Aktion

Reinshagener Schüler auf Expedition

Statt Unterricht ein Tag im Grünen: Klassenweise gehen die Reinshagener Grundschüler auf Mammut-Expedition nach Wuppertal - hier heißt es Abseilen von einer Brücke.
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Statt Unterricht ein Tag im Grünen: Klassenweise gehen die Reinshagener Grundschüler auf Mammut-Expedition nach Wuppertal - hier heißt es Abseilen von einer Brücke.
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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Alle Klassen der Grundschule erleben einen spannenden Naturtag mit Abenteuercharakter.

Remscheid. Reinshagen auf „Mammut-Expedition“. Nicht nur für die Grundschüler im Schimmelbuschweg bleibt der Naturtag in bleibender Erinnerung. „Für die Kinder wie für mich war es ein wahnsinnig tolles Erlebnis“, freut sich Christina Matthes. Die Klassenlehrerin der 4a erlebte in Wuppertal einen unvergesslichen Tag, der Erlebnispädagogik mit Adrenalinkick verband.

Die GGS Reinshagen investiert Landesgeld aus dem Programm „Aufholen nach Corona“ in die Stärkung der Klassen- und Schulgemeinschaft. Alle 317 Schüler(innen) verbringen in diesen Wochen einen ganzen Tag unter Anleitung des Kinderhauses Luise Winnacker mit Kooperationsspielen an der frischen Luft. Mammutbäume galt es zu erklimmen, sich von einer Brücke über der Wupper abzuseilen, über schmale Seile zu balancieren, in einem Stollen zu kraxeln, an dessen Ende ein Grablicht gefunden werden musste, oder sich gemeinsam durch den Wald zu schlagen.

Das Ich tritt beim Ausflug nach Wuppertal in den Hintergrund

Für Christina Matthes schön zu beobachten, dass niemand sein Ego in den Vordergrund schob. „Es gab kein Ich, Ich, Ich, jeder musste mit jedem arbeiten.“ Was die Pädagogin besonders berührte, war, dass sich selbst Kinder, die sich sonst nicht mögen, Sorgen um den anderen machten - bei den von Coach Sascha gestellten Aufgaben. „Als ich das sah, war mir klar: Wir haben unser Ziel erreicht“, blickt Matthes zufrieden zurück.

Das Lehrerkollegium um Schulleiterin Jasmin Steinhaus hatte diesen Tag, in dessen Genuss alle Klassen sukzessive bis zu den Sommerferien kommen, mit viel Bedacht ausgewählt. „Unser Ansatz war, dass die inhaltlichen Defizite aufgrund des Unterrichtsausfalls während der Pandemie nicht ganz so hoch waren, dafür aber die sozialen Kompetenzen in den Zwangspausen gelitten hatten.“ Besonders traf der Virus die ersten Schuljahre, die überhaupt keine Klassengemeinschaft aufbauen konnten. Auch für die anderen gilt es, Teamfähigkeit unter Beweis zu stellen, soziale Kompetenzen zu beweisen, sich in die Gruppe einzufügen.

Die „Mammut-Expedition“, die morgens um 8.15 Uhr an der GGS beginnt und nach einer Busfahrt an der Haltestelle Odenwaldweg in Wuppertal richtig Fahrt aufnimmt, endet gegen 16.20 Uhr in Sonnborn. Die Resonanz ihrer 24 Kinder in der 4a war einhellig: „Alle sind total begeistert zurückgekehrt“, sagt die stolze Klassenlehrerin.

Ein Fazit, das Jasmin Steinhaus unterstreicht. „Es war tatsächlich ein großes Abenteuer von Anfang bis Ende.“ Beginnend mit der Busfahrt bis zum Ausklang beim Stockbrotbacken. Der Höhepunkt für Steinhaus war das Abseilen von der Brücke: „Den Mut aufzubringen, über das Geländer zu steigen und gleichzeitig die Anfeuerung der Kinder, die unten standen zu sehen und zu hören, war fantastisch.“ Die letzte Klasse wird am 8. Juni zur „Mammut-Expedition“ aufbrechen. Die Action, die alle mit dem Kinderhaus Luise Winnacker erleben durften, soll ins Sommerfest der Grundschule Reinshagen (Motto: Kunterbunte Spielewelt) transportiert werden.

Wenn sich die Schulgemeinschaft mit Schülern, Lehrern und Eltern am Samstag, 11. Juni (11 bis 14 Uhr), trifft, ist ein Getränkekisten-Klettern angedacht, sofern Wolfgang Limberg, Gründungsmitglied Kinderhaus Luise Winnacker, für den Termin einen Erlebnispädagogen abstellen kann.

Stärkung des Selbstbewusstseins

Stärkung des Selbstbewusstseins und des Zusammengehörigkeitsgefühls zählen immer wieder zu den zusätzlichen Angeboten der Reinshagener. Dazu gehören die aufklärenden Theaterstücke „Die große Nein-Tonne“ und „Mein Körper gehört mir“, die im jährlichen Wechsel stattfinden, aber auch die „Ich-, Du- und Wir-Tage“. Letztere endeten kürzlich auch mit einem Ausflug in die Natur. In weißen Schul-T-Shirts und blauen Hosen marschierten die über 300 Kinder durch den benachbarten Schimmelbusch-Wald mit einem Picknick als Abschluss.

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