schaute Dr. Wolfgang Diederichs in seinem langen Berufsleben in den Mund. Seine Zahnarztpraxis eröffnete fast auf den Tag genau vor 50 Jahren – am 24. Juli 1972.

Die ersten Räume bezog der Zahnarzt in der Scheider Straße, 1979 ging es in die Fastenrathstraße und dort blieb die Praxis mehr als 20 Jahre. Bis 1998 das Ärztehaus Zentrum Süd in der Rosenhügeler Straße eröffnete und Dr. Diederichs mit seiner Praxis erneut umzog. Seine Kundschaft blieb ihm treu. „Wir behandeln immer noch Patienten, die wir schon in der Scheider Straße hatten“, fügt Wolfgang Diederichs hinzu.

Tochter Dr. Sonja Diederichs übernahm 2012

Besonders sei das familiäre Umfeld der Praxis, sagt Dr. Sonja Diederichs. 2012 übernahm sie die Praxis von ihrem Vater. Der Small Talk, den man als Zahnarzt betreibe, um die Angst vor Behandlung zu mindern, schaffe Vertrauen in den Arzt und seine Praxis. Das sprach sich rum. Und als er an seine Tochter übergab, fühlten sich die meisten weiterhin sehr gut aufgehoben. „Mittlerweile behandle ich teils sogar die Kinder oder Enkel“, sagt Sonja Diederichs.

Wolfgang Diederichs verabschiedet sich in den Ruhestand

Jetzt ist Wolfgang Diederichs im verdienten Ruhestand. Einige Zeit machte er noch Gerichtsgutachten und Beratung, mit der Pandemie zog er sich aber aus der Praxis zurück.

Patienten legen auf Aussehen ihrer Zähne mehr Wert

Das Leistungsspektrum der Praxis bedient alle Altersklassen und umfasst Implantologie, Sportzahnmedizin und Behandlungen gegen Knirschen. Während der Zahnarztbesuch früher eher pragmatisch war, ginge es bei den Behandlungen heute viel um Ästhetik. Aufhellungen, Prophylaxe und Zahnhygiene gehören zu den gefragtesten Themen. „Es steigert das Selbstwertgefühl. Die Patienten legen auf das Aussehen ihrer Zähne mehr Wert“, erklärt Sonja Diederichs. Ihr Vater fügt hinzu: „Früher kamen die dritten Zähne halt ins Wasserglas und das war’s.“

Corona: Immer mehr Patienten wegen Zähneknirschen

Die Behandlung von zähneknirschenden Patienten nehme immer mehr zu. „Während Corona war es ganz schlimm“, sagt Sonja Diederichs. Vor Aufträgen für Zahnschienen hätten sie sich kaum retten können. Das Knirschen sei ein Zeichen von Stress und könne andere Krankheiten auslösen. Sie habe Patientinnen und Patienten gehabt, bei denen Rückenschmerzen oder Tinnitus besser wurden, nachdem sie eine Schiene gegen das Knirschen bekamen.

Den Beruf des Zahnarztes würde Wolfgang Diederichs wieder ergreifen. Der Umgang mit Patienten, die Medizintechnik und auch die Personalführung reizen immer noch. „Man weiß nie, was einen am Tag erwartet“, sagt Wolfgang Diederichs. Und wenn die Patientinnen und Patienten die Praxis mit gerichteten Zähnen oder neuen Implantaten glücklich verlassen könnten, freue man sich als Zahnarzt einfach mit.

Für medizinisch Interessierte: Das Deutsche Röntgen-Museum gibt Einblicke in den lebenden Körper

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