Kanal

Bei Regen, drohen Garagen in Ehringhausen vollzulaufen

In diesem Schacht steigt das Regenwasser bedrohlich an und droht, in Richtung Heinz Günther Becks Garagen zu laufen. Foto: Manuel Böhnke
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In diesem Schacht steigt das Regenwasser bedrohlich an und droht, in Richtung Heinz Günther Becks Garagen zu laufen.

Niemand fühlt sich für Rohrreinigung zuständig.

Von Manuel Böhnke

Remscheid. Mit Sorge blickt Heinz Günther Beck in diesen Tagen auf den Wetterbericht. Regnet es stark, droht die Garage seines Hauses in Ehringhausen mit Wasser vollzulaufen. Dabei wäre das Unheil einfach abzuwenden: Verstopfte Rohre sind die Ursache. Doch niemand schien sich in den vergangenen Tagen zuständig zu fühlen, das Problem zu beheben.

Seit 47 Jahren lebt der gebürtige Düsseldorfer mit seiner Familie in Ehringhausen. Bei Regen läuft das Wasser die Straße, an den Nachbargrundstücken entlang hinunter ins Tal. Vor Becks abschüssiger Garagenzufahrt gibt es eine Rinne. Dort kommt das Wasser an. Es gelangt erst in einen Schacht und anschließend durch ein unter der L 407 verlaufendes Rohr in einen zweiten Schacht auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Talabwärts führt ein Kanal, der in einem zugewucherten Grünstreifen in Sichtweite von Heinz Günther Becks Haus endet.

Soweit die Theorie. In der Praxis kommt dort derzeit kein Regenwasser an. Die unterirdischen Leitungen sind verstopft. Nach dem Niederschlag der vergangenen Wochen stieg das Wasser im Schacht vor den Garagen des 75-Jährigen an, drohte in Richtung der beiden grünen Tore zu laufen. Nicht das erste Mal. Bislang hat sich der Ingenieur im Ruhestand bei ähnlichen Problemen damit beholfen, die Solinger Straßenmeisterei des Landesbetriebs Straßen NRW zu kontaktieren. Doch seit dem 1. Juli ist der Standort Burscheid für den Abschnitt zuständig.

Einer der dortigen Mitarbeiter habe sich auch vor Ort ein Bild der Lage gemacht, berichtet Beck. „Der hat gesehen, dass das Wasser schon im Schacht stand.“ Doch passiert ist nichts. Stattdessen bekam Beck die Rückmeldung, er selbst sei für die Behebung des Missstands zuständig. „Das ist natürlich grausam.“ In seiner Not kontaktierte er unter anderem die Technischen Betriebe. Die tragen zwar für die Landstraße keine Verantwortung, hakten aber dennoch bei Straßen NRW nach. Sogar die Feuerwehr lud Beck zu einem Ortstermin ein. „Ich wollte alles tun, um Schaden von den Garagen abzuwenden“, betont der 75-Jährige.

Inzwischen scheint eine Lösung in Sicht. Nach wiederholter RGA-Anfrage berichtet Straßen NRW von einem „Missverständnis zwischen dem Anwohner und der Straßenmeisterei“. Nach Kontakt mit der Stadt Remscheid habe man herausfinden können, dass nicht eine private Rinne das Problem sei, sondern das Rohr unter der Straße. Hierfür ist der Landesbetrieb zuständig. Zunächst soll nun zunächst der Graben freigelegt und anschließend das Rohr gespült werden. Und tatsächlich: Gestern meldete Heinz Günther Beck die ersten Arbeiten gegenüber seines Hauses.

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