Politische Beteiligung

10. Jugendrat wählt dreiköpfigen Vorstand

Der Vorstand des Jugendrates: Sofia Rodriguez Eckwert, Alimaga Kurtishov (2.v.r.), Selim Deveci (im Hintergrund Thomas Neuhaus). Foto: Roland Keusch
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Der Vorstand des Jugendrates: Sofia Rodriguez Eckwert, Alimaga Kurtishov (2.v.r.), Selim Deveci (im Hintergrund Thomas Neuhaus).
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Sophie Rodriguez Eckwert setzt sich im großen Ratssaal in der Stichwahl gegen Alimaga Kurtishov durch.

Remscheid. Sofia Rodriguez Eckwert ist die neue Vorsitzende des Jugendrates. Die 16-jährige Sophie-Scholl-Schülerin setzte sich in der Stichwahl gegen Alimaga Kurtishov mit 8:5-Stimmen durch. Bei der konstituierenden Sitzung im großen Saal des Rathauses stieg das Nachwuchsgremium mit viel Schwung in seine zweijährige Amtszeit ein. Die Bänke waren vollbesetzt, auch mit den Mitgliedern des 9. Jugendrates, der aus der Hand von Jugendrats-Geschäftsführerin Marie Münstermann zum Abschied offizielle Urkunden erhielt.

13 der 15 Neuen bestimmten zunächst in geheimer Wahl ihren Vorstand. Wie groß das Interesse ist, Verantwortung zu übernehmen, zeigte sich allein bei den Bewerbungen. Für den Vorsitz kandidierten neben Sofia Rodriguez Eckwert und Alimaga Kurtishov noch Aurora Piperato und Ayoub El Haddaoui. Im ersten Wahlgang erhielt niemand eine absolute Mehrheit, Rodriguez -Eckwerth und Alimaga Kurtishov gingen somit in die Stichwahl.

Seid unbequem, nehmt keine Rücksicht auf uns.

Thomas Neuhaus, Dezernent

Als Stellvertreter setzte sich Hauptschüler Kurtishov (16) im ersten Rutsch mit sieben Stimmen gegen Aurora Piperato, Ayoub El Haddaoui und Lara Heibeck durch. In eine weitere Stichwahl ging es beim 2. Stellvertreter, für den es fünf Nennungen gab. Maximilian Volk (17) verlor mit 6:7 gegen seinen EMMA-Mitschüler Selim Deveci (16).

Dezernent Thomas Neuhaus, der den durch einen Termin in Solingen verhinderten Oberbürgermeister vertrat, machte den Anwesenden Appetit: „Der Jugendrat ist nicht irgendeine Veranstaltung, es hat in Remscheid Tradition, Jugendliche an die Ratsprozesse zu binden.“ Neuhaus rief die Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren auf, die Instrumente, die ihnen gegeben sind, zu nutzen: „Seid unbequem, nehmt keine Rücksicht auf uns, fühlt Euch nur den Belangen junger Menschen verpflichtet.“ Jeanne-Sofie Mortazawi, am Ende ihrer zweiten Amtsperiode für einen Monat Übergangs-Vorsitzende, rief ihren Nachfolgern zu: „Ich habe die letzten zwei Jahre genossen. Sie waren von gegenseitiger Unterstützung und konstruktiver Kritik geprägt.“

Nach einer Stunde mit Begrüßungen und Wahlprozedere übernahm der neue dreiköpfige Vorstand die Regie. Auf der Tagesordnung stand unter anderem ein Rückblick auf das Einführungsseminar des 10. Jugendrates in Münster. Lara Heibeck war begeistert davon. Für die Berufskolleg-Schülerin (17, Käthe-Kollwitz) hätte dieses ruhig länger dauern können: „Das Seminar war gut organisiert, wir haben viel gelernt. Ich bin jetzt sehr motiviert.“ Dies zeigt sich auch bei den ersten Schwerpunktthemen, die der Jugendrat zusammengetragen hat.

So gibt es eine Liste mit folgenden Überlegungen: Jobbörse weiterführen, Veranstaltungen organisieren, Hilfsangebote für Jugendliche, Mobilität, Jugendcafé, Spiel- und Sportplätze, Stadtverschönerung, Klima/Umwelt, Solidarität/Vielfalt. Marie Münstermann kündigte an, dass die Ratsmitglieder diese Vorschläge jetzt bündeln müssen und – wie die Vorgänger – Projektgruppen bilden. Vor der Sommerpause tagt der Jugendrat noch mal am 24. Mai und 21. Juni. Um die neu gewonnenen Freiheiten nach Corona für mehr als nur die offiziellen Sitzungen zu nutzen, hatte Münstermann einen Vorschlag: Die Kraftstation stellt dienstags nachmittags einen Raum zur Verfügung, der vom Jugendrat für informelle Treffen genutzt werden kann. Wie oft dies geschieht, müssen die Mitglieder bestimmen. Auch die sieben Nachrücker sind aufgerufen, sich regelmäßig einzubringen.

Sofia Rodriguez Eckwert kannte die Jugendrats-Arbeit zwar nicht als Nachrückerin, aber als interessierte Ehrenamtliche, die sich im 9. Jugendrat einbrachte. Bei den Wahlen vom 14. bis 18. März erhielt die Lenneperin mit 183 die drittmeisten Stimmen hinter Aurora Piperato (213) und Alimaga Kurtishov (226). Aktiv ist die Elftklässlerin auch in der Schülervertretung der Sophie-Scholl.

Alles zur Landtagswahl NRW in Remscheid

10. Jugendrat

Im März wurde der Jugendrat gewählt. 4439 Remscheider waren wahlberechtigt, 2307 Stimmen waren gültig. Im Rat sitzen Alimaga Kurtishov (GHS Hackenberg), Aurora Piperato (AvH), Sofia Rodriguez Eckwert (Sophie-Scholl), Max Volk (EMMA), Lara Heibeck (KKB), Elen Albrink (Albert-Schweitzer), Isa El Baouti (Sophie-Scholl), Selim Deveci (EMMA), Louis Achenbach (GBG), Meryem Aliye Uzun (AES), Djannah Krouma (Rögy), Ayoub El Haddaoui (Heinrich-Neumann), Isabell Schneider (EMMA), Kevin Fuhrmann (AES), Maximilian Buraczynski (GBG).

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