Zusammenhalt in der Stadt

1000 Masken für die Grundschule Kremenholl

Olga Schell mit ihrer Tochter Johanna, Dirk Windgassen, Schüler Tamer sowie Mona Franken (v. l.) mit den kindgerechten Masken. Foto: Michael Schütz
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Olga Schell mit ihrer Tochter Johanna, Dirk Windgassen, Schüler Tamer sowie Mona Franken (v. l.) mit den kindgerechten Masken.

Grundschulleiterin Mona Franken freut sich über eine Maskenspende der Fabricius-Klinik.

Von Timo Lemmer

Remscheid. Der tägliche Masken-Verbrauch an der Städtischen Grundschule Kremenholl ist immens. 188 Kinder habe man, zählt Mona Franken, die Schulleitung in Vertretung, auf. Denen wird empfohlen, ihre Maske ein- bis zweimal am Tag zu wechseln. Wer in den offenen Ganztag geht, brauche eher drei bis vier Masken am Tag.

„Bei den Masken, die die Kinder morgens mitbringen, merkt man aber oft, dass sie schon mehrere Tage im Einsatz sind“, weiß Franken. Die Schule händigt dann sowie in anderen Notfällen sofort eine neue Maske aus. Und da seit Donnerstag die Maskenpflicht auch wieder am Platz gilt – vorher galt sie für die Schüler rund vier Wochen nur dann, wenn sie umher liefen –, steige der Verbrauch nun ohnehin noch einmal an. „Bei den kalten Temperaturen durchfeuchten die Maske außerdem noch schneller“, sagt Franken.

Aus diesen Gründen war die Initiative von Olga Schell, Vorsitzende der Schulpflegschaft, eine willkommene: Die Mutter von Erstklässlerin Johanna ist Pflegekraft in der Geriatrie und überzeugte ihren Arbeitgeber, die Sana Fabricius-Klinik, der Schule rund 1000 Masken zu spenden. Der Arbeitgeber sei gleich begeistert gewesen, berichtet Schell: „Sie haben es für eine super Idee gehalten.“ Dirk Windgassen, Direktor des Pflegedienstes, überreichte die Spende nun und bestätigte: „Wir haben uns schnell entschieden, das zu machen, weil es eine ganz tolle Sache ist und wir gerne hier vor Ort unterstützen.“ Dem pflichtet auch Unternehmenssprecherin Susanne Kuczera bei.

Einen größeren Ausbruch gab es noch nicht

Das Infektionsgeschehen an der Schule hält sich derweil in Grenzen, wie Franken und Schell berichten. „Toi, toi, toi“, sagen sie und klopfen auf Holz. Ihre Erklärung: Die Maßnahmen der Schule greifen. Zum einen die Pool-Testung, die pro Schulklasse zweimal wöchentlich durchgeführt wird. Dabei werden alle Stäbchen der Klasse gemeinsam ausgewertet. Ist die Auswertung negativ, sind alle Kinder negativ. Ist das Ergebnis einer Klasse positiv, folgen am nächsten Tag sofort Einzeltestungen aller Schüler. Franken: „So erkennen wir Fälle frühzeitig. Das und unsere Maßnahmen sorgen dafür, dass es bisher keinen großen Ausbruch in einer Klasse gegeben hat.“ Alle ein bis zwei Wochen sei ein Pool-Ergebnis aktuell positiv.

Die weiteren Maßnahmen sind simpel, werden aber konsequent umgesetzt: Lüften, Handhygiene, Reinigen von Oberflächen, dazu Masken. Die Kinder zeigten dabei eine große Disziplin, so Franken. Dass die Pflicht nun rasch wieder kam, damit hatte die Schulleitung zuletzt gerechnet. Gut sei an der Maskenpflicht, dass so nun nie eine gesamte Klasse in Quarantäne müsse, wenn ein Schüler positiv auf Corona getestet werde. Pädagogisch gebe es aber einige Nachteile, ob bei Konzentration oder Kommunikation – Stichworte: Mimik sowie Aussprache.

Schulträger versorgt Kremenholl mit Masken

Neben der Spende, so Franken, laufe die Kommunikation mit dem Schulamt blendend, so dass vom Schulträger immer wieder Masken kämen. Hierum würden sich Schulamtsleiter Arndt Liesenfeld sowie Steffen Stratmann vom Schulamt sehr verdient machen. Mit Blick auf die Sana-Spende sagt Franken daher: „Die Stadt hält in der Krise in allen Bereichen zusammen.“

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